„Krank“ und „gestört“: Über Vorurteile und Mitleidlosigkeit

(Ein paar Gedanken, die vielleicht ein bisschen unsortiert sind.)

Als jemand, der sowohl eine körperliche chronische Krankheit als auch eine psychische Störung hat, finde ich es, na ja, ziemlich scheiße, dass die beiden Wörter „krank“ und „gestört“ öfter einmal als Schimpfwörter anstatt als Beschreibungen eines nicht selbst gewählten Zustands verwendet werden.

Vorurteile gegen psychische Krankheiten sind hoch, man mache sich nichts vor. (Und nein, die Welt besteht nicht nur aus Berliner G’studierten (pardon: Studierenden), die Masterarbeiten über microaggression, male privilege und Trans*-Identitäten voller Kommafehler und nebulöser Fremdwörter schreiben und sich beständig bewusst sind, ja niemandem auf die Zehen zu treten.)

Wenige Menschen haben Probleme damit, auch flüchtigen Bekannten mitzuteilen, dass sie gerade eine Erkältung haben oder ihr Insulin nehmen müssen, weil sie an Diabetes leiden, aber mit psychischen Problemen vertraut man sich bestenfalls engen Familienmitgliedern oder wirklich guten Freunden an, falls man sich nicht zu sehr dafür schämt, um sich überhaupt jemandem anzuvertrauen. Das gilt schon für Zwangsstörungen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörungen oder Depressionen, aber sicher erst recht für Krankheiten, die genuin als „Verrücktheit“, „Wahnsinn“ oder „Geistesgestörtheit“ durchgehen würden, da sie z. B. phasenweise mit Halluzinationen einhergehen können, wie Psychosen oder Schizophrenie. (Natürlich lassen sich schwere psychische Krankheiten generell allerdings schwieriger verbergen, weil es den Betroffenen schwieriger fällt, in ihren schlechten Phasen ein „normales“ Verhalten an den Tag zu legen, aber das ist wiederum ein Thema für ein anderes Mal. Aber zum Beispiel eine noch einigermaßen kontrollierbare religiöse Zwangsstörung, wie ich sie habe, vor seinem Umfeld zu verbergen, fällt tatsächlich nicht soo arg schwer. Familienmitglieder, Bekannte oder Kommilitonen muss man ja nicht in seinen Kopf lassen, oder in sein Zimmer, wenn man gerade am Heulen ist, und die krampfhaft detaillierte Aufzählung, die man gelegentlich im Beichtstuhl dem Priester gegenüber liefert, bekommen sie auch nicht zu hören.)

Eine psychische Krankheit wie eine Depression oder eine Zwangsstörung gilt oft mehr als moralisches Versagen anstatt als eine „richtige“ Krankheit auf derselben Stufe wie Schnupfen, Grippe oder Krebs – man soll sich doch bitte nicht so anstellen, oder so. Ja, es stimmt, dass die Abgrenzung zwischen psychischer Gesundheit und moralischem Leben schwieriger ist als die zwischen körperlicher Gesundheit und moralischem Leben, aber eine psychische Störung ist eine Krankheit – sie hat Ursachen, die man nicht kontrollieren kann, nicht nur solche, die in der Umwelt liegen (wie traumatische Erlebnisse), sondern auch körperliche (d. h. neurologische), die auch genetisch bedingt sein können, – deshalb können ja auch Medikamente und gegebenenfalls sogar Ernährungsumstellungen in gewissem Umfang gegen psychische Störungen helfen – und sie kann jeden treffen. Sie ist da, ob man sie will oder nicht; sie kann chronisch sein, phasenweise verlaufen oder irgendwann ganz heilen. Eine klinische Depression zum Beispiel ist ganz einfach nicht dasselbe wie Traurigkeit und Trübsalblasen. Depressive Menschen müssen äußerlich gesehen nicht einmal einen bestimmten Anlass zur Traurigkeit haben; auch wenn man eine liebende Familie und einen guten Job hat, kann man eine Depression bekommen.

