Über die Konsequenzen aus dem Anschlag

Halten wir folgende Punkte fest:

  • Ein Terrorist tötet zwölf Menschen und verletzt noch einige mehr, indem er mit einem LKW in einen Weihnachtsmarkt rast.
  • Der Täter ist noch auf der Flucht.
  • Der Täter ist ins Land gekommen, obwohl er bereits ein bekannter Straftäter war.
  • Der Täter war schon einmal in Abschiebehaft, wurde aber nicht abgeschoben, sondern wieder freigelassen.
  • Der Täter war den Behörden als islamistischer Gefährder bekannt.
  • Die Leute warnen vor „einfachen Antworten“ und „Generalverdacht“. Und natürlich davor, den Anschlag „politisch auszuschlachten“.

Preisfrage: Ist in Deutschland irgendetwas nicht in Ordnung?

Es gibt so Zeiten, da bin ich froh, in Bayern zu leben. Zum Beispiel dann, wenn bald eine Wahl ansteht. In diesem Bundesland kann man nämlich tatsächlich eine Partei wählen, die dafür ist, und auch schon vor der Kölner Silvesternacht und den Anschlägen von Würzburg und Ansbach dafür war, Kriminelle und Terroristen nicht unkontrolliert ins Land zu lassen und in unserem Land unsere Gesetze durchzusetzen.

Ich habe Frau Merkel schon länger nicht für eine besonders vorbildliche Christin gehalten, aber ich tue es jetzt noch weniger. Sie weiß – jeder weiß es -, dass sie letztes Jahr dafür gesorgt hat, dass Deutschland jetzt – wie soll man es am besten ausdrücken? – weniger sicher ist. Ich weiß nicht, aus welchem Motiv heraus. Um als die Humanität in Person dazustehen? Ich weiß es nicht, und ich habe nicht über die Seele eines anderen Menschen zu urteilen. Aber ich denke, dass es ihr – jedenfalls für den Fall, dass sie sich als Christin verstehen sollte – in jedem Fall, auch im Fall eines ehrlichen Irrtums (denn sie als Regierungschefin hätte es besser wissen müssen), besser anstünde, zu sagen, „Ich habe einen folgenschweren Fehler begangen und erbitte die Verzeihung der Bürger, die ich schlecht vertreten habe. Ich verspreche, alles zu tun, was in meiner Macht steht, um meinen Fehler wieder gutzumachen“, als so zu reden, wie sie es zurzeit tut. Ja, ja, sie hat auf Druck der CSU ihre Politik in der Praxis schon etwas zurechtgerückt, und ja, eine Regierung unter ihr ist immer noch eine um Welten bessere Wahl als eine rot-rot-grüne Regierung es wäre (nebenbei: hält es eigentlich niemand sonst für ein Problem, wenn eine der Regierungsparteien lieber mit einer Partei regieren will, die vor dreißig Jahren noch in einer Diktatur herrschte, als mit ihrem derzeitigen Koalitionspartner?), und wenn ich in einem anderen Bundesland leben würde, würde ich notgedrungen CDU wählen, aber: sie hat nie auch nur offen zugegeben, zumindest im Irrtum gewesen zu sein. Das lässt bei mir einfach nur den Eindruck zurück, dass sie die Tugenden der Einsicht und der Demut nicht besitzt. Sorry, aber ist so. Ist es so viel verlangt, diese Tugenden von seinen (einer dem Namen nach christlichen Partei angehörenden) Volksvertretern zu erwarten? Sünde lässt sich vergeben. Unbußfertigkeit macht einen nur wütend.

Habe ich Angst? Ja, natürlich habe ich gelegentlich Angst. Ja, ich bin seit letztem Januar vorsichtiger dabei, im Dunkeln allein nach draußen zu gehen. Ja, ich habe Angst, wenn ich lese, was der IS den Christen, den Jesiden und anderen Gruppen im Nahen Osten antut. Ich habe Angst, wenn ich daran denke, was Mohammed zu seinen Lebzeiten so alles getan hat. Vor einer Bedrohung Angst zu haben, ist manchmal aber auch nicht immer das Allerdümmste.

Ich möchte unserer Kanzlerin einen Vorschlag für ihre nächste Rede machen. Liebe Frau Merkel, von „Betroffenheit“ haben wir irgendwann genug. Und von „tiefer Trauer“ ebenso. Wie wäre es mit: „Wir werden die bekämpfen, die unschuldige Menschen bedrohen und töten. Wir werden alles tun, um unsere Bürger vor weiteren solchen Verbrechen zu schützen, wie sie in Würzburg, in Ansbach und in Berlin vor der Gedächtniskirche geschehen sind. Wir rufen alle friedliebenden Muslime dazu auf, in unserem Kampf gegen diese terroristischen Verbrecher an unserer Seite zu stehen. Wir rufen alle Sympathisanten und Helfer des Terrors selbst auf, zu überdenken, auf welchem Weg sie sich befinden, und zu bereuen, was sie getan haben oder zu tun planen. Wir sagen allen, die meinen, ihrem Gott zu dienen, indem sie Gottes Geschöpfe abschlachten, hiermit: Wir werden nicht vor ihnen kapitulieren, egal, was uns dieser Kampf kosten wird.“ Einverstanden, Frau Merkel?

Herr Jesus Christus, der du für alle Menschen gelitten hast, gestorben und auferstanden bist, wir bitten dich:

  • für die Seelen derer, die beim Anschlag in Berlin ihr Leben verloren haben.
  • für ihre Angehörigen und Freunde.
  • für den, der ihnen dieses Leid zugefügt hat; dass er umkehren möge.
  • für die Polizisten, Soldaten und Verfassungsschützer, die sich in Gefahr begeben müssen, um den Täter zu fassen, und die uns vor Terror zu schützen versuchen.
  • für alle, die auf der Welt vom Terror bedroht sind, gegen den Terror kämpfen oder selbst Terror verbreiten: hilf ihnen und führe sie zu dir..

Amen.

[Ach ja: Einen guten Kommentar zu dem Thema hat meiner Meinung nach auch Marco Gallina: http://www.marcogallina.de/2016/12/20/unbegreiflich/ und http://www.marcogallina.de/2016/12/21/die-fragen-des-popen/ ]

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