Vollkommene Liebe vertreibt die Furcht, Teil 7: Zusammenfassung und Tipps

Alle Teile hier: https://nolitetimereweb.wordpress.com/reihe-vollkommene-liebe-vertreibt-die-furcht-skrupulositaet/

 

Es ist wichtig, sich mit seinem Problem jemandem anzuvertrauen. Wenn man auf einen Priester stößt, der sich mit Skrupeln überhaupt nicht auskennt – nicht so schlimm, wir haben keinen so schlimmen Priestermangel, dass man nicht auch in die Nachbarpfarrei ausweichen könnte. Einfach eine E-Mail schreiben oder anrufen, das Problem erklären und um ein Gespräch bitten. Auch Psychotherapeuten gibt es hierzulande genug.

Und wenn man sich im Moment noch zu sehr scheut, um mit jemand Professionellem zu sprechen: Vielleicht gibt es andere Menschen, die man ins Vertrauen ziehen kann, Familienmitglieder oder Freunde. Menschen, denen man vertraut und auf deren Ratschläge man sich verlassen kann.

Man braucht Modelle normalen Verhaltens; wenn man sich keine Ratschläge holen will, muss man sich wenigstens am Verhalten vertrauenswürdiger Personen orientieren, das man beobachtet. Es gibt einiges, was man selbst tun kann, wenn man sich schwer tut, eine Vertrauensperson zu finden. Die eigentliche Arbeit muss man sowieso immer selbst machen, das können andere einem nicht abnehmen. Aber wenn man ganz allein ist, wird es doch schwieriger. Dann kann einen niemand anspornen, wenn man sich wieder mal von seinen Ängsten kontrollieren lässt.

Allerdings sollte man sich auch davor hüten, andere über Gebühr zu beanspruchen. Irgendwann könnten die genervt reagieren, wenn man zum zehnten Mal mit der Frage kommt „Meinst du wirklich, dass das so in Ordnung geht, wenn…?“. Und das Ziel ist schließlich, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Daher: Wenn man zweifelt, ob es okay ist, ist es okay! Ja, das gilt auch in diesem Fall. Ja, auch in diesem. Nein, du musst nicht ausreden, in diesem Fall gilt es auch.

Das Wichtigste noch einmal:

  • Skrupulosität ist eine Krankheit. Sie ist selbst keine Sünde, aber wir müssen sie bekämpfen, und wir können sie bekämpfen. Gott will nicht, dass wir in diesem Zustand bleiben.
  • Es ist wichtig, sich Hilfe zu suchen.
  • Irrtum ist nicht Sünde. Wenn wir wegen eines Irrtums einen Fehler begehen, wird Gott ihn uns nicht anrechnen.
  • Zweifel zählen nicht. Ausreden wie „Vielleicht rede ich mir nur ein, dass ich zweifle“ zählen nicht.
  • Was der Beichtvater sagt, gilt. Punkt, aus, Ende. Nein, dein Fall ist keine Ausnahme. Nein, ganz sicher nicht. Ja, wirklich ganz sicher!
  • Gott will einem helfen. Daher: Beten, beten, beten. Beten darum, dass dieser Zustand geheilt wird.

 

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