Recht, Freiheit und Impfungen

Ich habe ja bis jetzt nicht so viel über Coronapolitik geschrieben. Am Anfang dieser ganzen Geschichte gab es ja schon einige schlimme Gesetze und Verordnungen, z. B. wenn Coronakranke allein sterben mussten, ohne dass jemand zu ihnen gelassen wurde, was ein absolutes Verbrechen war. Aber andere Maßnahmen konnte man noch gut und gerne für verhältnismäßig und ok halten, z. B. die Maskenpflicht. (Mich haben Masken nie sehr gestört, aber ich finde es ja auch ganz nett, meine hässlichen Zähne dahinter verstecken zu können.) Und bei den extremeren Bestimmungen konnte man denken, das sind Panikreaktionen, die hoffentlich bald aufgegeben werden, wenn man bessere Behandlungsmöglichkeiten hat. Man konnte sich ja auch mit vielem abfinden, vor allem, wenn man nur von den Verordnungen betroffen war, die nervig, aber eben nur nervig waren. Jetzt fallen mir nicht gerade viele Coronabestimmungen ein, die man noch als „verhältnismäßig“ hinbiegen könnte, und das Ganze geht jetzt schon anderthalb Jahre lang.

Jetzt soll es also für alles und jedes einen Impfnachweis oder einen Test brauchen, und die Tests sollen ab Oktober kostenpflichtig werden (während die Impfungen natürlich schön weiter von den Steuerzahlern gezahlt werden). Mit anderen Worten: Möglichst viel Schikane für alle, und eine Impfpflicht für die Armen, die sich keine ständigen Tests leisten können. Und wenn man arm ist und eine Krankheit hat, bei der eine schlechte Reaktion auf die Impfung wahrscheinlicher ist? Das interessiert nicht.

Das Interessante ist, dass es eine solche Testpflicht nicht mal Anfang 2020 gab – damals haben nach dem ersten großen Lockdown meistens die Masken gereicht, und zwar noch Stoffmasken, keine FFP2-Masken. Und damals wusste man weniger über Corona, hatte noch nicht sehen können, welche Medikamente am besten helfen, und es gab noch kaum Menschen, die eine Immunabwehr dagegen entwickelt hatten. Dazu kommt ja, dass die Varianten jetzt harmloser geworden sind (worüber nicht gern geredet wird).

Es bleibt einfach eine Tatsache: Diese Impfung ist und bleibt eine ziemlich neue Methode, konventionelle Impfstoffe sind noch nicht auf dem Markt, und so viele Impfnebenwirkungen, Fehlgeburten bei schwangeren Geimpften und Impftote gibt es bei keiner standardmäßigen Impfung. Auch wenn die meisten Geimpften mit leichten Nebenwirkungen davonkommen, es gibt solche Fälle nun mal gelegentlich. Und einem anderen Menschen vorschreiben, sich einen solchen Stoff mit teilweise unbekannter, möglicherweise schädlicher Wirkung in den Körper zu jagen, das dürfte man nur bei einer wirklich dringenden Notlage und sicherem Nutzen. Und die haben wir schlicht und ergreifend nicht. Hier hat jeder selbst das Recht, eine Risikoabwägung vorzunehmen.

Ich glaube nicht, dass irgendjemand, der mitdenkt, glauben kann, es ginge hier noch um das Chinavirus. Wie willkürlich die deutschen Reaktionen sind, kann man sehen, wenn man sich andere Länder ansieht, die die Maßnahmen aufgegeben haben – England oder Dänemark zum Beispiel. Nirgendwo sterben die Leute wie die Fliegen auf den Krankenhauskorridoren. Und in so gut wie vollständig durchgeimpften Ländern wie Israel steigen die Infektionen auch wieder an; irgendwie scheint dieses Virus den erwartbaren Gesetzmäßigkeiten nicht so ganz zu folgen, und irgendetwas stimmt hier nicht ganz.

Seltsamerweise gilt es als irgendwie „verschwörungstheoretisch“, davon auszugehen, dass Politiker bei diesen ihren Anordnungen irgendetwas falsch machen oder schlechte Motive haben könnten. Wieso eigentlich? Ich kann mir in diesem Fall einige unrühmliche Motive vorstellen. Manche wollen sich vielleicht einfach als besonders harte Kämpfer gegen Corona herausstellen, weil das mal eine der wenigen Gelegenheiten ist, bei denen sie sich trauen, sich als hart und kompromisslos aufzuspielen. Einige genießen vielleicht unterbewusst das Gefühl, so viel Macht über Millionen Menschen auszuüben, vielleicht sind sie deswegen überhaupt erst in die Politik gegangen. Vielleicht wollen sich viele auch nicht eingestehen, dass sie irgendwann überreagiert haben könnten und eskalieren deshalb immer weiter. Manche laufen wohl auch bei dieser Entwicklung mit, weil sie das parteipolitisch gesehen für ihre beste Chance halten und sich nicht unbeliebt machen wollen. Ich kann mir aber noch einen Grund vorstellen: Einige Grüne oder zum Grünentum Geneigte haben schon ziemlich deutlich gesagt, dass es bald ähnlich harte Einschränkungen brauchen könnte, um „die Klimakrise“ anzugehen. Solche Leute könnten relativ gezielt die Bürger an harte Einschränkungen in allen Bereichen des Alltagslebens gewöhnen, damit die sich später dran gewöhnt haben, wenn man ihnen noch mehr solche Gebote und Verbote aufzwingen will. Das sind verbohrte Ideologen, die ihre Ideologie durchbringen wollen, und dabei natürlich auch mal taktisch denken könnten.

[Zum Thema Ideologie: Ich denke nicht, dass es den Klimawandel nicht gibt, auch wenn ich keine Ahnung habe, was am Ende genau seine Auswirkungen sein werden, und viele Klimaforscher die wohl auch nicht haben – es wurde ja auch schon vorhergesagt, dass manche Inseln jetzt schon überschwemmt sein sollten, von Millionen von Klimaflüchtlingen und verschwundenen Gletschern gar nicht zu reden. Aber es ist eine verbohrte Ideologie, davon auszugehen, dass ein einzelner Staat, der für 2% des CO2-Ausstoßes auf der Welt verantwortlich ist, jetzt deswegen eine Diktatur einführen und sämtliche anderen Rechte und Werte hintanstellen müsste, und damit etwas an der Situation ändern könnte. Am Ende wird es das Klügste sein, moderate technische Veränderungen vorzunehmen, viele Bäume zu pflanzen und sich an ein verändertes Klima anzupassen; und wenn Leute behaupten, der Klimawandel würde das Leben auf der Erde unmöglich machen, haben sie nicht mal die Vorhersagen der Wissenschaftler auf ihrer eigenen Seite gelesen. Mehr alte Leute, die in den Sommermonaten an Hitzschlägen sterben – das kann man sich schon vorstellen. Ernterückgänge in Teilen Afrikas, Südasiens, Südamerikas, während die Erträge auf der Nordhalbkugel eher steigen – das auch. Eine unbewohnbare, verwüstete Erde wegen einem Temperaturanstieg von durchschnittlich 2 oder 3 Grad? Jeder weiß, dass das nicht so kommen wird. Durchschnittlich 3 Grad heißt eben wirklich nur durchschnittlich 3 Grad; d. h. wenn es im Sommer irgendwo schon 25-36 Grad und im Extremfall mal 40 Grad hatte, wird es dann eben 28-39 haben und im Extremfall mal 43; unangenehmer, aber aushaltbar.]

