Haltet euch von den fiesen Weibern fern!

Es gibt im Katholizismus ein Prinzip, das man früher „Die Ägypter ausplündern“ (frei nach Exodus 11,35f.) nannte; gemeint ist, Dinge, die an sich gut oder zumindest teilweise gut sind, aus nichtchristlichen Kulturen aufzunehmen und sie im christlichen Sinne zu adaptieren. Diesem Prinzip sind z. B. Weihnachtsbäume, die scholastische Philosophie oder christliche Rockmusik zu verdanken. Wie man an letzterem Beispiel sieht, kann die christliche Adaption auch schiefgehen und zu einer lahmen Nachahmung werden; das Prinzip wird nicht immer richtig angewandt.

Und dann gibt es auch wieder Fälle, in denen es gar nicht angewandt werden sollte. Manchmal können die Ägypter ihren Scheiß auch behalten.

Die MGTOW-Bewegung (Men going their own way), über die der Cathwalk hier berichtet (https://www.thecathwalk.de/2018/03/08/mgtow-geschlecht-charakter/) wäre ein solcher Fall. André Thiele, der Autor dieses Artikels, möchte offensichtlich Impulse aus dieser säkularen Männerbewegung aufnehmen und im christlichen Sinne umdeuten. Leider funktioniert das nicht so ganz.

Die MGTOW-Bewegung stellt fest: Der Feminismus hat gesiegt, Frauen beherrschen die Welt, Männer werden unterdrückt, sind überall in der Gesellschaft benachteiligt, dürfen sich nicht mehr äußern, und werden für jedes Kompliment zu Vergewaltigern erklärt. André Thiele stellt fest: „Der Mann ist das Schlachtvieh der Moderne.“ Er fährt fort: „Die MGTOW-Männer reden von ‚Schlampen‘ und Schlimmerem, und das soll man nicht lieben – aber soll man es tadeln?“ Nun ist ein solcher Satz nicht gerade logisch. Wenn man etwas nicht lieben „soll“, folgt daraus, dass es nicht gut ist, und was nicht gut ist, „soll man […] tadeln“. Aber Thiele arbeitet offensichtlich nach dem Prinzip Wie du mir, so ich dir: „Ausgerechnet in einer Zeit, die kein Wort kennt, das zu brutal und zu vulgär wäre, wenn es nur gegen Männer geht?“ Die Frauen unterdrücken die Männer, die Männer dürfen sich das nicht mehr gefallen lassen. Also sollen sie sich einfach einer Welt entziehen, in der Männer und Frauen zusammenleben.

„Am schnellsten wächst die ‚going monk‘-Gruppe. Diese Männer gehen keinerlei sexuelle Beziehungen zu Frauen mehr ein und vermeiden auch zunehmend jeden gesellschaftlichen Umgang mit ihnen. Ein Teil radikalisiert sich weiter und verbindet sich mit der ‚NoFap‘-Gruppe, die ursprünglich nicht zu MGTOW gehört, und meidet auch Pornographie und Onanie.“

Na, da sind wir Frauen aber enttäuscht. Ich weiß ja nicht, wie es anderen Frauen geht, aber ich kann doch ganz gut damit leben, wenn Männer keine Pornos schauen. (Das als Radikalisierung zu bezeichnen, ist freilich etwas tragikomisch, und sagt einiges über die Normalität von Pornographie in unserer Gesellschaft aus.) Aber MGTOW ist eben eine Verschwörungstheorie: „Die“ Frau kontrolliert „den“ Mann, indem sie sich seine sexuellen Triebe zunutze macht. Sie macht ihn von sich abhängig und damit zu ihrem Sklaven. Also muss er sich von seinen Trieben lösen und kann somit endlich frei leben. Es gibt keine individuellen Menschen, sondern finstere, alles durchdringende Herrschaftstrukturen. Auf die Idee, dass Pornographie ganz im Gegenteil zum Nachteil von Frauen wirken könnte – z. B. indem Männer sich an Frauen degradierende Hardcore-Pornos gewöhnen und von ihren Freundinnen verlangen, dasselbe, was die Porno-Darstellerinnen tun, im Schlafzimmer nachzustellen – , kommt man hier offenbar gar nicht. Ebenso wenig, wie ein MGTOW-ler auf die Idee kommen würde, dass eine Frau vielleicht Besseres zu tun haben könnte, als sich ihn zu unterwerfen. Frauen sind einfach herrschsüchtige Biester, die kann man auch nicht ändern. Da kann man nur drauf hoffen, dass der technische Fortschritt sie überflüssig macht: „Wie die Mönche-Gruppe sich nach der Einführung der sog. ‚FemBots‘ genannten Gynoiden verhalten wird, die für die kommenden 10 bis 20 Jahre zu erwarten ist, wird man abwarten müssen.“ Würg.

