Aus dem Denzinger: Das Konzil von Trient über die Ehe

Der „Denzinger“, genau genommen das „Enchiridion symbolorum definitionum et declarartionum de rebus fidei et morum / Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen“ ist eine ursprünglich von Heinrich Denzinger, in der um neue Dokumente erweiterten Fassung dann von Peter Hünermann, herausgegebene Sammlung von Glaubensbekenntnissen, Konzilsentscheidungen und päpstlichen Lehrschreiben im lateinischen/griechischen Original und in deutscher Übersetzung. Die Dokumente reichen vom Jahr 96 bis ins Jahr 2003 (in der 42. Auflage).

 Ich habe festgestellt, dass es ziemlich spannend ist, im Denzinger zu stöbern – da kommt einiges Unerwartete aus der Kirchengeschichte ans Tageslicht, und auch manches Kuriose. Vor allem aber bekommt man ein Gespür dafür, welche Probleme die Kirche zu einer bestimmten Zeit beschäftigten. Manche Themen kommen immer wieder auf (z. B. Fragen zur Ehe, oder zur Union der zwei Naturen in Christus, oder zum Vergehen der Simonie); manche nur ein- oder zweimal (z. B. wenn eine Synode diejenigen exkommuniziert, die Schiffbrüchige berauben). Im 17. Jahrhundert streiten die Theologen um die Gnadenhilfen, im 19. muss man sowohl den religiösen Indifferentismus als auch den Fideismus verurteilen.

 In dieser Reihe möchte ich einfach verschiedene Zitate aus den meiner Meinung nach besonders interessanten Dokumenten bringen, wenn nötig mit einer kurzen historischen Einordnung. Die Zitierweise „DH [Zahl]“ gibt die Nummer an, unter der die Stelle im „Denzinger-Hünermann“ zu finden ist.

Alle Teile hier.

 

Das Konzil von Trient (1545-1563) richtete sich gegen die Lehren der Reformatoren; und da vor allem Luther neue Lehren über die Ehe eingeführt hatte, gab es auch ein Dekret über dieses Thema. Da Luther die Ehe als eine weltliche Angelegenheit bezeichnet, die Scheidung und sogar (auf Anfrage des Landgrafen Philipp von Hessen) die Polygamie erlaubt hatte, stellte das Konzil hier klar: Die Ehe ist (zwischen Getauften) ein Sakrament; die sakramentale, vollzogene Ehe ist unauflöslich (höchstens eine Trennung bei bleibend gültigem Eheband ist möglich); die Ehe wird nur zwischen genau einem Mann und einer Frau geschlossen. Während sie so die Heiligkeit der Ehe herausstellte, musste die Kirche aber gleichzeitig klarstellen, dass die Jungfräulichkeit trotzdem noch die höhere Berufung war – denn Luther war auch der Ansicht, dass die Leute lieber heiraten sollten, als ins Kloster zu gehen, da eh niemand enthaltsam bleiben könnte.

In den Kanones des Dekrets werden bestimmte Lehren mit dogmatischer Autorität mit sogenannten „Anathemata“ verurteilt – d. h., wer solche Lehren vertritt, vertritt Häresie und schließt sich damit aus der Kirche aus; die Formel „der sei anathema“ bedeutet, „der sei ausgeschlossen“.

(Sitzung des Konzils, Quelle: Wikimedia Commons.)

Hier also das Dekret über die Ehe:

 

„Das immerwährende und unauflösliche Band der Ehe hat der erste Vater des Menschengeschlechtes auf Antrieb des göttlichen Geistes verkündet, als er sagte: ‚Dies (ist) nun Bein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleisch. Deshalb wird der Mann seinen Vater und die Mutter verlassen und wird seiner Frau anhangen, und sie werden zwei in einem Fleische sein’ [Gen 2,23f; vgl. Mt 19,5; Eph 5,31].

Daß durch dieses Band aber lediglich zwei verknüpft und verbunden werden, lehrte Christus, der Herr, noch klarer, als er jene letzten Worte als von Gott verkündet wiederholte und sagte: ‚Deshalb sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch’ [Mt 19,6], und sogleich die von Adam schon so lange zuvor verkündete Festigkeit dieses Bandes mit folgenden Worten bekräftigte: ‚Was also Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen’ [Mt 19,6; Mk 10,9].