Hier ist einfach so viel totalitäres Denken am Werk, in das sich diese Gesellschaft immer weiter hineinsteigert; was man z. B. auch sieht, wenn Politiker die Leute anstiften, ihre Familienmitglieder und Freunde so lange zu nerven, bis die sich impfen lassen. Jeder müsse „für die Impfung werben“ (können diese Leute sich vorstellen, dass man Werbung kennen kann und das Produkt trotzdem nicht kaufen will?). Schlimm ist natürlich, wie viele Leute darauf vertrauen, dass im Grunde in Deutschland nichts absolut falsch laufen kann, und denen gar keine wirklichen Bedenken deswegen kommen, und schlimmer ist, wie viele unangenehme Leute jetzt die Möglichkeit nutzen, sich als die Lieblinge des Staates aufzuspielen und über alle sog. „Impfgegner“ und „Coronaleugner“ zu lästern.

Und was kann man da machen? Nicht so viel. Nicht, wenn man nur einer von 80 Millionen ist, die jetzt mit diktatorischen Gesetzen klarkommen müssen.

Es ist keine Sünde, sich aus einem ernsthaften Grund impfen zu lassen (auch wenn die meisten dieser Impfstoffe unter ethisch komplett widerlichen Bedingungen hergestellt wurden), und ein ernsthafter Grund ist auch, es zu tun, weil man endlich wieder ein normales Leben haben und nicht im Extremfall noch seinen Job verlieren will. Die Einschränkungen der letzten anderthalb Jahre sind nicht normal, und Menschen sollten nicht so leben müssen; es ist erlaubt, etwas an sich Erlaubtes zu tun, um das zu erreichen. Aber ja, ich sehe es als besser, sie rein aus Trotz schon nicht zu nehmen. Ich habe vor, sie möglichst lange nicht zu nehmen. Vielleicht werde ich mich mit einem der konventionellen Impfstoffe impfen lassen, falls die 2022 rauskommen. Aber ich mache mir wirklich Sorgen. Das hier ist keine gute Entwicklung, und sie hat nicht bei diesem Thema angefangen (totalitäres Denken sieht man auch Themen wie Antirassismus und LGBTQ), und wird auch dabei nicht stehen bleiben. Alles in allem kann man sich wohl auf eine ziemliche DDRifizierung gefasst machen, und das macht mir schon Angst. Diese Angelegenheit zeigt eben auch, wie schnell eine Verfassung mit ihren Rechten einfach ignoriert werden kann, ohne irgendwelche offenen Änderungen oder Machtergreifungen.

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26 Gedanken zu “Recht, Freiheit und Impfungen

  1. Nb.: das „es ist keine Sünde, sich aus einem ernsthaften Grund impfen zu lassen“, also daß das immerhin ohne Sünde abgeht, aber doch ein gewisses Najaeigentlichwärsschonirgendwieverkehrt (darin in etwa vergleichbar dem Töten des Feindes im Krieg oder dem Verhängen oder Vollstrecken der Todesstrafe) eine besondere Entschuldigung braucht, betrifft die moralisch unsauberen Impfstoffe.

    Für die moralisch sauberen wie Comirnaty gilt darüberhinaus, daß man sich das auch aus ganz nichtigen Gründen, Jux und Tollerei usw. reinziehen dürfte.

    (Praktisch kommt das aber, wie Du richtig sagst, aufs gleiche hinaus, da der ernsthafte Grund jedenfalls gegeben ist.)

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    1. Danke für die Ergänzung. Von Comirnaty hatte ich noch nichts gehört; kommt der ganz ohne getötete Kinder aus? Bei den anderen Impfstoffen war es ja so, dass wenn nicht in der Entwicklung, dann zumindest in der Testphase embryonale Zellen verwendet wurden.

      – Crescentia.

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      1. Auch bekannt als Biontech.

        Für das, womit die das testen, was sie schon haben, können Impflinge und Ärzte nun wirklich nichts.

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  2. Zum Thema Impfpflicht habe ich ja (aber ich kann’s auch nicht ändern) eine ziemlich exklusive Meinung…

    … verderben wir es uns erst mit den einen…

    Der Staat, und zwar nicht nur ein erträglich geführter Staat sondern sogar unserer, hat das Recht(*), ein Impfpflicht einzuführen; falls er es tut, hat er die Pflicht, diese mit geeigneten Zwangsmitteln durchzusetzen (weil es sich nicht gehört, Gesetze nur für die zum Gehorsam Geneigten zu machen).

    … und dann mit den anderen…

    Solange er das aber nicht tut, weil er etwa denkt, daß die Krankheit so schlimm dann nicht ist, oder weil eine Wahl ansteht oder weil er sich denkt „dann gibt es einen Aufstand“ (wenn es ihm ernst wäre, dann müßte er dann halt die Polizei und eventuell das Militär in Alarmbereitschaft versetzen!) – solange hat er keinerlei Recht, Menschen durch Schikane dazu zu bringen, ihre Freiheit zu einer ganz bestimmten Wahl zu nutzen, auch dann nicht, wenn diese Wahl objektiv die richtige ist. Insbesondere hat er, wenn er Tests haben will, dafür zu zahlen.

    Oder abgekürzt:

    Zweierlei kann der Staat mit Dissidenten machen, entweder sie so leben lassen, wie sie es wollen oder sie martyrisieren; tut er etwas dazwischen, handelt er übel.

    Ach ja: er hätte das Recht, sagte ich; sollte er es denn nutzen (was eine *andere* Frage ist)? Hm. Es ist ja eh wurscht, weil das Szenario reinhypothetisch ist, aber: in einem vernünftigen Staat, in dem alle Coronamaßnahmen aufgehoben worden sind und sich der Staat lediglich denkt, hm, führ‘ ich jetzt noch eine Impfpflicht ein, und indem alle Untertanen vernünftig und alle Impfstoffe moralisch einwandfrei wären? Ganz ehrlich: keine Ahnung.

    In unserer Lage wäre es politisch unklug, aus einem ähnlichen Grund, warum Traditionis custodes keine effektive Werbung fürs Zweite Vaticanum ist.