Die MGTOW-Bewegung baut auf einem Körnchen Wahrheit auf: Es gibt tatsächlich männerfeindliche Feministinnen (auch wenn der Mainstream-Feminismus eher der Ansicht ist, dass „patriarchale Strukturen“ beiden Geschlechtern schaden, und man einfach Gleichberechtigung – oder Gleichstellung, was nicht dasselbe ist – erreichen sollte, die für alle am Ende am besten sei). Es gibt auch Frauen wie Sawsan Chebli, die es für Sexismus halten, wenn man ihnen sagt, sie seien „schön“. Aber die Männer, die durch die Metoo-Bewegung wirklich zu Fall kamen, sind eben keine Männer, die bloß einer Frau gesagt haben, sie sei schön, sondern Männer wie Harvey Weinstein, die sich in Sachen sexueller Belästigung und womöglich auch Vergewaltigung offensichtlich einiges haben zuschulden kommen lassen. Es gibt auch Bereiche der Gesellschaft, in denen Männer tatsächlich den Kürzeren ziehen – der Text erwähnt die Selbstmordrate als Beispiel (80% der Selbstmorde betreffen Männer), und die Tatsache, dass Männer wesentlich häufiger als Frauen von schweren Arbeitsunfällen betroffen sind. Aber das zweite Beispiel ist freilich ebenso lächerlich wie das Jammern auf Feministinnen-Seite über die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen – die Lohnlücke entsteht dadurch, dass Frauen sich häufiger für schlechter bezahlte Berufe, etwa im sozialen Bereich, oder für Teilzeitjobs entscheiden, und das ist ihre freie Entscheidung; und ebenso entsteht das Ungleichgewicht bei den Arbeitsunfällen dadurch, dass Männer sich häufiger für anstrengende und gefährliche Berufe entscheiden, und es ist die freie Entscheidung eines jeden Mannes, ob er Dachdecker oder doch lieber Erzieher werden will. Hier zeigen sich nur die Nebenwirkungen natürlicher Präferenzen. Der Text erwähnt auch Selbstmorde nach Scheidung oder Trennung – und es stimmt, dass etwa in Sorgerechtsstreitigkeiten nach Scheidungen im Regelfall den Frauen das Sorgerecht zugesprochen wird. Aber andererseits stimmt es eben auch, dass z. B. Frauen, die unehelich schwanger werden, sehr leicht vom Vater des Kindes im Stich gelassen werden und oft keinen Unterhalt erhalten. Hier sind wieder die Frauen deutlich schlechter dran. Worauf ich hinaus will: Wir haben in Deutschland eine relativ gleichberechtigte Gesellschaft – anders sieht es in anderen Gesellschaften aus, wo noch Zwangsehen, Kinderehen und Genitalverstümmelung existieren – , aber auch in dieser Gesellschaft kommt es an verschiedenen Stellen mal zur Benachteiligung von Männern, mal zur Benachteiligung von Frauen. Manchen dieser Benachteiligungen lässt sich abhelfen, anderen nicht. Die Tatsache, dass Frauen mit der Fortpflanzung wesentlich mehr Mühe haben, ist biologisch gegeben und lässt sich nicht ändern. Die Tatsache, dass Frauen im Durchschnitt weniger verdienen, entsteht durch ihre eigenen Präferenzen. Die Tatsache, dass Frauen häufiger unter sexueller Belästigung leiden als Männer, entsteht nur durch das Belästigen, das die Täter auch bleiben lassen könnten. Ähnlich bei den Männern: Männer neigen von Natur aus mehr zu Extremen, also ist es vielleicht nicht allzu verwunderlich, dass sie häufiger Selbstmord begehen oder auch obdachlos sind; aber manchen Ursachen dafür könnte man vielleicht trotzdem abhelfen, ebenso, wie man drauf schauen könnte, ob in unserem Schulsystem Mädchen und Jungen pädagogisch passend gefördert werden. Die MGTOW-Bewegung sieht einige reale Nachteile von Männern, ohne sich um deren Ursachen zu kümmern, bauscht sie zu lächerlicher Größe auf, und übersieht die Nachteile der Frauen. Dass da beim ein oder anderen Anhänger der Bewegung eine Enttäuschung, dass eine Frau nichts von ihm wissen wollte, mitspielen könnte, kann man sich gut vorstellen.