Die Gnade aber, die jene natürliche Liebe vervollkommnen, die unauflösliche Einheit festigen und die Gatten heiligen sollte, hat Christus selbst, der Stifter und Vollender der ehrwürdigen Sakramente, durch sein Leiden für uns verdient. Dies deutet der Apostel Paulus an, wenn er sagt: ‚Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat’ [Eph 5,25], und alsbald anschließt: ‚Dieses Geheimnis ist groß: ich rede aber im Hinblick auf Christus und im Hinblick auf die Kirche’ [Eph 5,32].

Da also die Ehe im Gesetz des Evangeliums durch Christus die alten ehelichen Verbindungen an Gnade übertrifft, haben unsere heiligen Väter, die Konzilien und die gesamte Überlieferung der Kirche zurecht immer gelehrt, daß sie unter die Sakramente des Neuen Bundes zu zählen sei; entgegen dieser Überlieferung haben gottlose Menschen dieser Zeit in ihrem Unverstand nicht nur eine falsche Auffassung von diesem ehrwürdigen Sakrament vertreten, sondern, nach ihrer Art unter dem Vorwand des Evangeliums die Freiheit des Fleisches einführend, nicht ohne großen Schaden für die Christgläubigen vieles schriftlich und mündlich behauptet, was der Auffassung der katholischen Kirche und dem seit den Zeiten der Apostel bewährten Brauch fremd ist.

In der Absicht, ihrer Leichtfertigkeit entgegenzutreten, meinte das heilige und allgemeine Konzil, die wichtigeren Häresien und Irrtümer der vorher genannten Schismatiker, damit ihr verderblicher Einfluß nicht noch mehr (Leute) an sich ziehe, aus dem Wege räumen zu sollen, indem sie diese Anathematismen gegen die Häretiker selbst und ihre Irrtümer beschließt.

 

Kanones über das Sakrament der Ehe

 

Kan. 1. Wer sagt, die Ehe sei nicht wahrhaft und im eigentlichen Sinne eines von den sieben Sakramenten des Gesetzes des Evangeliums, das von Christus, dem Herrn, eingesetzt wurde, sondern es sei von Menschen in der Kirche erfunden worden und verleihe keine Gnade: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 2. Wer sagt, den Christen sei es erlaubt, mehrere Frauen zugleich zu haben, und dies sei durch kein göttliches Gesetz verboten [vgl. Mt 19,9]: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 3. Wer sagt, nur diejenigen Grade an Verwandtschaft und Schwägerschaft, die im (Buche) Levitikus [18,6–18] ausdrücklich erwähnt werden, könnten die Eheschließung hindern und die geschlossene hEhei trennen; auch könne die Kirche nicht bei einigen von ihnen eine besondere Erlaubnis erteilen oder festlegen, daß noch mehr (Grade) hindern und trennen: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 4.Wer sagt, die Kirche habe keine trennenden Ehehindernisse festlegen können oder habe sich bei ihrer Festlegung geirrt: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 5. Wer sagt, das Band der Ehe könne wegen Häresie, Schwierigkeiten im Zusammenleben oder vorsätzlicher Abwesenheit vom Gatten aufgelöst werden: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 6. Wer sagt, eine gültige, nicht vollzogene Ehe werde durch das feierliche Ordensgelübde eines der beiden Gatten nicht getrennt: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 7. Wer sagt, die Kirche irre1, wenn sie lehrte und lehrt, gemäß der Lehre des Evangeliums und des Apostels [vgl. Mt 5,32; 19,9; Mk 10,11f; Lk 16,18; 1 Kor 7,11] könne das Band der Ehe wegen Ehebruchs eines der beiden Gatten nicht aufgelöst werden, und keiner von beiden, nicht einmal der Unschuldige, der keinen Anlaß zum Ehebruch gegeben hat, könne, solange der andere Gatte lebt, eine andere Ehe schließen, und derjenige, der eine Ehebrecherin entläßt und eine andere heiratet, und diejenige, die einen Ehebrecher entläßt und einen anderen heiratet, begingen Ehebruch: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 8. Wer sagt, die Kirche irre, wenn sie erklärt, eine Trennung zwischen den Gatten in bezug auf Bett bzw. in bezug auf Zusammenwohnen, auf bestimmte oder unbestimmte Zeit, sei aus vielen Gründen möglich: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 9. Wer sagt, Kleriker, die in den heiligen Weihen stehen, oder Ordensleute, die feierlich Keuschheit gelobt haben, könnten eine Ehe schließen, und der Vertrag sei gültig, trotz Kirchengesetz oder Gelübde, und der entgegengesetzte Standpunkt sei nichts anderes, als die Ehe zu verurteilen; und alle könnten eine Ehe schließen, die nicht fühlen, daß sie die Gabe der Keuschheit (auch wenn sie diese gelobt haben) besitzen: der sei mit dem Anathema belegt. Denn Gott verweigert (sie) denen nicht, die recht darum bitten, und duldet nicht, daß wir über das hinaus versucht werden, was wir können [vgl. 1 Kor 10,13].

