Es ist Valentinstag!

Zum hl. Valentin (gest. um 268) gibt es verschiedene Überlieferungen. Er soll Kranke geheilt, unerlaubt christliche Trauungen vorgenommen und mit Kaiser Claudius über den christlichen Glauben diskutiert haben, ehe er das Martyrium durch Enthaupten erlitt. (Im Zuge der Liturgiereform wurde er allerdings aus dem liturgischen Kalender gestrichen, weil er zu den Heiligen gehört, deren Leben und Taten historisch ungesichert oder schwer greifbar sind.) Ein großes Vorbild der Glaubensstärke, und Patron der Jugendlichen, Reisenden und Imker, bei Wahnsinn, Epilepsie und Pest. Ach ja, und der Liebenden und Verlobten auch noch. Wer also an Epilepsie leidet, wer einen guten Honigertrag wünscht oder wem es um eine gute Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe gelegen ist, der möge den heiligen Valentin anrufen.

Der heilige Valentin(Ölmalerei von Leonhard Beck, um 1510)

(Leonhard Beck, Der Heilige Valentin, um 1510. Der Heilige ist hier mit einem kranken Kind dargestellt.)

(Sehr coole Beiträge zum Valentinstag („Meanwhile, in Heaven“) hat übrigens Jason Bach in den letzten Jahren gebracht: http://www.jasonbachcartoons.com/catholic-01.html   http://www.jasonbachcartoons.com/catholic-13.html   http://www.jasonbachcartoons.com/catholic-21.html )

Außerdem ist heute auch noch der Gedenktag der Heiligen Kyrill und Method, zweier aus dem Oströmischen Reich stammender Brüder, die im 9. Jahrhundert zu den Aposteln der Slawen wurden. Sie schufen ein eigenes Alphabet und eine eigene Liturgie in Altkirchenslawisch, die von Papst Hadrian II. bestätigt wurde; tatsächlich sind sie so ziemlich die Begründer der slawischen Schriftkultur. 1980 wurden sie vom hl. Papst Johannes Paul II. zu Mitpatronen Europas ernannt (zusammen mit Benedikt von Nursia).

(Kyrill und Method, Wandgemälde im Kloster Trojan in Bulgarien)

(Fun fact: „Gott, der will, dass alle zu Erkenntnis der Wahrheit kommen, hat deinen Glauben gesehen und hat eine Schrift für eure Sprache geoffenbart, damit auch ihr zu den großen Völkern hinzugefügt werdet, die Gott in ihrer eigener Sprache preisen. So senden wir dir den, dem es Gott geoffenbart hat, einen ehrbaren, rechtgläubigen und gelehrten Mann, einen Philosophen. Nimm diese Gabe an, die größer und ehrbarer ist als Gold, Silber und Edelsteine.“ Das steht laut Wikipedia in dem Brief, den der oströmische Kaiser Michael III. als Antwort auf den Brief des Fürsten Ratislav von Großmähren, in dem dieser um einen Bischof und Lehrer des christlichen Glaubens gebeten hatte, schickte. Aber wir wissen natürlich, dass vor dem tapferen Martin Luther die Kirche alle Völker in Unwissen halten wollte und nie geduldet hätte, dass Völker in ihrer eigenen Sprache Gott preisen. (Ja, ich muss in jedem zweiten Beitrag hier auf Lutherlegenden herumhacken. Ist was Persönliches.))

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s