    Aber wenn ich die Wahl habe zwischen einem Szenario, in dem zehn Millionen Leute von der Polizei aufgesucht und in Beugehaft genommen werden, und einem, indem zehn Millionen Leute bis an ihr Lebensende getriezt und getratzt werden, bis sie dann nicht einmal die Befriedigung haben, der Gewalt zu weichen, sondern auch noch mit dem Willen nachgeben müssen – zwischen nur diesen beiden Szenarien – dann ist eindeutig das erste vorzuziehen. Da führt sich der Staat wenigstens wie ein Staat auf.

    (Sicher, über ersteres debattiert niemand. Aber es *wäre* weniger schlimm als das zweitere; und das zweitere ist offensichtlich das, das vorgesehen ist.)

    [* Vom Recht des Einzelnen, eine Impfung zu verweigern, die unter Ausnutzung von Abtreibungen oder anderen schweren Sünden entwickelt wurde, und zwar auch dann, wenn er sie aus freier Entscheidung ohne Sünde nehmen könnte, abgesehen, da das systematisch der Sonderfall ist.]

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  3. Übrigens zum Thema

    „so viele Impfnebenwirkungen […] und Impftote gibt es bei keiner standardmäßigen Impfung. Auch wenn die meisten Geimpften mit leichten Nebenwirkungen davonkommen, es gibt solche Fälle nun mal gelegentlich.“

    Die Zahlen (speziell was das „so viele“ betrifft) kenne ich nicht.

    Aber es jedenfalls sind wenig genug, daß sich impfen zu lassen nicht gerade Selbstmord ist.

    Nun: wir sind als katholische Christen verpflichtet, nicht durch eine bewußte Handlung vorsätzlichen Selbstmord zu begehen. Wenn uns aber abgesehen von dieser Ausnahme der Heldentod geradezu wie eine Erlösung vorkommt (um Wachtmeister „Schleifer“ Platzek zu zitieren)… für unsere Gefühle können wir nichts.

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  4. Es ist ja schon lobenswert, dass sich ein katholischer Blog endlich mal anschickt überhaupt das Thema „Corona“ im Blickfeld zu nehmen. Um es vorweg zu schreiben, ich stimme mit fast jedem Gedanken überein, den Sie in diesem Artikel aufführen. Allein den Begriff „Impfung“ würde ich durch Gen-Experiment ersetzen. Allein die Tatsache, dass alle sog. Impfhersteller vor dem Verkauf ihrer Plörre sich aus der Haftung gestohlen haben, was Nebenwirkungen, Reaktionen und Folgeschäden ihrer mRNA angeht, spricht Bände. Ich würde einem Autoverkäufer mehr als nur einen Stinkefinger zeigen, würde er mir ein Fahrzeug andrehen, wo ein neues Bremssystem eingebaut wurde ohne es vorher zu testen und der Hersteller dafür keine Haftung bei einem mögliche Unfall übernimmt. Wie blöd sind wir eigentlich, dass wir gesundheitlich alle in Zeitbomben einsteigen wollen? Ich bin nicht so blöd. Dazu brauche ich noch nicht einmal katholisch zu sein.

    „Ich glaube nicht, dass irgendjemand, der mitdenkt, glauben kann, es ginge hier noch um das Chinavirus.“

    Auch hier können sie das „noch“ ruhig weglassen. Es ging nie um irgendein Virus. Wenn es denn wirklich so tödlich war, wir man uns angelogen hat, warum waren dann im gesamten Zeitraum alle Lebensmittelläden und Supermärkte geöffnet? Weil das Virus Angst vor der Kühltheke hat? Es geht natürlich um Bevölkerungsreduzierung. Was sonst? Bill Gates, der Hauptsponsor u.a. bei der WHO und Planet Parenthood, der mal so eben die ganze Weltbevölkerung durchimpfen will, schert sich einen feuchten Dreck um die Menschen und deren Gesundheit. Als Anhänger der Eugenik, steht er in den Schuhen seines Vaters, der den Vorsitz von Planed Parenthood in den siebzigern innehatte, einer Organisation, die mit der Vorstellung gegründet worden war, die meisten Menschen seien nur »rücksichtslose Züchter« und »menschliches Unkraut«, das gekeult beziehungsweise ausgerissen werden müsse.
    (Quelle: https://www.inhr.net/)

    Wenn man bedenkt, dass in den letzten 40 Jahren zwischen 1,6 und 2 Milliarden ungeborene Menschen systematisch ermordet wurden und Planed Parenthood an vorderster Front diese Tötüngsmaschine befeuerte, dann gilt die Frage des Hohenpriesters Kaiaphas in diesem Fall richtig: „Wozu brauchen wir noch weitere Zeugen?“

    In meiner Familie sind alle geimpft. Da hat mein Reden nix genützt. Nun sollen sie im Oktober-November zur Folgeimpfung und sind ganz empört, dass sie immer noch mit Mundlappen ihren Quark im Kühlregal kaufen müssen, obwohl ja in den Supermärkten…..aber lassen wir das.

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  5. „Diese Angelegenheit zeigt eben auch, wie schnell eine Verfassung mit ihren Rechten einfach ignoriert werden kann, ohne irgendwelche offenen Änderungen oder Machtergreifungen.“

    Das ist der springende und erschreckendste Punkt an der ganzen Angelegenheit. Was war das für ein Bohei um unser dolles GG im Jahr 2019, 70 Jahre! Im nächsten Jahr ist es das Papier nicht wert, auf dem es steht, und 2021 kann man das Verfassungsgericht dazu in die Tonne treten.

    „… es ist erlaubt, etwas an sich Erlaubtes zu tun, um das zu erreichen.“

    Ich bin zur Impfung gegangen, aber mir die Entscheidung von meinem Arbeitgeber aus der Hand nehmen lassen, der das organisiert hat. Grundlage für eine Zustimmung war für mich die Stellungnahme der Glaubenskongegration. Auch wenn es aus Rom in letzter Zeit sehr viel Ärger gegeben hat, war ich in diesem Fall sehr froh, eine klare Leitlinie zu bekommen. (Danke für den Link zur Stellungnahme von Pater Ramm, die ich noch nicht kannte.) Aber was soll man dazu sagen? Leider bin ich in einer beruflichen Position, wo ich mir zum einen Trotz nicht leisten kann, zum anderen bin ich gerade im vergangenen Jahr durch massivste Eingriffe in meine Lebensführung – hier auch ergebensten Dank an die Kirche, die die gegenseitige Spendung des Ehesakramentes vorläufig für irrelevant erklärt hat >:/ (ich ‚verzeihe‘ ihr das nur, weil mir meine neue Gemeinde nach Umzug zeigt, dass vieles auch anders geht!) – dermaßen zermürbt worden, dass ich mit der Impfung das normale Leben zurückkaufe. (Aber warten wir erst einmal den nächsten Winter ab …).