Man fragt sich doch, was für eine Vorstellung haben solche Leute von funktionierenden Beziehungen (auch wenn sie meinen, heutzutage könnte man keine Frau mehr für eine solche finden)? Wie würde ihre ideale Frau, ihre ideale Beziehung aussehen? Sollte es nicht ideal sein, dass in einer Beziehung beide Partner gleichzeitig daran arbeiten, für den anderen ein guter Partner zu sein und auf ihn einzugehen, sich dabei aber auch nicht verbiegen? Wieso sollte es schlecht sein, wenn man mal was für seinen Partner tut?

Am Ende kommt Thiele darauf, was das alles nun für Katholiken heißen soll. Hier zitiere ich einen längeren Abschnitt:

„Aber vielleicht geht dieser Vorgang Katholiken einfach gar nichts an? Haben wir nicht eine klare Dogmatik, was das Verhältnis von Männern und Frauen betrifft? Sind katholische Frauen nicht immun gegen die Versuchungen der feministischen Welt?

Katholische Frauen in der Moderne sind vor allem zunächst einmal moderne Frauen und verhalten sich weit überwiegend keinesfalls anders als nichtkatholische Frauen. Vor allem aber werden katholische Männer von ihrer Kirche und ihren Gemeinden weitgehend alleingelassen bei der Wahl ihrer Partnerinnen: die Frage nach der Tugendhaftigkeit einer Frau, mit der ein seinen Glauben lebender Mann sein gesamtes Leben verbringen soll, ist ein Tabu. Wer sie stellt, ist ein Erststeinwerfer, was neben dem Pharisäer und dem Sexisten das Schlimmste ist, was ein katholischer Mann heutzutage sein kann. Der Teufel selbst genösse in der Kirche von heute hohes Ansehen, wenn er sich Frauen verstehend, sie empowernd und ihnen gegenüber ‚vorurteilsfrei‘ äußern würde, wobei ‚vorurteilsfrei‘ dasjenige Vorurteil meint, das Frauen genehm ist, während ‚vorverurteilend‘ dasjenige Urteil ist, das ihnen nicht genehm ist. Unehelich schwangere Katholikinnen erfahren genau dieselbe Vorzugsbehandlung wie Heidinnen auch, eine im Stuhlkreis sozialisierte Priesterschaft winkt das ängstlich durch und eine Armee von unverheirateten Gemeindereferentinnen erklärt sie zu weltlichen Heiligen, denen jeder katholische Mann sein Glück zu opfern hat – denn genau darin besteht nach Ansicht dieser Frauen sein Glück.

Im Zeichen von ‚Weiberaufstand‘ und hoch promiskuitiven Frauen, die sich via McBeichte und Drive-Through-Katholizismus für ihren Fall das katholische Sahnehäubchen als Distinktionsmerkmal verschaffen, kann kein Mann ‚vertrauen‘.

Richtig aber ist, daß katholische MGTOW-Männer eine andere Perspektive haben als andere: sie haben eine jahrtausendealte Tradition der innerweltlichen Keuschheit, der sie sich überantworten können. Sie müssen nicht auf den sentimentalen Quatsch des ‚white knightings‘ hereinfallen, um einen historisch erprobten Begriff von Ritterlichkeit zu haben. Und sie können ihr Geschick eben vertrauensvoll ihrem Herrn anvertrauen, in dessen Hand sie geborgener sind als selbst die Gemeindereferentinnen in denen ihrer steuersubventionierten Diözese.“

Ich muss sagen, ich finde diese Abschnitte gruselig.

