Christliche Kultur am Sonntag: „Die Brautleute“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: Alessandro Manzoni: „Die Brautleute“ („I Promessi Sposi“)

Manzoni ist für Italien quasi das, was Goethe oder Fontane oder Thomas Mann für Deutschland ist; nur dass er mir besser gefällt. Sein in einer ersten Fassung 1827 und in der Endfassung 1840-42 erschienener Roman spielt im Herzogtum Mailand in den Jahren 1628-1630. Ich habe ihn dieses Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen und sofort geliebt. In früheren deutschen Übersetzungen hieß er oft „Die Verlobten“; in meiner neueren Übersetzung von Burkhart Kroeber heißt er „Die Brautleute“, was dem italienischen Titel wohl besser entspricht, weil die zwei Hauptfiguren nicht nur verlobt sind, sondern eigentlich kurz vor ihrer Hochzeit stehen.

Der Erzähler gibt das Buch als Nacherzählung einer Geschichte aus, die er in einer anonymen barocken Schrift gefunden hat. Es geht um Renzo Tramaglino und Lucia Mondella, ein junges Paar aus einem kleinen Dorf in den Bergen bei Mailand; sie stehen kurz vor ihrer Hochzeit. Ein Adliger aus der Gegend, Don Rodrigo, hat angefangen, Lucia nachzustellen, und bedroht ihren Pfarrer, um die Hochzeit zu verhindern, und will Lucia dann entführen lassen. Renzo, Lucia und Lucias verwitwete Mutter Agnese müssen aus ihrem Dorf fliehen, und sich auf der Flucht dann trennen; und dann gibt es noch allerlei Verwicklungen, die sie voneinander entfernen.

(Renzo und Lucia, Illustrationen in der Ausgabe von 1840. Gemeinfrei.)

Es kommen Hungersnot, Krieg und Pest in diesem Buch vor, aber es bleibt eine trotz ihrer Fremdheit verständliche, menschliche und manchmal sehr faszinierende Welt, die Manzoni hier zeigt. Das Schöne ist: Er hat wirklich sehr gut recherchiert, bis hin zu sämtlichen Erlassen der Mailänder Gesundheitsbehörde und der korrekten Anrede für Kardinäle; und er erfasst einfach den Geist des 17. Jahrhunderts und hat es nicht nötig, seine Figuren zurückversetzte „ihrer Zeit voraus“ seiende Charaktere seines eigenen Jahrhunderts sein zu lassen. Außerdem schön: Der billige Antiklerikalismus des 19. Jahrhunderts fehlt bei dem Katholiken Manzoni völlig. Man hat im Verlauf der Handlung sehr bewundernswerte Kirchenleute wie Kardinal Federigo Borromeo oder Pater Cristoforo (ein Kapuzinerpater und Lucias Beichtvater), und sehr, nun, nicht bewundernswerte wie Don Abbondio (Renzos und Lucias Pfarrer) oder die Nonne Gertrude. Der Schreibstil ist hervorragend.

Man legt das Buch jedenfalls weg mit einer gehörigen Bewunderung für Mut und Frömmigkeit, und mit der gefestigten Erkenntnis, dass Behördeninkompetenz nichts Neues unter der Sonne ist. Der Roman hat um die 800 Seiten; aber keine zu viel. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Nebenfiguren manchmal so ausführlich ausgestaltet sind (was an sich sehr schön ist), dass die Hauptfiguren fast ein wenig unterzugehen drohen; und dass Manzoni an ein oder zwei Stellen durchblicken lässt, dass er Aristoteles nicht so sehr bewundert, wie es sich schickt. Aber bis auf das könnte man es fast das perfekte Buch nennen. Sehr, sehr empfehlenswert.

Christliche Kultur am Sonntag: „Die Frau des Pilatus“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: Gertrud von Le Fort: „Die Frau des Pilatus“

Diese Novelle von 1955 handelt von, wie der Titel es sagt, der Frau des Pontius Pilatus, die in der Bibel nur mit einem Satz erwähnt wird: Während Pilatus auf dem Richterstuhl saß, sandte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit jenem Gerechten! Ich habe heute seinetwegen im Traum viel gelitten. (Mt 27,19)

Wie man weiß, hörte Pilatus darauf nicht. In den Legenden, die sich später zu ihr finden, heißt seine Frau Procula oder Claudia Procula und wurde mancherorts auch als Heilige verehrt.

