Aber wir wollen doch ehrliche, ernsthafte Katholiken!

In meinem letzten Post habe ich über die Vorteile einer Volkskirche* geschrieben, also sollte ich vielleicht jetzt einen der üblichen Kritikpunkte an der Volkskirche angehen: Wenn die Gesellschaft mehrheitlich katholisch ist, und es quasi erwartet wird, katholisch zu leben (wie, sagen wir mal, in katholischen Ländern vor 300 Jahren), macht das die Leute, die nicht wirklich enthusiastisch katholisch sind, doch nur zu Heuchlern. Wir wollen aber keine Katholiken, die nur in die Kirche gehen, damit die Nachbarn nicht reden; wir wollen, dass die Leute aus Überzeugung in die Kirche gehen. Darauf kann man mehrere Dinge entgegnen:

1) Auch, wenn die Kirche eine kleine Minderheit unter vielen Religionen ist, wird es nicht so aussehen, dass alle Leute irgendwie religionsneutral aufwachsen, sich dann, ohne irgendeinen gesellschaftlichen Druck in irgendeine Richtung zu spüren, hinsetzen und alle Religionen vergleichen, sich von einer überzeugen und sich dann aus purer Überzeugung und tiefster Gottesliebe an deren Regeln halten. Auch da kommt man meistens erst mal in die Kirche, weil die Eltern eben noch zur katholischen Minderheit gehören – oder vielleicht, weil man katholische Freunde hat o. Ä. -, und wenn die Eltern – bzw. das sonstige Umfeld – das nicht tun, dann meistens nicht; dann wächst man eben in umgekehrter Weise mit Vorurteilen gegen die Kirche auf und kommt gar nicht darauf, hinzugehen. Die Kinder von Katholiken werden immer, wenn nicht in einer Volkskirche, dann zumindest in einer „Familienkirche“ aufwachsen, ebenso, wie die Kinder Andersgläubiger mit anderen Religionen aufwachsen. Atheisten geben den Atheismus weiter, Muslime den Islam, Veganer den Veganismus.

2) Und das ist ja auch nicht schlimm. Wer sagt denn, dass man nicht ehrlich von etwas überzeugt sein könnte, nur weil andere um einen herum es auch sind? In einer katholischen Familie ebenso wie in einer katholischen Gesellschaft wird man (hoffentlich) eben auch die Argumente für den katholischen Glauben hören; und dann hat man keine Entschuldigung mehr, nicht katholisch zu sein.

3) Was sollen die, die nur in die Kirche gehen, damit die Nachbarn nicht reden, denn tun? Gar nicht mehr in die Kirche gehen? Nö, sie sollten ihr Denken ändern und den Glauben ernst nehmen. Und vielleicht hilft da ja eine aufrüttelnde Predigt in der Kirche. (Okay, die Predigten sind oft nicht allzu gut. Sagen wir, vielleicht hilft die Gegenwart Jesu.) Chesterton hat einmal gesagt, die Heuchelei sei die Verbeugung des Lasters vor der Tugend; wenn man gegen Heuchelei vorgehen will, ist der richtige Weg nicht, die Laster offen zu leben.

4) Hier werden ständig doppelte Maßstäbe angelegt. Wenn es von den Nachbarn erwartet wird, dass man den Müll trennt oder arbeiten geht, dann haben wir nichts gegen diese Erwartungen; wieso sollten wir also so viel gegen andere Erwartungen haben? Sollte die Gesellschaft aufhören, überhaupt irgendwelche Erwartungen zu haben? Es kommt schlichtweg darauf an, was die richtigen Erwartungen sind.