Unglücklicherweise werden aber sogar auch noch körperliche Krankheiten gelegentlich wie moralische Übel behandelt. Wenn in diversen Filmen suggeriert wird „Sei stark, besiege den Krebs!“ oder „Sie ist eine Kämpfernatur, sie wird die Operation schon überstehen“, dann wird hiermit praktisch die Möglichkeit ausgeschlossen, dass auch willensstarke Menschen einer Macht außerhalb ihrer selbst unterliegen könnten; kurz gesagt: Wer stirbt, ist irgendwie ein bisschen auch selber schuld. Ein Opfer zu sein: das gilt als persönliche Schwäche, nicht als objektiver Zustand. Und noch etwas: Bei körperlichen Krankheiten gibt es auch so etwas wie die „würdevollen“ und die „würdelosen“ Krankheiten: Eine chronische Darmkrankheit, ein eiterndes Hautleiden, Sabbern, ein juckender Pilz im Genitalbereich, Erbrechen, das ständige Hochhusten von Schleim und dergleichen sind würdelose Krankheiten, die man eher einmal für sich behält (oder behalten würde, wenn möglich), um zu vermeiden, mit dem Ekel oder der Verachtung anderer konfrontiert zu werden. Migräne, Fieber, Diabetes, Herzerkrankungen oder gebrochene Knochen sind dagegen würdevolle Krankheiten, von denen man anderen ohne Bedenken erzählen kann. [Das heißt nicht, dass sie an sich weniger leidvoll für den Betroffenen sind als die würdelosen Krankheiten.]

Das sind Symptome dieses hässlichen, verzweifelten Perfektionismus mit seiner Verachtung für alles Schwache, Missgestaltete, Erbärmliche. Er kann ziemlich viele Erscheinungsformen annehmen. Die Vorstellung, man müsse nur an sich glauben, dann werde man auch Erfolg haben; die esoterische (fernöstliche?) Überzeugung, alle Probleme seien nur Illusionen eines schlecht fokussierten Geistes, der ein bisschen mehr Meditation nötig hat; die (in Amerika so beliebte) Behauptung, wenn man etwas nur wirklich wolle, werde man es auch schaffen, die Tatsache, dass die Protagonisten in Filmen und Romanen, insbesondere die weiblichen, in aller Regel gut auszusehen haben – das alles sind Erscheinungen dieser unmenschlichen Lebenseinstellung. Leider kann ich sehr gut verstehen, wieso sie so weit verbreitet ist: Man hegt den verzweifelten Wunsch, sie möge wahr sein. Die Vorstellung, dass, sagen wir mal, ein hässlicher, missgestalteter Mann, der in einem Slum zwischen Abwässerkanälen haust, von Bandwürmern, Hautkrankheiten und einem Tumor geplagt ist und wegen einer geistigen Behinderung kaum ein Wort hervorbringt, selbst einfach nichts an seiner Situation ändern kann; kurz, die Vorstellung, dass es auf dieser Welt Dinge gibt, die schrecklich sind und denen man ohne die Hilfe anderer Menschen (und glücklicher Umstände) hilflos ausgeliefert wäre – das ist eine grauenvolle Vorstellung. Die Vorstellung, ein Opfer zu sein, ist schlimm, also redet man sich ein, dass es so etwas wie ein völlig hilfloses Opfer nicht gäbe und man in jeder Situation noch irgendetwas machen können müsse. Und damit sagt man leider gegebenenfalls gleichzeitig auch, dass die, die nichts gegen ihre eigene Not tun, zu faul oder zu feige dazu sind.