Die Novelle schildert zuerst das Geschehen rund um den Karfreitag: Claudia Proculas Traum, und wie sie vergeblich versucht, ihren Mann von der Hinrichtung Jesu abzuhalten, was sie auch weiterhin nicht vergessen kann. Und sie schildert dann, wie Claudia Jahrzehnte später, wieder in Rom, auf die kleine ärmliche religiöse Gruppe der „Nazarener“ stößt, in deren Versammlung sie den Satz hört, den sie auch in ihrem Traum lauter Gruppen von Menschen hat sagen hören: „gelitten unter Pontius Pilatus“. Um diese Zeit beginnt in Rom die Christenverfolgung, die Pilatus aufgetragen wird.

Es geht um Claudia Proculas Liebe – trotz allem – für ihren Mann, und ihren Weg zu Gott.

(Griechische Ikone der hl. Prokula. Gemeinfrei.)

Wo Sie gerade hier sind, darf man Ihre Organe haben?

Man könnte es fast für ein Wunder halten (na ja, das vielleicht nicht, aber gerechnet habe ich nicht damit): Der Bundestag hat einen komplett bescheuerten Gesetzesentwurf abgelehnt.

Die Widerspruchsregelung bei der Organspende kommt nicht. Es ist also nicht jeder automatisch Organspender, wenn er nicht rechtzeitig widersprochen hat; der Staat beansprucht nicht die Organe von Menschen, die sich aus Antriebslosigkeit oder Gedankenlosigkeit nicht mit diesem speziellen Thema beschäftigt haben.

Öfter darauf ansprechen soll man die Leute stattdessen („erweiterte Zustimmungsregelung“). Wenn man aufs Amt muss, um den Personalausweis zu erneuern, soll es in Zukunft heißen: Möchten Sie nicht doch Ihre Organe spenden? Sie können hier gleich zustimmen. Zusätzlich sollen die Hausärzte einen zur Spende ermuntern. Druck statt Zwang soll jetzt das Ziel erreichen, mehr Organe zu bekommen.

Auch wenn ich froh bin, dass die Widerspruchsregelung nicht kommt, finde ich dieses Vorgehen, wenn ich ganz ehrlich bin, abstoßend. Es wird ja sehr offen gesagt, dass es das Ziel ist, „die Organspendebereitschaft zu erhöhen“; nicht einfach nur, die Leute mal auf dieses Thema aufmerksam zu machen, sondern mehr Leute zu einer bestimmten Entscheidung zu diesem Thema zu bringen. Und wenn sie trotzdem nicht bereit sind? Dann sind sie wohl einfach egoistisch.

Das Ziel ist sehr gut und richtig, natürlich: Kranken das Leben zu retten. Aber nicht alle Mittel zu einem guten Ziel sind gut. Und viele der hier angewandten Mittel sind sehr, um das Mindeste zu sagen, fragwürdig. Es ist hart, wenn man eine tödliche Krankheit hat und es ein Mittel gäbe, das einem helfen könnte, das man aber nicht auf eine moralisch erlaubte Weise bekommen kann; selbstverständlich. Aber das macht das Mittel nicht erlaubt. Und irgendwann muss sowieso jeder sterben; der Tod lässt sich nicht vermeiden. Zudem ist auch die Organtransplantation eine sehr risikoreiche, schwierige Sache (das Organ kann wieder abgestoßen werden usw.).

Das Vorgehen der meisten Befürworter der Organspende ist schlicht völlig falsch. Da wäre zunächst mal die Tatsache, dass die „Aufklärung“ über die Organspende (schon bisher gab es ja Post von der Krankenkasse deswegen) nie darin besteht, über strittige Punkte aufzuklären, sondern immer nur in Werbung. Vor allem das Thema Hirntod wird auf den „Aufklärungs“broschüren für gewöhnlich gar nicht erst erwähnt. Es heißt immer nur: Möchten Sie nach Ihrem Tod Organe spenden? Wenn der Hirntod so unproblematisch wäre, sollte es kein solches Problem dabei geben, tatsächlich darüber zu informieren, dass Organe nur bei den wenigen entnommen werden, bei denen das Gehirn vor dem Restkörper abschaltet, bevor dieser Restkörper dann wirklich tot ist.