Wir alle wissen, dass man niemanden zwingen kann und darf, sich (zum Beispiel) taufen zu lassen, dass auch ein noch so sehr irrendes Gewissen eine gewisse Achtung verdient. Aber wenn der richtige Glaube die öffentliche Meinung auf seiner Seite hätte (die ansonsten gegen ihn wirkt), wäre das denn so schlimm? Wieso sollten wir das nicht wollen? Aber wäre nicht eine pluralistische Gesellschaft besser? Würden, wenn eine einzige Religion 100 oder auch bloß 80 oder 90 Prozent der Leute auf ihrer Seite hätte, nicht die Alternativen fehlen, zwischen denen man wählen könnte? Pluralismus, pff. Als ob es den überhaupt gäbe. In unserer Gesellschaft gibt es genauso Ansichten, für die man zwar nicht bestraft wird, die aber allgemein als inakzeptabel gelten. Beispiele? Hier wären ein paar:

„Die Erbmonarchie ist die beste aller Staatsformen.“

„Man sollte den Frauen das Wahlrecht wegnehmen.“

„Wer der Gesellschaft nichts mehr nützen kann, sollte den Anstand haben, sich selbst umzubringen. Wenn er das nicht tut, hat keiner die Pflicht, ihn noch weiter durchzufüttern.“

„Wir sollten Rassenvermischung verbieten.“

(Da immer mal Leute mitlesen, deren Textverständnis, äh, verbesserungsbedürftig ist: Alles keine Ansichten, die ich vertrete. (Auch wenn man die oberste als Katholik prinzipiell vertreten dürfte, ohne ein Ketzer zu sein, und streng genommen auch noch die zweitoberste. Die letzten zwei sind schlichtweg böse.))

Ich sage nicht, dass man bestimmte Dinge gar nicht erst denken dürfte. Im Mittelalter, als die Existenz Gottes das Selbstverständlichste von der Welt war, begann der heilige Thomas von Aquin die Summa Theologiae damit, Argumente für die Nichtexistenz Gottes aufzuzählen, und auf die zu antworten. Ebenso sollte es bei uns erlaubt sein, zu durchdenken und zu erklären, wieso genau Zwangseuthanasie oder Rassismus falsch sind (allein schon, weil irgendwann die Eugeniker und Rassisten auftauchen werden, gegen die man die Argumente dann brauchen kann). Aber worauf ich hinauswill: Gesellschaftliche Tabus gegen abweichende Meinungen sind nicht immer schlecht, und sobald es um Themen geht, die den Leuten wichtig genug sind, gibt es solche Tabus. Dass es so wenige religiöse Tabus in unserer Gesellschaft gibt, liegt nur daran, dass die Leute die Religion für etwas Unwichtiges halten, und das ist sie einfach nicht.

5) Außerdem haben wir eben den Auftrag: Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern. Man kann darüber spekulieren, ob dieses Ziel erreichbar ist oder nicht, aber wenn der Herr es uns aufgetragen hat, muss es auf jeden Fall gut sein. Dann können wir davon ausgehen, dass der Herr es nicht bedauern würde, wenn alle Menschen Christen würden.

File:Crescentia Höss Stich 2a.jpg

(Andachtsbild aus Volkskirchenzeiten (1790), das meine „Namenspatronin“, die hl. Crescentia Höss, darstellt. Quelle: Wikimedia Commons.)

 

* Um weitere Missverständnisse auszuschließen: der Begriff meint eine Kirche, die die Mehrheit (und wohl auch die öffentliche Meinung) auf ihrer Seite hat. Nicht mehr und nicht weniger.

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9 Gedanken zu “Aber wir wollen doch ehrliche, ernsthafte Katholiken!

  1. Ich vertrete übrigens grundsätzlich (in dem Sinn, wie es die Juristen sagen, also: mit Einschränkungen im Detail) die These 1, bin mir aber nicht sicher, wie konstitutionell diese Monarchie dann sein sollte.

    Auch wenn bei uns zur Zeit aus mehreren Gründen die monarchische Staatsform nicht geht. Als da wären: a) das Grundgesetz, welches in nicht naturrechtlich geklärten Zusammenhängen zwar prinzipiell durch eine andere Verfassung ablösbar ist, welche aber nach Lage der Dinge heute viel, viel schlechter ausfallen würde als 1949. c) die Tatsache, daß eine Restauration der Monarchie die Restauration der Hohenzollern und eine Restauration der Hohenzollern eine Wiederbelebung des Leichnams Preußen und des 1871er Zwangskonstrukts bedeuten würde, gerade nach dem diese Geißeln des deutschen Volkes und teilweise der Menschheit von den Alliierten 1947 glücklich vernichtet worden sind. Womit ich nichts gegen die Mark Brandenburg oder das historische Herzogtum Preußen östlich Danzig einschließlich der jeweiligen Menschen sagen will. d) Die Unmöglichkeit, ein republikanisches Bundesoberhaupt mit monarchischen Landesoberhäuptern zu vereinen, verbunden damit, daß die deutsche Einheit trotz allem wünschenswert bleibt und wir als Bayern den vernünftigeren Teil Restdeutschlands nicht alleine lassen dürfen.