Dieser Perfektionismus präsentiert in Zeitschriften und im Internet Fotos von schönen, lächelnden Menschen mit glänzendem Haar und elegant-lässig sitzender Kleidung, von weiß gestrichenen Gartenschaukeln, hübsch geschmückten Christbäumen, unter denen zwei oder drei süße Kinder liebevoll verpackte Geschenke aufreißen, und Sonnenuntergängen hinter dem Meer, davor die schattenhaften Silhouetten zweier liebend umeinander geschlungener Menschen, selbstverständlich beide dünn und wohlproportioniert. In diesem Perfektionismus haben beständiger familiärer Unfriede, altersstarre demenzkranke Pflegeheimbewohner, die tagtäglich gewickelt werden müssen, picklige blasse Teenager ohne Selbstbewusstsein, Menschen, die andauernd Medikamente gegen Durchfall und Blähungen schlucken müssen, weil ihr Darm verrückt spielt, Menschen, die mit Selbstmordgedanken kämpfen und schon zum dritten Mal ins BKH eingewiesen wurden, übergewichtige, arbeitslose Mütter, die mit ihren verhaltensgestörten Kindern überfordert sind, seit deren Vater sie sitzengelassen hat, und dergleichen mehr keinen Platz. Selbst wenn man mal so tut, als würde man „rauere“ Seiten der Wirklichkeit zeigen, schönt man immer wieder noch auf geradezu lächerliche Weise. (Nur mal so ein beliebiges Beispiel: Ich erinnere mich an einen amerikanischen Film, so eine typische Romantic Comedy, in der es ein Upper-Class-Paar aus New York aufs Land irgendwo in den Mittleren Westen verschlägt; an einer Stelle ist ein kleiner Stall zu sehen, dessen Besitzer sich darin hobbymäßig drei Kühe halten; und unter den Hufen der Kühe liegt nicht nur kein Stroh, sondern es ist auch (ernsthaft!!) im ganzen Stall kein einziges bisserl Kuhscheiße zu sehen. Bloß blanke Holzdielen. Sorry, aber ich weiß ziemlich genau, dass es auch im reinlichsten Stall so nicht aussieht.)

Ja, ich verstehe an sich schon, dass man in der Pfarrzeitung lieber ein Bild von lächelnden Jugendlichen auf der letzten Romfahrt zeigt und ein paar Witze unterbringt, anstatt über die Seelsorge für Angehörige von Suizidopfern zu schreiben – ja, ich verstehe schon, dass man die Realität gerne ein bisschen schöner präsentieren will, als sie ist. Aber Wunschdenken läuft nun einmal Gefahr, im Endeffekt auf Unmenschlichkeit hinauszulaufen. „Dumm“, „hässlich“, „krank“, „gestört“ und „behindert“ werden zu Schimpfwörtern, obwohl sie Dinge bezeichnen, für die Menschen nichts können; Mitleid wird zum Tabu, mit Verachtung gleichgesetzt („Ich will kein Mitleid!“).

Ich würde sicher nicht sagen, dass das nur eine Versuchung unserer Tage wäre; im Gegenteil, es ist eine ewige, und im 19. Jahrhundert beispielsweise ist sie ebenso leicht zu erkennen wie in den 1950ern (man denke an die ganzen zuckersüßen Kärtchen, Zeitschriften oder Filme voller Blümchen und Schleifchen, glücklichen, adretten Hausfrauen, goldlockigen Kindern und anrührenden Romanzen), und natürlich etwa in der Nazizeit mit ihrer brutalen Rassenideologie und Eugenik auch (wenn auch hier auf andere Weise). Aber ich habe das Gefühl, dass ihr in einem bestimmten Zeitalter, nämlich im Mittelalter, zumindest stärkerer Widerstand entgegengesetzt wurde als etwa in den letzten 200 Jahren. Demut, die Anerkennung seiner eigenen Armseligkeit, Mitleid und Barmherzigkeit zählten in dieser angeblich so dunklen Zeit zu den am meisten gepriesenen Tugenden; man war davon überzeugt: „Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm.“ Betteln war keine Schande, und wenn ein König sich in Bußgewänder hüllte und seine Sündhaftigkeit bekannte, dann galt das als lobenswert. Die Haltung, die z. B. sagt „Ich will kein Almosen!“ hätten die Mönche der damaligen Zeit als verwerflichen Hochmut betitelt. Was ist so schlimm daran, Hilfe anzunehmen, wenn man sie braucht? Die Menschen im Mittelalter dachten viel solidarischer. Heute scheint es manchmal als oberstes moralisches Gebot zu gelten, sich nicht in das Leben anderer einzumischen; und solange man andere nicht direkt schädigt, darf man mit sich selbst ja wohl tun, was man will. Eine Verpflichtung, tatsächlich etwas für andere zu tun, und ein Bewusstsein dafür, dass selbstzerstörerisches Verhalten auch der Gemeinschaft schadet, ist dabei völlig abwesend. Dieser Individualismus ist eine Pest.