Der Tod ist die Trennung von Leib und Seele; das ist die Definition. Es ist nun nicht komplett unmöglich, dass der Hirntod der Tod sein könnte; man kann postulieren, dass die Seele den Körper verlassen hat, wenn die Gehirnfunktionen erloschen sind und nur noch ein paar, sozusagen, Restzuckungen im Körper bleiben; wie auch kopflose Hühner noch kurz herumflattern können. Diese Restzuckungen sind in jedem Fall bald weg; in den extremsten Fällen ist es allerdings gelungen, sie für ein paar Monate zu erhalten.

Aber für deutlich plausibler halte ich die andere Ansicht, die man so beschreiben kann: Solange noch Leben im Körper ist (und man kommt einfach nicht umhin, es als „Leben“ zu beschreiben, was einem zu denken geben sollte; übrigens auch bei den kopflosen Hühnern), ist die Seele noch da, auch wenn ein Organ schon ausgefallen ist; der Sitz der Seele ist nicht das Gehirn, sondern der ganze Körper. Erst wenn sie weg ist, ist er nur noch Materie, tot, ohne Bewegung. Wenn ein Körper atmet, das Herz schlägt, er Reflexe hat, sogar im Extremfall noch ein ungeborenes Kind austragen kann, ist noch etwas da, das ihn eben belebt: Die Seele. Dass der Sterbeprozess unumkehrbar und zwangsläufig und nur noch mühevoll kurz aufzuhalten ist, heißt nicht, dass der Sterbende schon ein Toter ist. Man würde es auch sonst nicht als gerechtfertigt ansehen, bei einem bewusstlosen, unumkehrbar im Sterben Liegenden schnell noch Organe zu entnehmen, um jemand anderen zu retten.

Die katholische Kirche hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob der Hirntod als Tod zählt, das ist ja auch eine wissenschaftliche Frage; aber sie sagt ganz prinzipiell, dass der Tod vor der Organentnahme feststehen muss.

Wenn man jetzt Gründe hat, die man als gewichtig beurteilt, den Hirntod nicht als Tod gelten zu lassen, muss man es als immer falsch beurteilen, nach dem Hirntod Organe zu spenden; selbst als Kranker Organe Hirntoter anzunehmen; oder sich als Arzt an einer Entnahme zu beteiligen. Dann müsste der Staat das System komplett verbieten, und solange er das nicht tut, müsste der Einzelne seine Beteiligung verweigern.

Aber selbst wenn man den Hirntod als Tod sieht, kann man es niemandem zur Pflicht machen, seine Organe zu spenden. Der Körper ist ein Teil des Menschen; der Mensch ist Körper und Seele, nicht nur die Seele; und auch nach dem Tod behält der Körper seine Würde. Es hat seinen Grund, dass man Tote bestattet, ihre Gräber besucht, und die Störung der Totenruhe bestraft. Der Körper wird am Jüngsten Tag bei der Auferstehung des Fleisches auferstehen, erneuert werden, und sich wieder mit der Seele vereinen. (Wem dann das gespendete Organ gehören wird, ist eigentlich ganz einfach: dem Spender. Aber solche Fragen haben ja schon die Kirchenväter geklärt, die sich damit befassten, was für den Fall von Kannibalismus gilt, wenn einer den Körper eines anderen isst. So ganz mechanisch muss man sich die Auferstehung des Fleisches ja auch nicht vorstellen.) Wenn man den Hirntod als Tod sieht, ist die Organspende sicher ein besonderes Opfer der Nächstenliebe, aber eben keines, das man einfordern kann. Es gibt Dinge, die gut sind, aber keine Pflicht sind. Und bei Organentnahmen wird mit dem Körper tatsächlich nicht sehr schön umgegangen; Zeit zur Verabschiedung für die Angehörigen bleibt auch nicht.

(An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich es ehrlich gesagt auch seltsam finde, dass manchmal dieselben Leute, die keine Pflicht einer Mutter sehen, ihr eigenes Kind auszutragen (bzw. es nicht gewaltsam töten zu lassen), meinen, dass man es zur Pflicht machen kann, fremden Menschen seine Organe zur Verfügung zu stellen.)

Dass es schon einzelne Fälle gab, in denen der Hirntod fälschlich diagnostiziert wurde und ein „Hirntoter“ wieder erwachte, ist noch ein zusätzlicher Punkt; ich halte dieses Risiko nicht für besonders groß, aber das ist etwas, über das man Bescheid wissen sollte. Es kann im Einzelfall schon vorkommen, dass übereifrige Ärzte, die das Leben anderer Patienten retten wollen, nicht genau genug hinsehen, ob jemand wirklich hirntot oder nur komatös ist.