    Ein Österreicher z. B. hat diese ganzen Probleme nicht. Weswegen in Österreich auch zwar kaum jemand die Restauration *betreiben* will, aber vermutlich so gut wie jeder die Gefühle teilt, die eine Österreicherin mir gegenüber einmal so ausdrückte: „Wir in Österreich haben ja eine Geschichte, auf die wir stolz sein können“, scil. die k.u.k. Vergangenheit (was nett und mitleidig, nicht böse gemeint war).

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    1. Also, hm.

      1. Wir beobachten, daß die Bürger von Monarchien im allgemeinen mit ihren Monarchen oder doch mit dem Prinzip sehr zufrieden sind. Es gab in der Geschichte der nachchristlichen Jahrtausende, wenn ich jetzt nichts übersehe oder vergesse, genau einen Vorfall, bei dem ein Volk eine Monarchie von sich aus stürzte, um stattdessen mit langfristigem Effekt eine Republik einzurichten, und zwar 1792 in Frankreich (daneben 2 bis 3 Grenzfälle); und das ist genau der Teil der französischen Revolution, der nicht wirklich als gutes Vorbild taugt. (Die französische Revolution als ganzes würde ich freilich nicht in Bausch und Bogen verdammen, aber 1789, als man es ernsthaft als einen Mangel empfand, keine vernünftige Verfassung zu haben und daß die französischen Generalstände 150 Jahre nicht einberufen worden waren – im Grunde eine Ausnahmesituation -, da waren die Leute in der ganz großen Mehrheit noch Monarchisten.)

      1848 in Frankreich? Fällt aus; wie das Ergebnis zeigt, wenn auch mit ein paar Jahren Abstand, ging es hier um die Ersetzung des Herrscherhauses Orléans durch das Herrscherhaus Bonaparte. 1871 in Frankreich? Fällt aus; hier steht der verlorene Krieg im Hintergrund, und man hätte eigentlich lieber einen König gehabt (war aber nicht bereit, dafür die Trikolore aufzugeben, wie der Prätendent gefordert hatte). 1910 in Portugal? Eine Revolution eines *Teils* des Volkes, die einen längeren Bürgerkrieg mit Unterbrechungen initiierte, bis schließlich eine Militärdiktatur eingerichtet wurde; übrigens, wie die Maßnahmen der neuen Regierung beweisen, mit explizit religionsfeindlicher Stoßrichtung. Vielleicht ein Grenzfall. 1918 in Deutschland? Fällt erst recht aus, man hatte den Krieg verloren und wollte Wilson entgegenkommen, der keine Monarchen mochte. 1918 in Ungarn? kommunistisch – und nach zwei Jahren war der Spuk vorüber und Ungarn legte größten Wert darauf, wieder ein Königreich zu sein (wenn auch umständehalber ohne König). 1932 in Spanien? Grenzfall; es entstand eine kurzlebige Republik, auf die Bürgerkrieg folgte; heute ist die spanische Monarchie ziemlich unbestritten (außer in Katalonien, und zwar weil sie *spanisch*, nicht weil sie monarchisch ist), und zwar obwohl sie theoretisch den Makel hätte, daß die Restauration von Franco befohlen wurde. 1946 in Rumänien (und Bulgarien?)? Fällt aus, kommunistisch orchestriert. 1946 in Italien? Grenzfall; knappe Volksabstimmung, die ein Herrscherhaus mit – auf Gesamtitalien bezogen – ohnehin begrenzter Legitimität vermutlich vor allem durch kommunistische sowie faschistische Stimmen (Mussolini war nie eigentlich Monarchist; er hat sich nur arrangiert und war ab 1943 Staatsführer einer Republik) verlor. 1968/73 Griechenland? Diktatoren haben einen Monarchen, der – durchaus nach Fehlern – nicht ganz im Sinne ihres Konzeptes spurte, absetzen lassen.