    Politisch ist das alles eine Vollkatastrophe. Ich stimme im Wesentlichen Nepomuk zu: Es wäre ehrlicher gewesen, entweder ein Impfpflicht zu verordnen und diese rigoros durchzusetzen, oder die Leute in Ruhe zu lassen. Was jetzt in D und in Ansätzen in A abläuft – Testpflichten zu verordnen und die Leute bezahlen zu lassen, damit sie zur Impfung gehen – ist vollkommen inakzeptabel.

    Was die technische Seite der Impfung anbelangt (mRNA-Technik) bin ich eher entspannt. Es gibt keine ernsthaften Belege, dass RNA in irgendeiner Weise mit unserem Erbgut interagiert, außerdem ist es innerhalb von 50 Stunden im Körper wieder abgebaut. Ich denke, so wenig wie all die prognostizierten Corona-Horrorszenarien eingetreten sind, glaube ich auch nicht, dass bei der Impfung Horrorszenarien eintreten werden.

    Und von den Auswirkungen der Lockdowns auf Kinder und Studenten ist dann noch nicht einmal geredet worden. Abgesehen von den Belastungen, die uns Erwachsenen auferlegt worden sind, möchte ich bei diesem Thema nur noch kotzen.

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    1. „Ich denke, so wenig wie all die prognostizierten Corona-Horrorszenarien eingetreten sind, glaube ich auch nicht, dass bei der Impfung Horrorszenarien eintreten werden.“

      Werter Sokleidas,

      die prognostizierten Corona – Horrorszenearien werden und wurden doch für die Impfkampagne herbei geredet. „Ihr werdet alle sterben, wenn ihr euch nicht impfen lasst!“ Sehen Sie da keinen Gemeinsamkeit?

      Ich finde es auch höchst bedenklich, wenn der Arbeitgeber eine Impfung organisiert. Warum? Eine Impfung empfiehlt mir der Arzt und legt dann die Verantwortung, für oder gegen die Impfung, nach gründlicher Beratung in die Hände des Patienten.

      Es gibt Impfzentren, die nach einer erfolgten Impfung, Gutscheine von Mc. Donalds(!) verteilen oder Freifahrscheine für die Achterbahn. So nach dem Motto: Impfung schützt auch vor ungesunder Ernährung.

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      1. @Werter Gerd, ich widerspreche Ihnen nicht im Geringsten, Ihre Analysen sind richtig. Aber man wird mir einen wesentlichen und mir auch persönlich wichtigen Teil meines Berufes verwehren, wenn ich nicht geimpft bin. Ich kann es mir anders nicht leisten. Und genau das ist der Zweck dieses totalitären Zugriffs. Ich muss mir die ganze Sch… schönreden.

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      2. „Aber man wird mir einen wesentlichen und mir auch persönlich wichtigen Teil meines Berufes verwehren, wenn ich nicht geimpft bin.“

        Werter Sokleidas,

        jeder sollte sich, egal ob geimpft oder nicht, darüber im Klaren sein, dass wir in einer faschistischen Diktatur mit demokratischem Pseudoanstrich leben. Wenn heute die Nichtimpfung ein Berufsverbot zur Folge hat, dann wird es morgen die Religion, die Rasse oder die krumme Nase sein. Man kann sich natürlich diesen ganzen Sch… noch irgendwie schönreden, aber ich denke die letzten Dinge werden schlimmer sein als das was wir heute erleben. Beten wir füreinander, mit den Worten „Oh, Gott komm mir zu Hilfe! Herr, eile mir zu helfen!“

        Einen gesegneten Sonntag!

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      3. Lieber Gerd,

        wenn das so ist (und an eine nahende Diskriminierung wegen Rasse und körperlicher Unschönheit glaube ich tatsächlich nicht… aber klar, wegen Religion mag eine kommen), so doch, wie Sie selber sagen, erst morgen.

        Hier wegen einer an und für sich durchaus akzeptablen Sache wie der Coronaimpfung the hill to die on zu machen, kann ich nicht nachvollziehen.

        (Und wenn sie unvorhergesehene Langzeitfolgen hat? Ja wenn schon! Was haben wir denn noch zu verlieren? – Also, ich bin fähig, auf zwei Ebenen zu denken: zum einen halte ich die Impfung für tatsächlich im wesentlichen ungefährlich und im wesentlichen wirksam. *Außerdem* aber, und für mich persönlich ist das zweifellos die primäre Überlegung: Ja wennschon, wie gesagt. Vom Nichtimpfen bekäme ich mein Leben nämlich bekanntlich auch nicht zurück, und der unerträglichen Situation durch Selbstmord zu entfliehen ist für Katholiken verboten [und natürlich an sich für alle anderen Menschen auch]. Bitte, wenn als Alternative die Option auf dem Tisch läge, daß wir uns alle darauf einigen, die Risiken jetzt in Kauf zu nehmen und wieder leben zu dürfen ohne angezogene Handbremse – aber diese Option *liegt* nun einmal nicht auf dem Tisch, und Solipsismus ist Blödsinn.)

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      4. „Hier wegen einer an und für sich durchaus akzeptablen Sache wie der Coronaimpfung the hill to die on zu machen, kann ich nicht nachvollziehen.“

        Werter Nepomuk,

        entschuldigen Sie meine, auch im Ausdruck, direkte Antwort. Es steht ja nun doch deutlich fest, dass die Coronaimpfung mitnichten eine „aktzetable Sache“ ist. In Israel, Island, Gibraltar erkranken nun doppelt Geimpfte an irgendeiner Deltavariante des ominösen Virus. Wie gefährlich SARS Cov 2 wirklich ist, weiß niemand, ausser die Panikschürer in den Ministerien und im Kanzleramt, die ständig der Bevölkerung in die Hirne trommelt, dass wir alle sterben werden.
        Was bewiesen ist: Es gab und gibt nicht die Horrorszenarien die uns Politker alla Kurz, Spahn (Bankkaufmann), Wieler (Tierarzt) und Merkel aus der Glaskugel gezaubert haben. Die Särgestapel von Bergamo haben sich nachweislich als Fake und politisch gewollte Aktion zum Angstschüren entpuppt. Kann man alles nachlesen, sollte man auch tun. Der „hill to die“ ist längst erklommen. Meine Schwägerin arbeitet in einem Senioren-Pflegeheim, wo alles geimpft wurde, was bei drei nicht auf den Bäumen war. Im übrigen ausnahmslos ohne(!) ausführliches Beratungsgespräch.Sie betreute intensiver 12 Heiminsassen, davon sind drei in einem Zeitraum von 4 Wochen nach der Impfung verstorben (das hat nach Angaben der Heimleitung natürlich nix mit der Impfung zu tun) und sechs von diesen bemitleidenswerten Senioren haben Hautauschlag und Geschwüre am ganzen Körper. Wie diese Hautkrankheit zu behandeln ist, stellt selbst Fachmediziner vor ein Rätsel und die Pflegerin bekommen als Antwort auf die Frage, was man denn dagegen tun könnte, Achselzucken. Das können Sie jetzt glauben oder als Verschwörungstheorie abtun. Das ändert nichts an den Tatsachen.