Wenn man die Organspende nach Hirntod für falsch hält, muss die Konsequenz sein, auch selbst keine Organe anzunehmen, wenn man krank werden sollte. Ich würde keine Organe annehmen. Und wenn man sie nicht für falsch hält, aber trotzdem selbst nicht dazu bereit ist, wäre es vielleicht nicht das Allervorbildichste, aber auch nicht unbedingt moralisch verboten, selbst Organe anzunehmen, auch wenn man keine spenden wollen würde; man darf vom Prinzip her auch ein freiwilliges Opfer anderer annehmen, das man selbst nicht zu bringen bereit ist.

Das Ganze ist mal wieder ein Thema, bei dem sich zeigt: Wenn die Welt heute das Moralisieren versucht (man kann sagen: immerhin versucht sie es manchmal noch), macht sie es falsch.

Ein bisschen MEHR

(Ein etwas verspäteter Bericht.)

Am Wochenende vor Dreikönig fand ja auf dem Augsburger Messegelände die vom Gebetshaus Augsburg organisierte MEHR-Konferenz statt; für alle, die noch nicht oder nur am Rand mitbekommen haben, worum genau es da ging: Die MEHR ist eine jedes Jahr oder alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung mit einer Menge christlichen Vorträgen, einer Menge Lobpreismusik, einer Menge Gelegenheit zur Vernetzung für christliche Gruppen, diesmal auch mit etwas Austausch von Berufstheologen, und natürlich immer mit diversen Gottesdiensten; eine gemeinsame Veranstaltung von Katholiken und Evangelikalen; mit heuer um die 12.000 Besuchern. Johannes Hartl, der Gebetshausleiter, ist rechtgläubiger Katholik, aber einer, der durchaus Wert auf die Ökumene mit den Freikirchlern legt, und die Katholiken, für die die MEHR gedacht ist, scheinen eher in die charismatische Richtung zu tendieren, auch wenn auch viele standardmäßig konservative hingehen.

Ich habe es in den letzten Jahren nie geschafft, hinzugehen, aber dieses Mal hat es dann endlich geklappt; wenn auch nur für einen Nachmittag. (Das ganze Programm lief von Freitag bis Montag.) Meine Hauptgründe, hinzugehen, waren eigentlich:

  • Ich wollte ein paar Leute, die ich bisher nur aus dem Internet gekannt hatte, mal sehen.
  • Ich wollte mir aus Neugier ein Bild davon machen, wie das Ganze so aussieht.

Und wo ich schon mal da war, dachte ich, dass meine Leser auch einen Erfahrungsbericht verdienen.

 

Am Sonntag, dem 5. Januar, habe ich also einen kurzen Abstecher nach Augsburg unternommen. Weil ich nur für sechs bis sieben Stunden da sein konnte, habe ich keinen kompletten Vortrag gehört; war nicht im Raum der Stille (wo eucharistische Anbetung stattfand); und habe nicht einmal alle Stände angesehen, die im aus zwei Messehallen bestehenden „MEHR-Forum“ aufgebaut waren (aber immerhin einige). Die MEHR ist eben wirklich etwas, für das man sich eigentlich das ganze Wochenende Zeit nehmen müsste. Ein bisschen Lobpreis habe ich mitgekriegt, außerdem die Messe am späten Nachmittag mit Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg; und einen großen Teil des Nachmittags habe ich damit zugebracht, mich am Stand des Bistums Trier mit besagten Internetbekannten (u. a. einem anderen katholischen Blogger) endlich mal im realen Leben zu unterhalten.

Mein hauptsächliches Fazit:

  • Weihbischof Wörner möge bitte unser nächster Augsburger Bischof werden.
  • Internetbekannte treffen ist schön!
  • So richtig kann ich mit dem ganzen Evangelikalenkram immer noch nicht.

Aber jetzt mal ein bisschen mehr für neugierige Leser. Den Mittag habe ich hauptsächlich damit verbracht, die Stände im MEHR-Forum anzusehen und überall Flyer einzustecken.

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So in etwa sah das MEHR-Forum übrigens aus; an den meisten Plätzen voller als hier, aber ich wollte keine fremden Leute aus der Nähe aufs Photo bringen:

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Unter den Besuchern waren, wie nicht anders erwartet, viele jüngere Leute und Familien mit Kindern.