Zunächst mal zu den Versuchungen der feministischen Welt, denen die katholischen Frauen angeblich verfallen: Welche genau sollen das sein? Der Feminismus kann vor allem zwei wirkliche Errungenschaften vorweisen: Erstens, dass es normal für Frauen geworden ist, einen Beruf zu lernen, und damit im Leben nicht darauf angewiesen zu sein, dass sie einen Ehemann finden; zweitens, dass Frauen in der Gesellschaft mehr Gehör finden und Einfluss nehmen – z. B. durch das aktive und passive Wahlrecht, oder dadurch, dass sie jetzt auch an Universitäten repräsentiert sind. Es ist nicht gut, wenn jeder Frau, egal, wie ihre Lebensumstände und ihre Persönlichkeit aussehen, nur die Ehe als wirklich anerkannter Lebensweg offensteht; es ist auch nicht gut, wenn die Hälfte der Bevölkerung von öffentlichen Debatten ausgeschlossen bleibt. Natürlich kamen mit einer späteren Welle des Feminismus auch andere Forderungen auf, die die ersten Feministinnen abgelehnt hätten – sexuelle Befreiung, Recht auf Abtreibung, usw. Aber was genau davon lehnt André Thiele nun als Versuchungen ab?

Anscheinend vor allem die Promuiskuität; seine Angst ist, dass katholische Männer keine angemessen tugendhafte Frau mehr finden könnten. Was er unter „Tugendhaftigkeit“ versteht, wird gleich klar: Jungfräulichkeit. Unverheiratete Mütter etwa fallen von vornherein raus. Dass das nicht mehr viel mit dem Christentum zu tun hat, sondern eher mit außerchristlichen Vorstellungen von Ehre und Unversehrtheit, ist klar; im Christentum sind Sünden erledigt, wenn man sie gebeichtet hat. Wir haben genügend bekehrte Prostituierte in unserem Heiligenkalender (z. B. die hl. Afra). Aber André Thiele sieht das offenbar anders. Er ist auch der Meinung, dass wir unverheirateten Müttern deutlicher klarmachen sollten, dass sie unerwünscht sind; eine Sache wie „Frauen, die sich für ihr Kind entscheiden, unterstützen“ oder „Alle Menschen freundlich behandeln“ mag zwar ganz nett sein, aber man muss den Weibern ja schließlich auch klarmachen, wie sie sich zu verhalten haben und wann sie nichts mehr wert sind. Etwas lächerlich auch die Klage darüber, dass die Kirche die Männer im Stich ließe; sollten die Pfarreien vielleicht Tugendhafte-Jungfrauen-Vermittlungsstellen einrichten, damit kein Mann ohne passende Gattin bleiben muss?

Aber vor allem wird hier klar: Es geht um den Mann, der wählt. Bei der Ehe geht es für Thiele nicht um Gegenseitigkeit, nicht um zwei Menschen, die schauen, ob der jeweils andere ein guter Partner ist (also auch irgendwo „tugendhaft“) und zu ihnen passt, und sich dann für ein Leben mit ihm entscheiden. Die Frage nach der Tugendhaftigkeit des Mannes wird gar nicht erst gestellt. Männer brauchen ja schließlich keinen „sentimentalen Quatsch“, keine „Ritterlichkeit“, sie müssen sich anscheinend nicht anständig verhalten, um ihrer Partnerin würdig zu sein; Frauen dagegen müssen gucken, dass sie auch ja tugendhaft und unterwürfig genug sind.

Thiele geht weit, sehr weit über den handelsüblichen katholischen Antifeminismus hinaus, der hauptsächlich darin besteht, sich (zu Recht) über die Forderung nach einem „Recht auf Abtreibung“ oder die Herabwürdigung von Hausfrauen und Müttern aufzuregen. Er postuliert eine Konkurrenz, einen unvermeidbaren Kampf zwischen den Geschlechtern. Was soll das? Wir sind keine Feinde. Männer und Frauen sind aufeinander hingeordnet und beide nach dem Abbild Gottes geschaffen – so sieht nämlich die „klare Dogmatik“ der Kirche aus. Unsere großen Heiligen hatten kein Problem mit der Ehe oder auch mit Freundschaften zwischen Männern und Frauen (man denke an Franziskus und Klara von Assisi, Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal, oder Hieronymus und Paula und Eustochium (ja, das ist ein Frauenname)). Wenn sie auf die Ehe verzichteten, dann nicht, weil sie dem ach so fiesen Weibsvolk entkommen wollten, sondern weil es etwas Großes ist, „um des Himmelreiches willen“ auf gute Dinge zu verzichten. Von dieser Perspektive auf das Mönchtum scheint André Thiele keine Ahnung zu haben.