        Sehr zynisch finde ich Ihren Satz: „Und wenn sie unvorhergesehene Langzeitfolgen hat? Ja wenn schon! Was haben wir denn noch zu verlieren?“
        Na ja, vielleicht die Gesundheit? Oder das Leben? Ich frage mich ob Sie das ernsthaft so meinen. Langzeitfolgen müssen wissenschaftlich erforscht werden. Immerhin hat Gott uns den Verstand und die Wissenschaft geschenkt, sodass rücksichtslose Menschenverachter alla Bill Gates mit ihren Milliarden Dollars nicht fahrlässig jede Plörre auf den Markt werfen. In den sechziger Jahren wurde zahlreiche schwanger Frauen mit ähnlicher Rhetorik konfrontiert und haben dann im Vertrauen auf die Ärzte Contagan geschluckt. Wenigstens haben die Opfer-Kinder noch finanzielle Entschädigung für ihr beschwerliches Leben bekommen. Aus dieser Verantwortung haben sich alle Hersteller der Coronaimpfstoffe vertraglich gebeamt und das dem Staat überlassen. Wer sich dann auf den Staat verlässt ist entweder dumm, naiv oder beides.

        „Bitte, wenn als Alternative die Option auf dem Tisch läge, daß wir uns alle darauf einigen, die Risiken jetzt in Kauf zu nehmen und wieder leben zu dürfen ohne angezogene Handbremse – aber diese Option *liegt* nun einmal nicht auf dem Tisch, und Solipsismus ist Blödsinn.)“

        Angezogene Handbremse ist ein treffendes Stichwort. Wenn wir in unser geliebtes Auto steigen, sind wir uns alle ausnahmslos einig (vielleicht bis auf einige Hardcore- Radfahrer) die Risiken einzugehen, die mit einer Autofahrt automatisch in Kauf genommen werden. Da haben wir überhaupt keine Probleme dabei. Etwas anderes zu tun, wäre keine Option, da wird sogar die Handbremse gelöst. Sonst würde wir ja alle zu Fuß gehen. Solipsismus ist im übrigen beim Thema Corona- Impfung wärmstens empfohlen. Ich alleine entscheide ob mir die Spritze gesetzt wird oder nicht. Da gehen mich die anderen Mitmenschen erst mal nichts an, die im übrigen noch alle leben, anstatt wie vorhergesagt längst gestorben sind. Ich lass mich ja auch nicht gegen Zeckenbisse mit FSME-Wirkstoffen impfen um meine Frau beim Picknick im Wald zu schützen.
        Wenn wir wirklich eine tödliche Pandemie hätten, die wir nicht haben, also wenn wir wirklich eine die Menscheit dahin raffende Seuche hätte, dann wären die Leichenberge vor den Impfzentren höher als die Sarghügel in Bergamo. Dann würden sich die Impfwilligen nämlich tottrampeln um an die rettende Spritze zu kommen.

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      5. >>Sehr zynisch finde ich Ihren Satz: „Und wenn sie unvorhergesehene Langzeitfolgen hat? Ja wenn schon! Was haben wir denn noch zu verlieren?“ Na ja, vielleicht die Gesundheit? Oder das Leben? Ich frage mich ob Sie das ernsthaft so meinen.

        Ja.

        Wie gesagt, ich denke auf zwei Ebenen und halte auf der mir persönlich weniger wichtigen Ebene die üblichen Impfungen tatsächlich für im wesentlichen sicher und im allgemeinen wirksam, was bekanntlich Ausnahmen einschließt (weswegen Einzelfälle nichts beweisen; das Argumentieren mit Einzelfällen war schon ein bedenkliches Abgleiten in die Unwissenschaftlichkeit seinerzeit, als Corona losging, wird aber nicht besser, wenn es nun die Gegenseite macht). Das vorweg.

        Unabhängig davon kann ich aber, und das ist die Ebene 1, noch die allerschlimmsten Folgen, wie sie die allerschärfsten Impfkritiker unterstellen, ja durchaus als Hypothese annehmen. Und noch bei den schlimmsten verliert man, wie Sie hier ja auch sagen, *nichts weiter* (!) als lediglich (!) die Gesundheit und possibly das Leben.

        Und das mein‘ ich halt nicht zynisch, sondern genau so, wie ich es sage. Aber bitte, ich erläutere gerne.

        Es kann ja sein, daß Ihnen dieses Leben, das Sie selber ja sonst noch weit pessimistischer als ich schildern, sogar unter ewigen Coronamaßnahmen und mit all den noch zukünftigen Schicksalsschlägen, die Sie sonst weit ausführlicher als ich andeuten, immer noch dem Tod vorzuziehen erscheint. – Wäre das aber ernsthaft so, wenn Sie, nur mal der Hypothese wegen, annehmen, daß es tatsächlich diesseits des Jordans niemals mehr besser werden wird?

        Falls ja: bitte, ich respektiere das. Ich kann es nur nicht nachvollziehen. Ich bin nicht lebensmüde, sondern im Gegenteil lebenshungrig, aber nach wirklichem Leben: dem übernatürlichen hoffe ich primär, aber aber jedenfallls definitiv *auch* (auf Grund meiner Sünden vielleicht leider vor allem, aber das „leider“ bezieht sich nur auf „vor allem“) dem natürlichen wirklichen Leben. Sofern es mit moralisch erlaubten Mitteln möglich ist, das untote Dasein aufs Spiel zu setzen mit der Chance auf wirkliches Leben: *aber sofort ohne Nachfrage*. Und ich muß schon in einer moralisch sehr braven Stunde sein, daß mir von diesen Alternativen nicht der Tod selber als das immer noch zweitbeste erscheint.

        Das hat mit Zynismus nichts zu tun; es ist eine weitgehend nüchterne Darstellung der Alternativen. Vielleicht mag sie jemand verzweifelt nennen; aber nicht zynisch.

        – Und dabei ist es übrigens, um das Mißverständnis auszuräumen, *völlig gleichgültig* (auf dieser Ebene), ich betone *völlig gleichgültig* (also auf dieser Ebene), ich betone noch einmal *völlig gleichgültig* (also auf dieser Ebene), ob die Gefahr durch Corona übertrieben ist oder nicht oder ob die Krankheit gar ein Hoax ist oder nicht. Das spielt auf der anderen Ebene mit hinein, aber nicht hier. Hier gilt: Die Corona-*Maßnahmen* sind *auf jeden Fall* eine Realität, *und das ist der entscheidende Punkt*.