Es waren, was die Stände angeht, natürlich einige Gruppen da, die ich gekannt und mehr oder weniger erwartet hatte. Es gab ein paar Stände von Aktivisten u. Ä.: „Demo für alle“; „Jugend für das Leben“; eine mir bisher unbekannte Organisation namens „Perlenschatz“, die muslimischen Frauen Hilfe bei häuslicher Gewalt usw. anbietet; einen Stand, an dem über Pornosucht informiert wurde.

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Als ich zum zweiten Mal am Stand von „Demo für alle“ vorbeigekommen bin, ist mir da übrigens ein Mann aufgefallen, der mir irgendwie bekannt vorkam und bei dem mir im Nachhinein klargeworden ist, dass es Alexander Tschugguel gewesen sein dürfte, der österreichische Katholik, der die Pachamama-Statuen in den Tiber geworfen und neuerdings ein „St. Boniface Institute“ gegründet hat, das bisher aus ihm und einer Internetseite zu bestehen scheint.

Dann gab es geistliche Gemeinschaften wie die Gemeinschaft Emmanuel, und ein paar wenige Bistümer; außerdem viele Infos über Orientierungsjahre und Freiwilligendienste für Jugendliche/junge Erwachsene. Einige dieser Orientierungsjahre/-halbjahre betitelten sich als „Jüngerschaftsschule“; die waren für gewöhnlich evangelikal, aber es gab sie auch auf Katholisch.

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Bei den Freiwilligendiensten, die vorgestellt wurden, hatte ich ein gewisses skeptisches Gefühl, weil man ja öfter die Kritik hört (nicht nur an christlichen Freiwilligendiensten, aber leider besonders an denen, und davon besonders an freikirchlichen), dass dabei Jugendliche schnell mal als Aushilfslehrer oder Kinderbetreuer für Heimkinder in exotische Länder geschickt werden, ohne viel vorbereitet zu werden, und bald wieder durch die nächsten Freiwilligen ersetzt werden. Freilich; ich habe keine großen Anhaltspunkte, inwiefern das auf die Freiwilligendienste zutrifft oder nicht, die sich auf der MEHR vorgestellt haben. Die Internetseite einer dieser Organisationen wirkt für mein ungeschultes Auge nicht ganz unprofessionell.

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Es war auch eine (wohl evangelikale) Organisation da, die Glaubensgrundkurse für Menschen mit muslimischem Hintergrund anbietet. Das fand ich wiederum sehr löblich und nachahmenswert.

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Es gab christliche Verlage, nett aussehende Kaffee- und Essensstände, an denen ich allerdings nichts gegessen habe, und ein paar Verkaufsstände, wo man Handschmeichler, Tassen, Türschilder oder (übrigens fair gehandelte) T-Shirts erstehen konnte. Ich habe mir mal ein T-Shirt mitgenommen. Gefiel mir. Die Tassen und Türschilder weniger.

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Manches war schon etwas überkandidelt.

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Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, wenn die Freikirchler auf einmal Mittelalterfans werden, aber dieses Coverdesign!

Eine der größten Ausstellungsflächen gehörte Open Doors (einer Organisation, die sich weltweit gegen Christenverfolgung einsetzt), und da war nicht nur ein normaler Tisch mit Flyern, sondern auch eine Art nachgebautes Minigefängnis, wo es viertelstündliche Führungen gab – d. h. einer der Aussteller führte kleine Gruppen in diesen abgedunkelten Raum mit Gitterstäben, und zeigte dort einen Film, in dem ein iranischer Konvertit von seinem Schicksal im Gefängnis erzählte. Der ganze Stand fokussierte sich dieses Jahr auf den Iran, wo Muslime, die zum Christentum konvertieren, regelmäßig langen Gefängnisstrafen inklusive Folter und manchmal Hinrichtungen ausgesetzt sind.

Bevor man das „Gefängnis“ wieder verließ, wurde in der Gruppe für die verfolgten Christen weltweit gebetet (frei gebetet, wobei jeder, der wollte, etwas sagen konnte; sogar eins der in meiner Führung anwesenden Kinder hat ein bisschen vorgebetet); und an dieser Stelle möchte ich meine Leser bitten, das auch kurz zu tun.

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Die meisten Stände waren weniger deprimierend. Eine Ausstellungsfläche war ganz originell:

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Damit man sich daran erinnert, wer hier der König ist. Auch wenn Er bei Seiner Wiederkunft bitte einen geschmackvolleren Thron bekommen soll.