Kan. 10. Wer sagt, der Ehestand sei dem Stand der Jungfräulichkeit oder des Zölibates vorzuziehen, und es sei nicht besser und seliger, in der Jungfräulichkeit und dem Zölibat zu bleiben, als sich in der Ehe zu verbinden [vgl. Mt 19,11f; 1 Kor 7,25f.38.40]: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 11. Wer sagt, das Verbot einer feierlichen Hochzeit zu bestimmten Zeiten des Jahres sei tyrannischer Aberglaube, der vom Aberglauben der Heiden herrühre; oder die Segnungen und anderen Zeremonien, die die Kirche dabei gebraucht, verurteilt: der sei mit dem Anathema belegt.

Kan. 12. Wer sagt, Eheangelegenheiten gehörten nicht vor kirchliche Richter: der sei mit dem Anathema belegt.“

28 Gedanken zu “Aus dem Denzinger: Das Konzil von Trient über die Ehe

  1. Nun, wenn man bedenkt, dass Luther das leibhaftige Rom vor Augen hatte, ist der Hinweis dass niemand enthaltsam Leben könnte durchaus verständlich, für uns heutige mit Blick auf das aktuelle Rom ebenfalls.
    Allerdings hat Paulus ja den Rat gegeben, ehelos und enthaltsam zu bleiben mit dem väterlichen Hinweis, dass denen die so nicht leben könnten, auch die Ehe offenstehe.
    Über diese selbst, finde ich allerdings so klare Worte von Christus selbst, wie zu kaum einem anderen Thema, deshalb kann ich die weitere Auslegung von Luther nicht biblisch finden.
    Paulus rät auch, dass alle im Stand bleiben sollen, den sie hatten als sie die Berufung durch den Herrn erfuhren, weshalb ein auschließlich durch alleinstehende Männer repräsentiertes Priestertum ebenfalls eine Bastelarbeit diesmal von katholischer Seite ist -es sei denn man wolle allen Ernstes Behaupten, Gott würde nur junge (man möchte bitter „knackige“ hinzufügen) Männer berufen.

    Das interessante Ergebnis ist, dass letztlich beide Kirchen, was Ehe und Enthaltsamkeit angeht, nicht vollends auf biblischem Boden stehen.

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    1. Na ja. Luther war ein Skrupulant, der sich für einen schlimmen Sünder hielt, u. a. weil er, obwohl er selbst als Mönch tatsächlich enthaltsam lebte, nicht alle sexuellen Gedanken los wurde (ich sage nicht, dass es in dem Bereich nicht auch Gedankensünden geben kann, aber auch nicht sündhafte Gedanken für sündhaft zu halten, ist halt so typisch für uns Skrupulanten), und *deshalb* meinte, ein eheloses Leben sei (für die allerallermeisten) unmöglich und führe bloß in die Hölle.

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      1. Ist das nicht die erfolgreichste Taktik des Widersachers, Zweifel an Gottes Existenz zu nähren, oder -wenn das nicht klappt, Zweifel daran, dass der eigene Lebenslauf Barmherzigkeit und Vergebung möglich machen würde? Da muss man wahrscheinlich kein Skrupulant sein, um in diese Fälle zu tappen..

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      1. Dankeschön für den Hinweis. Aber der Bischof, der der Mann einer Frau sein soll, der ist doch geweiht, oder verstehe ich das falsch?

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      2. Diese Stelle richtet sich gegen mehrfach Verheiratete – „höchstens eine Frau“ ist im Kontext gemeint. Paulus selber war ja unverheiratet, er würde die Ehe sicher nicht zur Bedingung für das Bischofsamt machen.