      Zugleich sind die persönliche Anhänglichkeit an einen Menschen und seine Familie, die Verehrung eines (freilich nicht ganz wörtlich zu nehmenden) „Landesvaters“ etc. Motive, die die meisten Menschen und auch das Christentum gern als edel empfinden.

      2. Die große Mehrheit der Staaten, ob sie nun Monarchien sind oder Republiken, empfindet es anscheinend für notwendig, einen Staatspräsidenten zu haben, der der täglichen politischen Arbeit und dem politischen Streit ein Stück weit entzogen ist (Ausnahmen sind etwa die USA oder die Schweiz). Es bedarf meiner Meinung nach keiner besonderen Begründung, daß – wenn nicht gewisse besondere Umstände etwas anderes nahelegen – wenigstens *hier*für Monarchen besser geeignet als Leute, die man irgendwie im Rahmen des üblichen Politikbetriebs wählen muß [*]: was irgendwie nicht so ganz zu dem Amt paßt. Deutschland zieht sich da so halb aus der Affäre, indem es den Bundespräsident in einem bewußt komplizierten, konklaveartigen Prozeß mit Beteiligung von Prominenten und Adeligen, und vor allem einem einzigartigen, nur hierfür verwendeten Prozeß wählen läßt. Regelmäßig genießt dann auch der Staatspräsident (in der Weimarer Republik auch Ersatzkaiser genannt) in besonderem Maß das Vertrauen der Bevölkerung.

      Einmal unabhängig davon, inwieweit eine Verfassung dem König die Macht bewahrt, sein Volk „vor den Fehlern ihrer gewählten Politiker zu bewahren“ (wie Kaiser Franz Joseph einmal sagte).

      [* Außer daß sie, sagen manche, mehr kosten. Aber abgesehen davon, daß das im Gesamthaushalt so und so Peanuts sind, ist es nicht einmal ausgemacht, ob das stimmt, zumal die Schlösser *eh* herumstehen und auf der einen Seite die Aufwendungen für Altpräsidenten, auf der anderen durchaus sowas wie die touristische Attraktion zu berücksichtigen sind.]

      3. In eine ähnliche Richtung geht, daß das Konzept der Gewaltenteilung, das ja vernünftig ist, historisch eigentlich einen Monarchen voraussetzt, der eben *eine* dieser Gewalten (praktisch meist die Exekutive) unter sich hat, aber nicht die anderen. In einer Republik unterscheidet sich das Kabinett eigentlich (außer in den Befugnissen) nicht wirklich von einem Parlamentsausschuß mit dem einen oder anderen externen Mitglied.

      4. Wir wissen ja (auch wenn es viele nicht tun), daß alle Staatsgewalt von Gott ausgeht und von Ihm ihren Trägern gemäß der geltenden Verfassungen der jeweiligen Staaten zur treuhänderischen Verwaltung übergeben wird.

      Der mMn nicht bestreitbare Vorteil eines Monarchen und gerade eines Erbmonarchen – auch (und sogar gerade) wenn er mehr als Repräsentationsaufgaben ausübt – ist, daß er das *weiß* (wenn er kein Volltrottel ist), was ihn übrigens vom charismatischen Diktator unterscheidet. Man sagt, die Monarchie widerstrebe der Gleichheit aller Menschen. Ganz falsch: viel mehr Gleichheit als die Person des Herrschers (die es nuneinmal irgendwie geben muß) *ohne Rücksicht auf persönliche Verdienste und Qualifikationen allein durch den Zufall der Geburt* bestimmen zu lassen, kann man sich genaugenommen gar nicht vorstellen.

      Kein Mensch muß einem anderen Menschen per se gehorchen (die Frage von Eltern und ihren unmündigen Kindern lassen wir mal weg), außer, er übt im Auftrag Gottes legitime Autorität über ihn aus – *auch der Minderheitler dem Mehrheitler in einer Demokratie nicht*. Aber da die Mehrheit der *Abwesenheit* eines solchen nur durch Statthalterschaft Gottes rechtfertigbaren Befehls am *nächsten* kommt, ohne sie zu erreichen, ist die Versuchung hier am größten, diese Tatsache zu *vergessen*; ein Monarch kann so gut wie nicht nicht daran denken.