Wenn man an vielen freikirchlichen Ständen vorbeikommt, entdeckt man allerlei Kurioses, z. B. Bücher, die dazu anleiten sollen, wie man anhand der Bibel Erfolg im Geschäft hat. Ich bin ja sehr für „der Glaube soll alle Lebensbereiche durchdringen“, aber irgendwie hatte das was Naja-weiß-nicht-Mäßiges.

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Dass dem Autor und Verlag an dem ausgewählten Titel „Geschäfte mit Gott“ nichts Komisches aufgefallen ist, ist schon auffällig. Aber gut, vielleicht ist hier Humor gewollt gewesen. Hoffe ich mal. Auch wenn es mich tatsächlich interessieren würde, ein wie erfolgreiches Geschäft die mit Gott machen.

In eine entschieden andere (zu andere, dürfte man sagen) Richtung ging es am Stand des anscheinend sehr antikapitalistisch eingestellten „Bruderhofs“ (einer täuferisch inspirierten protestantischen Kommunität, die Säkularisten zweifellos sofort als Sekte betiteln würden, wobei ich mir vorstellen kann, dass sich vermutlich auch Gründe dafür finden lassen würden). Dort gab es auch eine Zeitschrift mitzunehmen (kostenlos), die ich mir gleich mal eingesteckt habe, nachdem ich gesehen habe, dass sie u. a. einen Artikel eines katholischen Mönchs aus dem Zisterzienserstift Heiligenkreuz, Pater Edmund Waldstein, enthält. Und man muss sagen, dass das „Plough Publishing House“ Coverdesign kann. Allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen, viel in der Zeitschrift zu lesen; mit einer genaueren Beurteilung muss ich also noch warten. Von David Bentley Hart, einem neuerdings aggressiv die Allerlösung predigenden Orthodoxen, erwarte ich deutlich weniger als von Pater Waldstein.

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In der Nähe dieses Standes sah man auch ein paar Frauen in etwas unförmigen langen karierten Kleidern und mit weißen, die Haare halb bedeckenden Kopftüchern. Hat mir irgendwie gefallen – besonders diese „Soll die Welt doch sagen, was sie will“-Einstellung, die das transportiert. Auch wenn ich nicht vorhabe, selber solche Kleider zu tragen.

Es gab aber nicht nur den vorherrschenden „hipper Jugendpastor“-Stil und den in jener Nische zu findenden „Puritaner“-Stil auf der MEHR, sondern auch den „Zeugen-Jehovas-Kitsch“-Stil.

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Dann doch lieber Sonnenuntergangspostkarten mit inspirierenden Sprüchen.

Soweit mal ein Best-off MEHR-Forum (nicht wirklich ein Best-off; oft habe ich einfach nicht daran gedacht, Photos zu machen). Im „MEHR-Auditorium“ derweil sah es, während zwischen den anderen Programmpunkten ruhiger Lobpreis gespielt wurde, so aus:

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Der Lobpreis war schön; da nimmt man doch mal wieder eine gewisse Dosis „Jesus liebt dich“ mit.

An den Ausgängen des MEHR-Auditoriums könnte man auch für sich beten lassen; ich habe mich allerdings nicht recht zu den Leuten hingetraut, die das in Zweierteams angeboten haben.

Ein bisschen was habe ich im MEHR-Auditorium später auch noch von einem „messianischen Juden“, Asher Intrater, mitgekriegt, der am Samstag als Redner geladen war. Von seinem letzten Workshop/Vortrag eigentlich nur, wie er Leuten beigebracht hat, ein paar Worte auf Hebräisch zu beten, um den Herrn um sein Kommen zu bitten oder so ähnlich. Wenn er nicht gerade Hebräisch sprach, sprach er Englisch, und seine Dolmetscherin musste sich ziemlich beeilen, seine Worte auf Deutsch wiederzugeben, bevor er weiterredete bzw. -schrie. Protestantische Prediger aus anderen Ländern sind wohl enthusiastischer als deutsche katholische.

(Die „messianischen Juden“ sind, knapp gesagt, eine Gruppe jüdischstämmiger Protestanten, die sich lieber „messianische Juden“ als „Christen“ nennen, noch das Gesetz des Mose halten, Judenmission betreiben, was die meisten Kirchen / kirchlichen Gemeinschaften ja leider verschämt aufgegeben haben, und trotz ihrer Bemühungen, alles, was sie antisemitisch finden, aus dem Christentum zu entfernen, bei den nichtchristlichen Juden ganz und gar nicht beliebt sind. (Ist m. E. verständlich: Eine Gegenpartei, die sich als Gegenpartei zu erkennen gibt, ist einem immer lieber als eine, die sich gibt, als wäre sie ganz auf derselben Seite wie man selbst.)

