Für alle, die noch keine Idee haben, was sie sich zu Weihnachten wünschen oder an andere verschenken sollen…

…habe ich ein paar Vorschläge; auch wenn es vielleicht noch ein bisschen früh ist; aber Nikolaus kommt ja schließlich vorher auch noch. Ich möchte meinen geschätzten Lesern einmal ein paar Anregungen geben, von welchen Schriftstellern sich Romane, oder auch Novellen, Kurzgeschichten, Kinderbücher, Jugendbücher oder Theaterstücke, zu lesen lohnen würden, wenn man gerne etwas von katholischen/christlichen Schriftstellern lesen möchte – und zwar etwas, das auch tatsächlich gut geschrieben ist. Da gibt es nämlich gar nicht wenig.

Ich gebe bei fremdsprachigen Schriftstellern hier, wenn vorhanden, die Titel der deutschen Übersetzungen der bekanntesten Werke an; bei allen Autoren gebe ich nur einzelne bekannte Titel an, es gibt natürlich noch mehr. Ich habe übrigens selber noch nicht von ihnen allen etwas gelesen, wenn auch von einigen (vom Rest habe ich es fest vor!), aber da sie allgemein als Klassiker gelten, glaube ich, sie guten Gewissens weiterempfehlen zu können. Ich habe sie in verschiedene Kategorien eingeteilt; eine davon bilden diejenigen Autoren, die zum „Renouveau catholique“ zählen, einer wirklich interessanten Bewegung katholischer Intellektueller im 19. und 20. Jahrhundert.

 

Neuere:

  • J. R. R. Tolkien („Der Herr der Ringe“, „Der kleine Hobbit“, „Das Silmarillion“)
  • Michael O’Brien („Father Elijah“)
  • Martin Mosebach („Westend“, „Mogador“, „Was davor geschah“, „Der Mond und das Mädchen“, „Die Türkin“, „Das Bett“)
  • Walker Percy („Der Kinogeher“, „Der Idiot des Südens“, „Liebe in Ruinen“, „Lancelot“)
  • Flannery O’Connor („Ein Kreis im Feuer“, „Die Gewalt tun“)
  • Johannes Paul II. / Karol Wojtyla („Der Laden des Goldschmieds“)

 

Renouveau Catholique:

  • Georges Bernanos („Tagebuch eines Landpfarrers“, „Die Sonne Satans“)
  • Léon Bloy („Das Heil durch die Juden“, „Jeanne d’Arc und Deutschland“, „Blutschweiß“)
  • Francois Mauriac („Fleisch und Blut“, „Natterngezücht“, „Die Tat der Thérèse Desqueyroux“, „Leben Jesu“)
  • Paul Claudel („Die Geisel“, „Das harte Brot“, „Mariä Verkündigung“, „Der seidene Schuh“)
  • Evelyn Waugh („Wiedersehen mit Brideshead“)
  • Robert Hugh Benson („Der Herr der Welt“, „Come Rack! Come Rope!“)
  • Gilbert Keith Chesterton („Pater Brown“)
  • Bruce Marshall („Keiner kommt zu kurz“)
  • T. S. Eliot („Mord im Dom“)
  • Gertrud von Le Fort („Die Letzte am Schafott“, „Die Frau des Pilatus“, „Der Turm der Beständigkeit“)
  • Franz Werfel („Das Lied von Bernadette“, „Die vierzig Tage des Musa Dagh“)
  • Gertrud Fussenegger („Das Haus der dunklen Krüge“)
  • Reinhold Schneider („Las Casas vor Karl V.“, „Der große Verzicht“)
  • Werner Bergengruen („Der Großtyrann und das Gericht“, „Am Himmel wie auf Erden“, „Der Teufel im Winterpalais“, „Die Sterntaler“)
  • Elisabeth Langgässer („Das unauslöschliche Siegel“)
  • Sigrid Undset („Kristin Lavranstochter“)
  • Henryk Sienkiewicz („Quo vadis?“)

 

Ältere:

  • Alessandro Manzoni („Die Brautleute“ (alte Übersetzungen: „Die Verlobten“))
  • Annette von Droste-Hülshoff („Die Judenbuche“)
  • Für alle, die die Literatur der Romantik mögen: Joseph von Eichendorff („Aus dem Leben eines Taugenichts“, „Ahnung und Gegenwart“, „Dichter und ihre Gesellen“), Clemens Brentano und Achim von Arnim
  • Für alle, die noch ältere Literatur mögen: Dante Alighieri („Die Göttliche Komödie“)

 

Weniger bekannte Autoren von Jugendbüchern, die ich gern mag:

  • Regina Doman (Fairy Tale Novels, darunter „The Shadow of the Bear“, „Black as Night“, „Waking Rose“ etc. Das erstgenannte Buch gibt es inzwischen auch in deutscher Übersetzung („Der Schatten des Bären“), aber die kann ich nicht wirklich empfehlen – sie ist in einem etwas nervigen Achtziger-Jahre-Deutsch gehalten, das dem englischen Original wirklich nicht gerecht wird; aber gut, wenn man Englisch nicht mag/kann, tut sie es auch.)
  • Corinna Turner („I am Margaret“, „Someday“)

 

Nicht-katholische:

  • Fjodor Dostojewski („Schuld und Sühne“, „Die Brüder Karamasow“)
  • Alexander Solschenizyn („Der Archipel Gulag“, „Der erste Kreis der Hölle“)
  • C. S. Lewis („Die Chroniken von Narnia“, „Du selbst bist die Antwort“, „Jenseits des schweigenden Sterns“)
  • George MacDonald („Phantastes“, „Die Prinzessin und die Kobolde“, „Hinter dem Nordwind“, „Lilith“)
  • Lew Wallace („Ben Hur“)

 

Sonstige empfehlenswerte Autoren, deren persönliche religiöse Überzeugungen ich nicht ganz genau kenne, die aber in ihren Werken mehr oder minder deutlich christliche Haltungen zeigen:

  • Friedrich Schiller – dessen Werke muss ich nicht aufzählen, oder?
  • William Shakespeare („Macbeth“, „Hamlet“ usw.)
  • Jane Austen („Verstand und Gefühl“, „Die Abtei von Northanger“, „Mansfield Park“, „Stolz und Vorurteil“, „Emma“, „Überredung“)
  • Charles Dickens („Eine Weihnachtsgeschichte“, „Oliver Twist“, „Eine Geschichte aus zwei Städten“, „Große Erwartungen“, „Little Dorritt“)
  • Otfried Preußler („Die Flucht nach Ägypten – Königlich-böhmischer Teil“, „Krabat“, „Der Räuber Hotzenplotz“)
  • Michael Ende („Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“, „Jim Knopf“)
  • J. K. Rowling („Harry Potter“)
  • Susan Fletcher („Alphabet der Träume“)
  • Theodor Storm („Hans und Heinz Kirch“)

 

Nicht-christliche Autoren, die meiner Meinung nach empfehlenswert sind:

  • Khaled Hosseini („Drachenläufer“, „Tausend strahlende Sonnen“)
  • Aldous Huxley („Schöne Neue Welt“)
  • George Orwell („Die Farm der Tiere“)

 

So… wenn ich wichtige Autoren übersehen haben sollte, bitte ich um Mitteilung 🙂

 

[Update: Empfehlungen von einer Leserin: Thomas Mann („Der Zauberberg“) und Theodor Fontane („Effi Briest“, „Der Stechlin“)]

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