        Auf dieser Ebene ist natürlich auch die Hauptfunktion der Impfung das „ich hab‘ getan, was ich konnte, jetzt muß dann aber gut sein“. Wenn das unter einer gewissen eigenen Gefahr geschehen ist, ist das folglich genaugenommen logischerweise eine gute Sache, weil es das Argument verstärkt.

        (Wenn die Impfung dann auch tatsächlich noch was gegen Corona und dessen schwere Verläufe hilt, umso besser^^)

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      6. Also, Nepomuk, ich würde hier erst mal zwei Sachen sagen:

        1) Ich bin nicht so überzeugt, dass wir das normale Leben so schnell zurückbekommen, auch wenn sich alle impfen lassen. Dann sind ja wieder die Auffrischungsimpfungen nötig, und nicht dass dann noch irgendwas passiert, solange die Leute nicht alle ihre Auffrischungsimpfungen haben! Abgesehen von den Einschränkungen, die in anderen Bereichen kommen könnten – einige Grüne sagen mittlerweile sehr offen, dass sie extreme Einschränkungen wie bei Corona fürs Klima wollen. Deswegen sind, finde ich, auch kleinere Dinge ein „hill to die on“, weil man einem übergriffig werdenden Staat lieber früher als später eine Grenze setzt. Bei einer nicht so offensichtlich nötigen, guten Impfung greift hier einfach das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit, das ist einfach so.

        2) Du rechnest hier mit dem Tod als Nebenwirkung. Den fände ich jetzt auch ehrlich gesagt nicht so schlimm – auch wenn ich das meiner Mutter niemals antun wollte, dass sie eins ihrer Kinder sterben sehen muss -, aber das kann man eben nur für sich sagen, nicht für andere, die vielleicht auch noch Wichtiges zu erledigen hätten. Und wie gesagt, du gehst immer nur vom Tod aus, nicht von länger dauernder oder chronischer Krankheit. Ich hab ja eine chronische Krankheit und werde die voraussichtlich auch noch Jahrzehnte haben (zum Glück ist es im Moment besser als zu anderen Zeiten schon), und ich fände ein Leben ohne Coronamaßnahmen aber mit Krankheit nicht unbedingt leichter als ein Leben ohne Krankheit mit Coronamaßnahmen. Krankheiten können schon den Alltag ziemlich einschränken, auch den Kontakt mit anderen Leuten.

        – Crescentia.

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      7. >>und das ist die Ebene 1

        gemeint: und das ist für mich persönlich die wichtigere Ebene.

        Für die Argumentation ist nur entscheidend, daß es eine andere ist.

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      8. >>Solipsismus ist im übrigen beim Thema Corona- Impfung wärmstens empfohlen. Ich alleine entscheide ob mir die Spritze gesetzt wird oder nicht.

        Sie haben nicht verstanden, was ich damit sagen wollte (das ist kein Vorwurf, ich habe vielleicht auch mißverständlich formuliert).

        Was Sie schreiben, klingt für mich so, als müßte man bloß entscheiden: okay, ich nehm‘ das Risiko an Corona zu erkranken in Kauf, sollten wir alle tun, ist ja auch das Richtige – und dann hätte man sein Leben zurück.

        Diese Entscheidung hätte ich zweifelsohne längst genauso getroffen, wenn sie mir möglich gewesen wäre. Daß ich aber das bekomme, was ich will, und das ist in dem Zusammenhang nun einmal: frei leben, reicht es nicht, daß ich das selber so entscheide, sondern dafür müßten es in der Variante ohne Impfung auch die anderen alle tun, und ich kann solange denken, wie ich will, daß es eigentlich das Richtige wäre, die Meinung der anderen ändert sich davon nicht. *Das* war mit „Solipsismus ist Unsinn“ gemeint.

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      9. Liebe Crescentia,

        danke für Deine Antwort.

        Zu 1: Ich bin jedenfalls nicht bereit, einen „hill to die on“ unterhalb der persönlichen Einwilligung in eine Sünde aufzubauen oder, wie Gerd das zu tun scheint, das von anderen zu verlangen. Außerdem, wie gesagt, verstehe ich das bei der Impfung nicht. Die Gründe habe ich geschildert; jedenfalls ist es in sich unlogisch, sowas nun auf einmal bei der Impfung zu sehen, die doch ein weniger gravierender staatlicher Eingriff ist als noch die kleinste aller Coronamaßnahmen, Lüftungsfilter vielleicht ausgenommen.

        Zu 2: Sicher, es kann auch eine chronische Krankheit kommen, aber ich gehe jetzt immer noch davon aus, daß eine *solche* tatsächlich *weniger* schlimm ist als der Tod und Schmerzen weitgehend mit Schmerzmitteln behandelt werden können (ja, ich weiß, da hast Du Deine eigenen Geschichten zu erzählen, aber *an sich* dürfte das wohl so sein). Das Problem mit den Coronamaßnahmen ist ja gerade nicht, daß die Umstände die Kommunikation verunmöglichen, sondern daß die Umstände sie durchaus ermöglichen würden und man *nicht darf*.

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      10. >>das kann man eben nur für sich sagen, nicht für andere, die vielleicht auch noch Wichtiges zu erledigen hätten

        Sicher, das kann ich nur für mich sagen.

        Ich neige aber, es ist gerne zugegeben, dazu, aus der Tatsache, daß mir contra Senecam der Ausgang eben nicht offensteht, die Folgerung zu ziehen, daß ich durchaus ein Recht darauf habe, daß die anderen mir das Leben nicht unerträglich machen.

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      11. Noch was:

        >>Deswegen sind, finde ich, auch kleinere Dinge ein „hill to die on“, weil man einem übergriffig werdenden Staat lieber früher als später eine Grenze setzt.

        Ja, wenn man die Grenze *setzen* könnte, und er könnte sie dann nicht überschreiten… oder er könnte sie nur über die Leiche dessen überschreiten, der die Grenze setzt … ist aber halt nicht so. Ob er nun der Drache ist, den man erlegen muß, oder doch vielleicht der manchmal aus der Art schlagende Statthalter Gottes, ist eine andere Debatte, aber ein Lausbub, der manchmal über die Strenge schlägt und der Untertan durch das Setzen von Grenzen erziehen kann: nö. Das jedenfalls nicht.

        (Und in das Grundrecht meiner körperlichen Unversehrtheit würde auch eingegriffen werden, wenn der Staat sich mit der Ukraine verbünden, mich einziehen und zur Wiedergewinnung von rechtmäßig dieser gehörendem Land ins Donezbecken schicken würde.)

        Mein Vorbild in dem Zusammenhang ist, wie auch kein Geheimnis ist, der hl. Thomas Morus, der tapfer geschwiegen hat, bis er auf Grund falscher Zeugenaussagen wegen dem, was tatsächlich seine Meinung war, was er aber nicht gesagt hatte, verurteilt worden ist: und da ging es immerhin tatsächlich um den Glauben. Zum anderen die Christen in der Zeit nach der Konstantinischen Wende, die keinerlei Problem damit hatten, ein *äußerst* unterwürfiges und an den alten Kaiserkult nur allzusehr gemahnendes Zeremoniell zu akzeptieren, wenn es nur tatsächlich kein Kaiserkult *war*.