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Aber zu den messianischen Juden, zu denen ich auch ein Infoblatt mitgenommen habe, das einer meiner Internetbekannten mir gegeben hat, der es bei ihnen bekommen hatte, würde sich wohl noch ein eigener Beitrag lohnen.

Ich fand es sehr schade, dass ich nicht noch für Johannes Hartls Vortrag am späteren Abend bleiben konnte; ich habe ihn schon einmal bei einer anderen Gelegenheit live gehört und fand ihn damals sehr gut.

Zur Messe war es im MEHR-Auditorium dann richtig voll, und Weihbischof Wörner (mit ein paar Konzelebranten und mindestens dreißig oder vierzig Priestern zum Kommunionausteilen) hat sie schön feierlich gehalten und schön über den Prolog des Johannesevangeliums gepredigt.

Es war etwas seltsam, dass nach dem Einzug der Priester und Ministranten eine Frau (vom Gebetshaus?) auf der Bühne es noch für nötig hielt, den Weihbischof vorzustellen wie vor einem Vortrag; aber gut. Es hatte auch etwas Komisches, dass sich dieselbe Frau hinterher bei ihm noch für (ungefähres Zitat) „das Vorstehen des Gottesdienstes und die Predigt“ bedankte. Was allerdings sehr gut war: Es wurde (ebenfalls von ihr, glaube ich) schon im Vorfeld der Messe ausdrücklich darauf hingewiesen, nur im Gottesdienst der eigenen Konfession die Kommunion zu empfangen.

Meine Meinung zur musikalischen Gestaltung der Messe:

Feierliche Messen sind was Wunderbares. Lobpreisabende können schön sein. Aber beides vermischt passt einfach nicht recht.

Mal hat man den feierlichen, altehrwürdigen Singsang der Liturgie, dann wieder die schnellen, irgendwie schmachtenden Lobpreislieder. Lobpreismusik bringt Konzertstimmung rein; nichts dagegen einzuwenden, wieso nicht religiöse Konzerte haben. Aber eben nicht während der Messe. Was auf irritierende Weise zu dieser Konzertstimmung gepasst hat: Die Kamera, die das Geschehen auf der Bühne auf zwei Leinwände an den Seiten der Halle geworfen hat, damit alle mitbekommen, was passiert, hat sich relativ oft und relativ lang auf das Gesicht des Sängers der Lobpreisband fokussiert.

Wobei man tatsächlich sagen muss, dass die Lobpreisversionen von zwei bekannten alten Kirchenliedern (die zum Einzug und nach der Kommunion gesungen wurden; mir will allerdings partout nicht mehr einfallen, welche Lieder es waren) durchaus etwas hatten.

 

Mein Gesamtfazit:

Etwas zu evangelikal und charismatisch war es mir doch. Das Evangelikale und das Charismatische hat so etwas Adrettes und Energiegeladenes an sich, neben dem ich mich immer gleichzeitig schlampig, hausbacken, rigide und ein bisschen erschöpft fühle. Gut; so fühle ich mich auch in der Berufsschule oder in der Arbeit, also liegt es wohl nicht nur an den Evangelikalen und Charismatikern.

Trotzdem. Lobpreissänger erinnern mich manchmal zu sehr an Schlagersänger (nicht musikalisch; vom Aussehen der Band her). Da ziehe ich Orgelspieler vor.

Aber es sind nicht nur ästhetische Vorbehalte. Ich schwanke bei Veranstaltungen wie der MEHR immer zwischen der Befürchtung, dass sich Katholiken von evangelikalen Irrtümern verleiten lassen könnten, und der Hoffnung, dass Evangelikale Vorurteile gegenüber der Kirche abbauen könnten. Vermutlich passiert beides bei verschiedenen Leuten.