      (Ich setze dabei natürlich eine Monarchie in christlichen oder historisch-christlichen Völkern voraus. Natürlich wäre einem antik-orientalischen Alptraum, indem der Monarch sich deswegen für persönlich berechtigt hält zu herrschen, weil er ein Gott sei, eine Republik durchaus vorzuziehen.)

      5. Daraus folgt auch, daß er, wenn er nicht einfach ein böser Mensch ist (und durchunddurch böse Menschen kommen recht selten vor, auch wenn Protestanten dazu eine andere Meinung haben), eher weniger geneigt ist, Menschen ihre Freiheit zu nehmen, als ein Parlament von Berufspolitikern (eigentlich eine Wahlaristokratie auf Zeit; die Alternativen „direkte Demokratie“, „Feierabendparlament“, „Anarchie“ usw. betrachte ich hier nicht, da sie, soweit ich sehe, zur Führung heutiger Staaten ohnehin nicht taugen). Zumal so ein Parlament, wenn es schonmal da ist, auch nicht untätig herumsitzen will. Ein König geht morgens in die Messe, dann auf die Jagd, inspiziert am Nachmittag seine Leibkompanie und sieht abends eine Vorstellung des Hoftheaters an – und dann kommt sein Minister mit einem dringenden Problem an, daß dann auch noch irgendwie dazwischengeschoben werden muß. (Ja, ich vereinfache etwas.)

      Übrigens steht in der bayrischen Verfassung immer noch drin: „Der Landtag ist im Jahr wenigstens zweimal, im Frühjahr und im Herbst, am Sitz der Landesregierung einzuberufen.“ (sinngemäß) Eine solche Bestimmung scheint mir noch aus monarchischen Zeiten zu kommen, als man gerade sicherstellen wollte, daß die Volksvertretung hin und wieder etwas zu sagen hat, über die Regierungspolitik abstimmen kann usw.; für den heutigen Leser, der Parlamente kennt, die im Sommer inn Urlaub gehen wie jeder andere Arbeiter auch, wobei bei ihrer Arbeit einzuhaltende Paragraphen herauskommen, mutet so etwas genaugenommen recht seltsam an.

      6. Je größer die Macht oder zumindest die Vetomacht des Königs, desto geringer ist die Möglichkeit einzelner sei es schon an sich ansässiger, sei es einwandernder Minderheiten, in Zukunft den (nationalen etc.) Charakter des Staates zu ändern (durch, im letzteren Fall, Einbürgerungen; durch den sog. „Kampf der Gebärmütter“, etc.). Das trägt in entsprechendem Maß zur Völkerverständigung (hier innerhalb des Landes) bei – wobei es übrigens auch nicht gerade schadet, wenn der König dann selber eine ausländische Prinzessin (oder Messehosteß^^) heiratet.

      —–

      Anmerkung: Selbstverständlich ist voller *Absolutismus*, auch das „alles für, nichts durch das Volk“ eines Joseph II., ein Irrweg; hierfür gelten die mehr oder weniger selben Argumente, die auch (im Naturrecht, nicht nur per Gesetz) verlangen, daß ein Kapitaleigner seinen Arbeitnehmern Mitbestimmung einräumt (siehe katholischerseits die Enzyklika „Mater et magistra“).

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  2. Was These 3 betrifft, ist meine These ja schon seit längerem, daß man diese These zwar in der Tat nicht *sagen* darf, sie aber in *unausgesprochener* Form ziemlich deutlich der modernen Welt unterliegt, insbesondere jener Teile, die weder christlich noch links (noch, nehme ich an, islamisch; was immer die Moslems sonst tun, an diesen modernen Auswüchsen sind sie unschuldig) sind.

    Man denke, daß in weiten Teilen der US-amerikanischen Republikaner Ayn Rand als posthume Hofphilosophin gilt (und damit ist jetzt nicht einmal die Person Donald Trump gemeint, der kein Philosoph ist, nicht einmal ein falscher, und der mir genaugenommen, wenn nicht mit dem US-Präsidentenamt ein Atomknopf einherginge, noch lieber ist als ein weniger pöbelhafter, dafür in der Wolle gefärbter Randianer).

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