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      3. Nein, auch er rät zu Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit. Mein Punkt ist, dass ein Zölibat als Musskriterium für ein geistliches Amt eben eine Eigenkonstruktion ist, die gegen die sehr weisen und barmherzigen Worte des Apostels steht.

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      4. Wieso sollte die Kirche keine Kriterien für die Weihe aufstellen dürfen? Sie sagt ja z. B. auch, dass man diesen und jenen theologischen Abschluss braucht. Ich meine, die Weihe ist nichts, auf das jemand einen Anspruch hat; die Kirche wählt hier Leute aus, die sie am geeignetsten findet.

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      5. wenn die “Kriterien“ den Ratschlägen des Apostels entgegenstehen, handelt es sich die Denkweise, die glaubt es besser zu wissen, in der Folge kommt irgendwann „-Who am i to judge“

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  2. Interessant ist, nicht nur bei diesen Kommentaren, dass ein Artikel über die Ehe gleich beim Zölibat endet. In Zeiten wo „niemand“ oder besser noch „nicht viele“ mehr das Sakrament (!!) der Ehe eingehen wollen, sollen Priester dann doch endlich heiraten können. Dieses Paradoxon konnte mir noch niemand erklären. Das wird wohl auch so bleiben. Vielleicht liest hier ja ein protestantischer verheirateter Pastor mit, der das mal aufbröselt.

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    1. Sie stellen die Tatsachen ein wenig auf den Kopf, den wenn schon müsste es heißen „das Priester endlich wieder heiraten dürfen“, da der verheiratete Mann im frühen Christentum ja wohl nicht von der Weihe ausgeschlossen war.

      Mein Punkt war auch nicht die Behebung des Priestermangels, sondern die Feststellung, dass bei Ehe und Familie beide Amtskirchlichen Vereinigungen nicht sehr nahe am biblischen überlieferten sind, sondern gerne eigene Vereinsregeln aufstellen.

      In der Diskussion lerne ich nun immer wieder, dass der Anhänger Amtschristlicher Vereinigungen nun Vereinsregeln für wichtiger hält, als das was die Bibel zu dem Thema sagt.

      Das enthält für mich keine Wahrhaftigkeit, die ja auch letztlich beiden Polit- und Machtapparaten mit angeschlossenem christlichen Ritualbetrieb immer weiter abgeht und in mit Kreuzen gekennzeichneten Missbrauchsopfern ihren vorläufigen Höhepunkt abliefert.

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      1. Zur Interpretation der Bibel habe ich hier jetzt schon genug gesagt, die schreibt einfach nicht vor, verheiratete Männer zu weihen.

        Außerdem: Im Katholizismus hat a) die kirchliche Tradition auch eine Bedeutung b) die Kirche von Gott die Autorität bekommen, manche Dinge festzusetzen, die nicht göttlichen Rechts sind.

        Im frühen Christentum war die Situation übrigens ganz anders als heute, da sind nämlich die meisten Christen erst als Erwachsene bekehrt worden, als viele schon verheiratet waren. Übrigens wurde es von denen, die als Verheiratete geweiht wurden, ziemlich bald erwartet, von da an enthaltsam zu leben… Und nach der Weihe heiraten ging ja überhaupt nicht.

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      2. Übrigens hat man historisch zweifelsfrei nachgewiesen, daß in der Tat früher verheiratete Männer zum Priester geweiht wurden, aber weder Priester jemals heiraten durften (von sehr vereinzelten Dispensen des Papstes abgesehen) noch die verheirateten Priester mit ihren Frauen nach der Weihe schlafen durften. Letzteres hat im Osten erst, in einem Bruch mit der bisherigen Praxis, die Synode von Trullo erlaubt – und das hat zum einen der Papst nicht anerkannt, zum anderen wurde es im Osten im allgemeinen so interpretiert, daß der Priester zwar nunmehr nicht andauernd, wenigstens aber weiterhin an Zelebrationstagen (und dem Vortag?), sich des Ehegebrauchs zu enthalten habe.

        Es mag sein, daß man das bisweilen auch im Westen so ausübte; jedenfalls steht in jeder einigermaßen informierten, übrigens auch zölibatskritischen, Erklärung der Ereignisse, daß die Bewegung für den allgemeinen Priesterzölibat Hand in Hand ging mit der Bewegung zur täglichen oder doch fast täglichen Meßzelebration aller Priester. (Und letztere ist zweifellos eine gute Sache!)