Und ersteres ist keine Gefahr, die man ganz ausblenden sollte. Es stimmt nun mal leider, dass man sich ziemlich leicht von den Leuten beeinflussen lassen kann (auch ungewollt und unterbewusst), mit denen man seine Zeit verbringt, ganz besonders, wenn man sie als Freunde oder zumindest Verbündete betrachtet; und wenn sich auf so einer ökumenischen Veranstaltung ganz selbstverständlich nicht ganz unproblematische Protestanten präsentieren, nehmen Katholiken, die es mit ihrem eigenen Glauben ernst meinen, aber ihn nicht so genau kennen, sicher unterschwellig einige von deren Ideen als mutmaßlich „einfach nur christlich“ auf. Außerdem ist es eben so ein Kreuz mit den ökumenischen Veranstaltungen, dass sie fast immer, sogar wenn die Veranstalter noch mal das Gegenteil sagen, unterschwellig die Botschaft vermitteln: Eigentlich kommt es ja nicht so sehr darauf an, zu welcher Kirche man gehört, Hauptsache, man ist Christ; eigentlich sind wir doch alle eins. Was leider gerade eine typisch protestantische Irrlehre und kein ökumenischer Konsens ist. Im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen wir uns auch zu der einen katholischen Kirche, nicht nur zu dem einen Christus, der ihr Begründer und bleibendes Haupt ist. Ich schätze, es wird auch den ein oder anderen Katholiken geben, der den Freikirchlern, die er auf solchen Wegen kennenlernt, einen feurigeren Glauben attestiert als seinesgleichen, v. a. wenn er eine schlechte Pfarrei hat, und dann rüberwechselt, eben weil er das Gefühl bekommt, dass es auf die Konfession ja nicht so sehr ankomme.

Auch von manchen Initiativen unter Evangelikalen und charismatischen Katholiken bin ich erstmal nicht über die Maßen begeistert. Einer meiner Internetbekannten hat die schon erwähnten „Jüngerschaftsschulen“ sehr gelobt und von Bekannten erzählt, die durch solche Schulen richtig gute Christen geworden seien. Da würde man die eigenen Wunden angehen, die eigene Beziehung zu Gott, den Platz im Leben, den Gott für einen gedacht hat. Das kann sein; ich will es gar nicht in Abrede stellen. Mir ist hinterher allerdings auch der Gedanke gekommen: Könnte man dasselbe Ziel nicht evtl. besser mit den langen, traditionellen Ignatianischen Exerzitien erreichen? Manchmal habe ich den Eindruck (nicht nur in diesem Bereich), heutige geistliche Bewegungen in- wie außerhalb der katholischen Kirche versuchen das Rad neu zu erfinden, nachdem irgendjemand in den 60ern entschieden hat, dass wir es nicht mehr brauchen, und sie dann festgestellt haben, dass wir es eben doch noch brauchen; aber weil keiner mehr weitergegeben hat, wie das denn früher gegangen ist mit der Herstellung, kommt irgendetwas annähernd Richtiges, aber Unausgegorenes und Unpräzises heraus. Es ist oft, als hätten wir einen ungenutzten Palast im Keller. Sicher, die Evangelikalen, von denen die Jüngerschaftsschulen kommen, hatten keine nachkonziliare Krise, aber sie sind im Grunde in einer ähnlichen Situation: Ihnen fehlt tradiertes Wissen, die Weisheit der Heiligen, jede neu gegründete Freikirche  fängt in etlichen Dingen bei Null an. Und bei uns schaut man dann noch auf die Freikirchen, weil man sowohl die Tradition der Heiligen vergisst als auch nicht so ganz den Mut hat, selber was ganz Eigenes anzufangen.

Das Schöne an der MEHR allerdings war dieses Gefühl, unter tausenden Leuten zu sein, die genauso wenig zur säkularistischen Welt passen wie man selber. Für alle war es normal, zu Jesus zu beten, Jesus für das Wichtigste im Leben zu halten, und überzeugt zu sein, dass sich nicht Gottes Offenbarung der Postmoderne anzupassen hat, sondern die Postmoderne sich Gottes Offenbarung. Das ist eine nette Abwechslung, wenn man die übrige Zeit unter Säkularisten und vom Modernismus beeinflussten Christen verbringt; selbst wenn auf der MEHR noch so einige Häretiker anderer Richtungen dabei sind.

Am Ende ist meine Einstellung zu ihr nach der MEHR wohl dieselbe wie vor der MEHR: Ich bin kein riesiger Fan von ihr, aber auch keine spezielle Gegnerin. Ich würde mir eher eine andere Sorte MEHR wünschen, aber auch so, wie sie ist, kann es sich schon mal lohnen, hinzufahren.