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      12. Werter Nepomuk,

        Sie schreiben:
        „Es kann ja sein, daß Ihnen dieses Leben, das Sie selber ja sonst noch weit pessimistischer als ich schildern, sogar unter ewigen Coronamaßnahmen und mit all den noch zukünftigen Schicksalsschlägen, die Sie sonst weit ausführlicher als ich andeuten, immer noch dem Tod vorzuziehen erscheint. – Wäre das aber ernsthaft so, wenn Sie, nur mal der Hypothese wegen, annehmen, daß es tatsächlich diesseits des Jordans niemals mehr besser werden wird?“

        Nun will ich auch wirklich verstehen, was Sie schreiben…..momentan stehe ich auf der Leitung. Sie gehen also davon aus, dass ich lieber in einem Staat lebe oder es vorziehe dort zu leben, der, weil ich mich nicht impfen lasse, mit seinen Grundrechtseinschränkungen mir gegenüber weiter machen kann bis zum Nimmerleinstag, weil die Geimpften(!) immer noch (mittlerweile berechtigte) Angst haben an Corona zu sterben? Und dass ich mich, wenn ich mir die genmanipulierte Suppe spritzen lasse, billigend den Tod in Kauf nehmen kann, weil es jenseits des Jordans ein besseres Leben gibt?

        Weiter schreiben Sie:
        „Und dabei ist es übrigens, um das Mißverständnis auszuräumen, *völlig gleichgültig* (auf dieser Ebene), ich betone *völlig gleichgültig* (also auf dieser Ebene), ich betone noch einmal *völlig gleichgültig* (also auf dieser Ebene), ob die Gefahr durch Corona übertrieben ist oder nicht oder ob die Krankheit gar ein Hoax ist oder nicht. Das spielt auf der anderen Ebene mit hinein, aber nicht hier. Hier gilt: Die Corona-*Maßnahmen* sind *auf jeden Fall* eine Realität, *und das ist der entscheidende Punkt*.“

        Wie soll man das im täglichen Leben enknoten? Wenn es zwei Ebenen gibt, dann müssen beide wahr sein, sonst taugen sie nicht. Da gibt es erst mal nichts zu trennen. Die sog. „Impf-Maßnahmen“ sind auch auf jedem Fall eine Realität. Die Corona-Maßnahmen wurden kreiert, entpuppen sich als Lüge, und nun sollen wir lieber die Langzeitwirkungen eines Genexperimentes in Kauf nehmen um ein normales Leben führen zu können? Wie soll man das eine von dem anderen trennen und auf verschieden Ebenen verfrachten?

        „Mein Vorbild in dem Zusammenhang ist, wie auch kein Geheimnis ist, der hl. Thomas Morus, der tapfer geschwiegen hat, bis er auf Grund falscher Zeugenaussagen wegen dem, was tatsächlich seine Meinung war, was er aber nicht gesagt hatte, verurteilt worden ist: und da ging es immerhin tatsächlich um den Glauben.“

        Na ja, der hl. Thomas, wird wohl so tapfer nicht geschwiegen haben, wie er tapfer zum Henker geschritten ist. Wenn die Zeugenaussagen falsch waren, dann hätte ein Lordkanzler wohl nichts befürchten müssen. Thomas Morus hat zu Lebzeiten seinem König wohl nicht schmeichelnd den Ehebruch verziehen oder gutgeheißen. Aber das nur am Rande.

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      13. Lieber Gerd,

        zu 1: „Nun will ich auch wirklich verstehen, was Sie schreiben“…

        Daß ich Sie dafür vielleicht bewundere, jedenfalls aber verwundert bin, daß Sie sich angesichts Ihrer generellen Einstellung über die gegenwärtigen Lage nicht den Tod wünschen, da dieses für mich eine konsequente Folgerung aus derselben wäre.

        Damit war kein Sollen impliziert. Aber – tatsächlich – ehrliche Verwunderung.

        Und daß ich um Verständnis dafür bitte, daß ich mir selber ihn auch nicht wünsche, gerade deswegen aber unterhalb einer Sünde alles tun werde, um (*richtig*) leben zu können. Wenn dazu gehört, sich vor übergriffigen Herrschern zu verdemütigen, bitte. – Wenn dazu gehört, sich (per hypothesim!) gefährlichen Impfungen auszusetzen, bitte. Und wenn jemand anderes anders denkt, dann erlaube ich mir die Bemerkung, daß ich das nicht nachvollziehen kann. In diese ist, ich sagte es schon, kein Sollen hineinimpliziert.

        Zu 2:

        >>Wenn es zwei Ebenen gibt, dann müssen beide wahr sein, sonst taugen sie nicht.

        Das hat doch mit Wahrheit gar nichts zu tun. Wenn es unterschiedliche Fragen sind, dann sind es unterschiedliche Fragen. Natürlich muß man sie dann beide wahrhaftig beantworten. Die beiden Fragen hier sind
        a) Ist die Impfung sicher und wirksam?
        b) Gesetzt, die Impfung wäre höchst unsicher und sehr gering wirksam, sollte man sich impfen lassen?

        Das sind zwei völlig unterschiedliche Fragen, und ich habe es vorgeziehen, im wesentlichen über das zu reden, worüber wir beide Ahnung haben (auch wenn wir dann anscheinend zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen^^), also über b).

        Zu 3:

        >>Na ja, der hl. Thomas, wird wohl so tapfer nicht geschwiegen haben, wie er tapfer zum Henker geschritten ist. Wenn die Zeugenaussagen falsch waren, dann hätte ein Lordkanzler wohl nichts befürchten müssen. Thomas Morus hat zu Lebzeiten seinem König wohl nicht schmeichelnd den Ehebruch verziehen oder gutgeheißen.

        Um den Ehebruch (bei dem er sicherlich den König auch nicht ins Gesicht beschimpfte) ging es damals gar nicht, sondern um die Frage, ob er den König als Oberhaupt der Kirche anerkennt. Dazu sagte er nichts; und Lordkanzler war er nicht mehr. Der falsche Zeuge beschuldigte ihn, daß er ihn hätte sagen hören, daß er den König nicht als Oberhaupt der Kirche anerkannte; daran war richtig, daß er es tatsächlich nicht *tat*, aber falsch, daß er das *gesagt* hätte. (Manchmal sind Dinge eben nicht ganz so einfach!) Er war der Meinung, der König würde seinen Freund nicht verurteilen, solange er sich nicht hineinritt. Das war falsch. Nach der Verurteilung war er dann freimütiger.