Natürlich überzeichne ich hier; natürlich gibt es auch heutzutage gute Entwicklungen; es gibt in jeder Zeit Gutes und Schlechtes nebeneinander. Es ist sehr schön, wenn sich z. B. jetzt so stark darum bemüht wird, Behinderte nicht als eine Art eigene Spezies zu sehen, sondern ihnen „Teilhabe“ zu ermöglichen, und dass Menschen mit einer Schizophrenie oder Psychose nicht mehr über Jahre oder Jahrzehnte in der „Irrenanstalt“ weggesperrt werden. Es gibt tatsächlich in dieser Hinsicht sehr, sehr positive Entwicklungen seit ein paar Jahrzehnten, auch wenn ihnen die ewige menschliche Versuchung zum Perfektionismus entgegensteht. Es gibt aber auch ein paar schlechte Dinge, die sich da hineinmischen – zum Beispiel, dass es schon beinahe wieder als beleidigend gilt, zu sagen, dass Menschen mit einer Behinderung oder Störung einfach objektiv gesehen in mancher Hinsicht behindert oder gestört oder Menschen mit einem geringeren IQ einfach weniger intelligent sind, d. h. dass sie weniger können. (Im Englischen etwa wird ernsthaft der Ausdruck „differently abled“ statt „disabled“ für Behinderte probiert.) Man übernimmt die implizite Annahme, dass es eine Schande sei, schwach zu sein und Dinge nicht zu können und muss daher zwangsläufig betonen, wie viele Dinge z. B. Behinderte oder Kranke doch noch können, vielleicht sogar besser als Nicht-Behinderte oder Gesunde. (Natürlich ist es an sich gut, wenn man das betont; nur einer der Gedanken, die dahinter stehen – dass man es betonen muss, weil es sonst eine Herabwürdigung der Personen wäre – behagt mir absolut nicht. Denn auch der am stärksten Behinderte, der sich kaum bewegen, sprechen oder denken kann, ist schließlich nicht weniger wert als irgendein hochintelligenter Paralympicssieger.)

Natürlich sind auch die Christen nie frei von den Sünden, die in der Menschheit so umgehen, und ich finde, in den letzten paar Jahrzehnten (v. a. in der Zeit der nachkonziliaren Krise) war die Kirche oft ein bisschen (oder viel) zu sehr damit beschäftigt, sich als aufgeklärt, modern und auf der Höhe der Zeit darzustellen, kurz, ihr Image zu pflegen, anstatt sich wirklich darum zu bemühen, allen Menschen, die diese so dringend benötigen, die rettende Botschaft der Liebe Gottes zu bringen. Und auch auf der konservativen Seite gibt es gleichermaßen scheußliche Manifestationen des Perfektionismus – etwa bei Menschen, die Aussagen treffen wie „Jesus war auch nicht immer nett und lieb“ oder „Christentum ist nichts für Weicheier“ und genervt sind, wenn „zu viel“ über Barmherzigkeit und Güte gepredigt wird anstatt über Sünde, Hölle und Gericht. Der Botschaft des Mannes, der sagte „Lasset die Kinder zu mir kommen“ oder „Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“ oder „Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?“ oder „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“, der Kranke und Aussätzige heilte, am Grab des Lazarus weinte und sich schließlich geißeln, verspotten und kreuzigen ließ, ist diese Einstellung jedenfalls nicht deckungsgleich. Einer solchen höllenaffinen, sofort urteilenden Einstellung muss man die Güte, Milde und Demut von Menschen wie Benedikt XVI. entgegensetzen. Ja, jeder Teil der Menschheit hat sein Problem mit der Mitleidlosigkeit.