        Natürlich steht das nicht in der Bibel. Und natürlich reicht das Kirchengesetz auch ohne Tradition an sich schon aus. Nichtsdestoweniger: *Das* ist eben die Tradition.

        [Daß „Mann [höchstens] einer einzigen Frau“ in der Auslegung der Scholastiker auch bedeutete, daß diese Frau vor der Ehe mit dem Priester weder verheiratet gewesen noch Sex gehabt haben durfte, oder allenfalls – nach der wahrscheinlicheren Ansicht, aber auch nicht ganz sicher – mit dem Priester selbst, sei am Rande erwähnt. Wie würde wohl ein „Zurück“ zu dieser Praxis heute öffentlich empfunden?]

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      3. Ich weiß nicht, es kommt mir schon ein wenig so vor, als würden Sie zwanghaft nach Gründen suchen, um die Kirche zu beschuldigen, sich nicht an die Bibel zu halten. Übrigens gibt es nicht „zwei amtskirchliche Vereinigungen“, es gibt die eine weltweite katholische Kirche, und dann gibt es unzählige protestantische Vereinigungen, zu denen u. a. die Landeskirchen in Deutschland zählen, die zur EKD gehören (und die EKD ist ja auch nicht die einzige evangelische Kirchengemeinschaft in Deutschland, wichtigste Konkurrenz wäre bekanntlich die SELK).

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    2. Na ja, bei vielen Leuten (das bezieht sich jetzt nicht auf Andreas!), ist es ja auch so, dass sie, wenn sie sagen „Priester sollen endlich heiraten dürfen“ meinen „Priester sollen endlich Sex haben dürfen, Enthaltsamkeit geht doch gar nicht“, nicht: „den armen Priestern wird das heilige Sakrament der Ehe vorenthalten“. Bloß wird das halt nicht so gesagt, weil es so besser klingt.

      – Crescentia.

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  3. Und ich lerne aus der Diskussion, dass es unsinnig ist mit jemand zu diskutieren, der die katholische Kirchen mit einem Verein vergleicht. Und ja, selbst ein Verein hat Regeln, an denen sich die Mitglieder, so sie sich diesem Verein zugehörig fühlen wollen, einhalten müssen.

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    1. Naja, nehmen Sie es mir nicht allzu übel, aber eine Institution deren Führungspersonal „Migration und umweltschutz“ als ihre zentralen Anliegen verkündet, darf ich als Nichtkatholik auch als Verein oder NGO wahrnehmen, oder ?

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  4. @nolitetimereweb: Wahrscheinlich haben Sie da Recht, versuchen Sie mal die perspektive eines Nichtkatholiken einzunehmen, wie glaubhaft wäre eine solche Kirche für Sie, nach Kreuzweglegern und satanischen Mißbrauchern und was da so alles auf einen einströmt und dazu der Eindruck, dass man Bibel halt auch gerne Bibel sein lässt.

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    1. Nun, hat denn irgendein Katholik jemals behauptet, in der Kirche wäre der Teufel *nicht* fleißig am Werk? Kommen Sie. Sie wissen genauso gut wie ich, dass es unter den Aposteln einen Judas gab und auch Petrus Jesus dreimal verleugnet hat, und dass die Gültigkeit der Sakramente und die Wahrheit der dogmatisch verkündeten Lehre nicht davon abhängen, welche Verbrechen Bischöfe begehen oder welchen Stuss sie in diversen Interviews von sich geben. Oder würden Sie sagen, Bildung wäre schlecht, wenn eine ausreichende Anzahl an Lehrern Verbrecher sind, oder Medizin, wenn eine gewisse Anzahl an Ärzten?

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      1. Und da ist ein bisschen Desillusionierung eben nicht vermeidbar. Ich hätte auch nicht erwartet, dass es im Moment unter den Bischöfen so viel Korruption gibt oder wir einen so extrem schlechten Papst haben. Ist aber halt so, und das Prinzip war schon immer klar. Und dafür gibt es auch immer wieder Heilige.

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  5. @Andreas

    Wenn Sie sich „mehr“ versprechen, und als „Nichtkatholik“ auf einem katholischen Blog kommentieren, sollten Sie ihre Motivation hinterfragen. Betrachten Sie die katholische Kirche doch auch mal als „Verein“ der unendlich viel Gutes für die Menschheit geleistet hat und leistet. Z.B. die große Zahl der Priester die ihr Zölibat mit Überzeugung leben.

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