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12 Gedanken zu “Haltet euch von den fiesen Weibern fern!

  1. >>Diesem Prinzip sind z. B. Weihnachtsbäume […] oder christliche Rockmusik zu verdanken.

    Einspruch, das ist beim Weihnachtsbaum nicht bewiesen und die Rockmusik kommt entgegen allen Unkenrufen zweifelsfrei aus einer ziemlich christlichen, möglicherweise christlich-sündhaften, aber christlichen Kultur.

    (Habe so den Verdacht, daß ich Dir insgesamt aber zustimmen werden, hab Deinen Artikel noch nicht gelesen^^)

    1. Ich bin hier ja nicht der Gastgeber, insofern: ich hoffe, die Gastgeberin wird es mir nicht übel nehmen, wenn ich darauf hinweise,

      daß es im Sinne einer vernünftigen Debatte hilfreich wäre, sie sagten, was genau sie als Süffisanz beklagen und als Unterstellung bestreiten und verzichteten im übrigen beim Austausch von Argumenten auf das Aufbauen von emotionalem Druck à la „so schade“.

  2. Ich stimme übrigens tatsächlich großteils zu. (Die eventuell irgendwann noch mal zu machenden Anmerkungen beschränken sich im wesentlichen darauf, daß so viel schon stimmt, daß es tatsächlich nicht ganz einfach ist, heutzutage ein Mann zu sein. Womit ich übrigens gar keine Rankings à la „wer hat den größeren“ Batzen Leid zu ertragen aufmachen will, Leid ist Leid und Streß ist Streß.)

    1. Das stimmt natürlich (deswegen hab ich ja auch gesagt, es gibt tatsächlich männerfeindlichen Feminismus usw.). Es ist halt was ganz anderes, ob man auf ein paar reale Probleme hinweist oder ob man eine Bewegung lobt, die darauf aufbaut, die Gesellschaft mit den Frauen in Zukunft aufzukündigen.

      1. (Der männerfeindliche Feminismus war damit übrigens eher weniger gemeint. Das sind halt Gegner und Schluß, mit sowas kann man umgehen bzw. wenn man an ihnen scheitert hat man wenigstens einen Schuldigen.

        Ist aber nicht so wichtig.)

  3. Die „going-monk-Gruppe“, soso. Mönche (und Nonnen) wählen ihren Lebensstil nicht, weil sie beleidigte Leberwürste sind, sondern weil sie Gott lieben. Beleidigte Leberwürste als „going-monk-Gruppe“ zu bezeichnen, kann nur schaffen, wer keine Ahnung vom Zölibat hat.

  4. Übrigens noch als Nachtrag:

    >>Es gibt im Katholizismus ein Prinzip, das man früher „Die Ägypter ausplündern“ (frei nach Exodus 11,35f.) nannte.

    Wie ich uns Katholiken so kenne, wäre uns ein Einzelaspekt der Gesamterzählung in Exodus relativ wurscht gewesen, oder um es genauer zu sagen: hätte uns natürlich als Bestandteil der biblischen Geschichte interessiert, aber nicht so, daß wir ein Prinzip danach benannt hätten. Wenn nicht:

    Der Ausdruck „die Ägypter ausplündern“ meint natürlich historisch genau dieses Geschehnis, unmittelbar dürfte er aber ohne viel Zweifel zurückgehen auf

    „ooo vere beata nox, qui exspoliavit Aegyptos, ditavit Hebraeos“

    ein Vers, der bis zur Liturgiereform im Exsultet ziemlich an dessen Ende stand und der dann natürlich mit seinem Jubeln über eine erfolgreiche Plünderung den Christen von heute nicht zugemutet werden konnte.

    1. Das scheint mir auch sehr plausibel, nur frage ich mich, in welchen Sprachen einer solcher Ausdruck _katholisch_ verwendet wird, und seit wann. Im Englischen finden sich ein paar Artikel, meinst du die, Crescencia? Ich wüsste gern, wann das als Begriff aufgekommen ist.

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