Und ja, ich weiß, dass es Übertreibungen in beide Richtungen gibt. Natürlich ist man den allermeisten Schicksalsschlägen nur zum Teil ausgeliefert und kann – und muss! – immer noch selbst einiges gegen sie unternehmen. Natürlich ist es auch lobenswert, wenn man sich bemüht, seine Probleme erst einmal selbst zu lösen. Und ja, Selbstmitleid hilft einem bei Problemen auch nicht viel weiter, und ja, es gibt auch Menschen, die mehr oder weniger „gewollt“ unglücklich sind und Zwang über andere ausüben, indem sie deren Mitleid erpressen. Und ja, ich weiß, es gibt auch fehlgeleitetes Mitleid, das im Endeffekt mehr schadet als nützt (so z. B., wenn früher massenweise Altkleider nach Afrika verschifft wurden und damit nur dafür gesorgt wurde, dass die einheimischen Hersteller von Kleidung pleite gingen); aber das Problem bei solchem fehlgeleiteten Mitleid ist ein Mangel an Klugheit, nicht ein Zuviel an Mitleid; und wenn das Mitgefühl echt ist, sollte man sich auch die Zeit und Mühe machen, Klugheit walten zu lassen und herauszufinden, was denn konkret die praktischste und wirksamste Möglichkeit zur Hilfe wäre. Ebenso ist es auch kein richtig verstandenes Mitleid, so zu tun, als wären die Gebote Gottes ein Hindernis der wahren Barmherzigkeit – das genaue Gegenteil ist der Fall, sie ermöglichen und befehlen Barmherzigkeit gerade erst. Natürlich ist die Lösung gegen Perfektionismus und Schönfärberei auch nicht, stattdessen die ganze Welt schwarz zu malen; nein, es geht gerade darum, Hoffnung und Liebe in die Dunkelheit zu bringen. Man darf die schlechten und die schönen Seiten des Lebens so sehen, wie sie sind, und dafür kämpfen, dass die schönen mehr werden. Jedenfalls, um zum eigentlichen Punkt zurückzukommen, es sollte in einer guten Freundschaft, Familie oder auch Kirchengemeinde einfach möglich sein, andere um Hilfe zu bitten, wenn man sie nötig hat. Es sollte allgemein kein Problem sein, Hilfe anzubieten und anzunehmen. Es sollte kein Problem sein, zu sagen: „Du tust mir richtig leid!“ oder „Das ist wirklich schlimm!“ oder „Mir geht es schlecht“. Es sollte selbstverständlich sein, zuzuhören und das Leid anderer nicht lächerlich zu machen oder herunterzuspielen, sondern es einfach zur Kenntnis zu nehmen und Mitgefühl zu zeigen.

Mitleid ist nicht Verachtung, sondern Mitleiden, Mitfühlen („weinen mit den Weinenden und sich freuen mit den Fröhlichen“). Krankheit ist keine Schande, ob physisch oder psychisch. Wenn man unglücklich ist, muss man sich nicht schämen. Anzuerkennen, dass Leid da ist, macht es auch nicht schlimmer.

 

Zuletzt, damit es in diesem Beitrag doch noch ein wenig zu lachen gibt, ein ziemlich gelungenes Video von Lutheran Satire zum „Prosperity Gospel“ – der wahrscheinlich amerikanischsten (und damit natürlich ziemlich verdrehten und gruseligen) Form des Christentums, die es auf der großen weiten Welt gibt, und die davon ausgeht, dass Gott denen, die wirklich an ihn glauben, zwangsläufig auch Erfolg, Wohlstand und Glück bringen wird:

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