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      14. Nachtrag: Wenn ich mich nicht täusche, hatte er die Lordkanzlerschaft gerade niedergelegt, weil er sich sonst mit einem Eid zur Oberhauptschaft des Königs über die Kirche hätte bekennen müssen.

        Die Aktion war natürlich gewissermaßen beredt genug; *sagen* aber tat er nichts (er kannte sich im Recht aus), hätte daher nicht verurteilt werden dürfen, weswegen seine Gegner ja auch den falschen Zeugen auftrieben.

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      15. Werter Nepomuk,

        „Wenn dazu gehört, sich vor übergriffigen Herrschern zu verdemütigen, bitte.“

        Die Frage ob man das „unterhalb einer Sünde“ bewerkstelligen kann, müsste dann allerdings zumindest gestellt werden. Sich vor übergriffigen Herrschern zu verdemütigen, damit haben die Deutschen und andere Nationen reichlich Erfahrung gesammelt. Wenn z.B. schweizer Politiker fordern eine Kennzeichnungspflicht für Ungeimpfte einzuführen, dann kann man nur schwerlich unterhalb der Sünde bleiben, wenn man dazu schweigt. Spätestens hier sollte man das *richtige`Leben, welches man in der Verdemütigung führen möchte hinterfragen.

        “ Wenn dazu gehört, sich (per hypothesim!) gefährlichen Impfungen auszusetzen, bitte.“

        Na ganz so einfach kann man es dann doch nicht runterbrechen, zumal es längst keine Hypothese mehr ist, dass die sog. Impfungen gefährlich sind und das sie der ganzen Weltbevölkerung aufgezwungen werden soll. Was natürlich totaler Schwachsinn ist, aber ausgesprochen wird das von unserem Staatsoberhaupt ganz freimütig. Wenn man von Narzisten regiert wird, kommt das dabei raus.

        „Die beiden Fragen hier sind
        a) Ist die Impfung sicher und wirksam?
        b) Gesetzt, die Impfung wäre höchst unsicher und sehr gering wirksam, sollte man sich impfen lassen?“

        Die Fragen sind hier „Recht, Freiheit und Impfung. So zumindest die Überschrift dieses Artikels. Ich habe das Recht jede (!) Impfung zu verweigern ohne vom übergriffigen Staat dazu gezwungen zu werden, der die Ängste seiner Bürger erst grundlos angefacht und jetzt schamlos und kriminell ausnützt, indem er die Nichtgeimpften kriminalisiert und moralinsauer als „Volksschädlinge“ bezeichnet und nebenbei noch Plakatwände mit dem Spruch „IMPFEN IST FREIHEIT!“ verunstaltet.

        Danke für Ihre Geduld

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  6. Was mich als jungen Menschen an der Debatte stört, sind nicht die Maßnahmen zur Eindämmung zur Pandemie (wobei ich nicht einschätzen kann, ob alle diese Maßnahmen wirklich gerechtfertigt waren, man denke an die massive wirtschaftliche Vernichtung von zahlreichen Existenzen), sondern exakt dieser de facto Impfzwang. Ich soll gezwungen werden, mir Impfstoffe mit Notfallzulassung spritzen zu lassen – eventuelle Langzeitwirkungen (hoffentlich keine!!!) unbekannt. Stimmt das eigentlich mit dem Schrieb, den man vor dem Impfen unterschreiben soll, von wegen, für mögliche Impfschäden wird keine Haftung übernommen? Bei Abtreibungen und Euthanasie wird ständig auf die individuelle Freiheit gepocht, aber hier soll ich plötzlich aus ethischen Gründen in der Pflicht sein. Ich werde wohl im Herbst zur Impfung gehen, aber am liebsten mit einem konventionellen Impfstoff. Mal sehen. Die Äußerungen mancher Politiker machen mir jedenfalls Angst, und manchmal kommt in mir das Gefühl auf, dass wir Deutschen immer wieder ins Extrem, in den Fanatismus gezogen werden.

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    1. >>Stimmt das eigentlich mit dem Schrieb, den man vor dem Impfen unterschreiben soll, von wegen, für mögliche Impfschäden wird keine Haftung übernommen?

      Nein, aber man unterschreibt, dass man die Patientenaufklärung zur Kenntnis genommen hat. Ein „es wird keine Haftung übernommen“ wäre mir aufgefallen.

      Ansonsten: keine Langzeitnebenwirkung (man müßte wohl korrekterweise verspäteter Impfschaden oder sowas sagen, da, wenn ich recht informiert bin, das Wort „Langzeitnebenwirkung“ anders definiert ist) kann so schlimm sein wie die Kurzzeitnebenwirkungen der Coronamaßnahmen.

      Und die gehen nun einmal nicht davon weg, daß ich das will. (Was obendrein gewisse Prämissen voraussetzt wie 1. daß der Tod nicht das ultimative Übel ist und daß man ihn daher 2. nicht nur aus übernatürlichen Gründen, sondern sogar dafür in Kauf nehmen darf, daß das Leben auf lediglich natürlicher Ebene nicht der Natur des Menschen zuwider ist, was 3. zum Beispiel durch die Unterdrückung von Natur, Geselligkeit und Umarmungen der Fall ist – bei 1 widersprechen die Ungläubigen, bei 2 und 3 eine ganz gehörige Zahl von Gläubigen, die von dem in einigen Fällen zutreffenden Vorurteil ausgehen, daß das Unangenehme das moralisch Gute ist.) – So realistisch muß man schon sein.

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  7. „Auch wenn es aus Rom in letzter Zeit sehr viel Ärger gegeben hat, war ich in diesem Fall sehr froh, eine klare Leitlinie zu bekommen.“

    Klare Leitlinien aus Rom und der Slowakei: Bei seinem Besuch in der Slowakei beharrt der hl. Stuhl und die slowakische Bischofskonferenz darauf, dass nur vollständig Geimpfte an den öffentlichen Veranstaltungen mit dem Papst teilnehmen dürfen. Das schliesst die hl. Messen unter freiem Himmel (!!) mit ein.
    „Die Anmeldung über die offizielle Papstbesuchs-Website ist seit Freitag möglich. Wer sich registriert, erhält einen QR-Code, der zusammen mit dem Grünen Pass als Impfbestätigung vorgezeigt werden müsse, teilten das Organisationskomitee mit.“
    (Quelle kath-net)

    Als Jesus vom Berg herabstieg, folgte ihm eine große Menschenmenge. Da kam ein Aussätziger zu ihm und warf sich vor ihm nieder. „Herr“, sagte er, „wenn du willst, kannst du mich rein machen.“ Jesus sagte zu dem Aussätzigen: „Warum hast Du Dich nicht gegen Aussatz impfen lassen?“ Seine Jünger fügten hinzu: „Im übrigen kannst Du nur mit einer vorherigen Registrierung zu Jesus kommen! Geh zuerst in das Impfzentrum dann werden wir weiter sehen. Aber registrieren nicht vergessen!

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