Freut euch und jubelt!

Der Papst wird Russland (und die Ukraine) dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen, wie es die Gottesmutter in Fatima 1917 von den Seherkindern Lucia, Jacinta und Francisco gewünscht hat, und wie es jetzt viele Katholiken wieder gewünscht haben; wahrscheinlich hat das inzwischen jeder mitbekommen. Das ist so ziemlich das Beste – und eins der wenigen guten Dinge überhaupt -, die seit 2013 aus Rom gekommen sind (und es zeigt auch, dass Gott noch die allerschlimmsten Kleriker wie diesen Papst zu seinen Werkzeugen machen kann). Ich freue mich schon wahnsinnig, und wahrscheinlich realisiere ich nicht mal wirklich, wie sehr ich mich freuen müsste; man realisiert so etwas kaum, wenn man mittendrin ist. Es musste zwar erst ein Krieg passieren – und davor eine Mehr-oder-weniger-Pandemie und ein paar halbe Diktaturen -, aber es wird passieren, Russland wird Maria geweiht werden.

Ja, schon Johannes Paul II. hat 1984 die Welt dem Herzen Mariens geweiht, und dabei im Stillen hinzugefügt: „insbesondere Russland“ (nur im Stillen aus diplomatischen Gründen). Und laut der Seherin Lucia hat der Himmel das anerkannt, und wenig später begann Gorbatschow mit „Glasnost und Perestroika“, der Ostblock brach zusammen, die Christenverfolgung dort hatte ein Ende, und viel Leid war vorbei. Das war extrem unerwartet, und lässt sich eigentlich nur durch ein Eingreifen des Himmels erklären.

Aber es ist doch noch einmal etwas anderes, ob man es noch einmal ganz ausdrücklich so macht, und jedes Bemühen, dem Wunsch Mariens besonders direkt zu folgen, und nicht aus diplomatischen Gründen zurückhaltend zu sein, wird der Himmel sicher gern sehen. Manche Leute sind jetzt schon wieder etwas pessimistisch, weil es auch wieder nicht genau so gemacht würde, wie Maria es wollte, aber ich denke, dass es vor dem Himmel sehr viel wert sein wird. Es ist groß angekündigt worden, sodass sämtliche Bischöfe die Gelegenheit haben, mitzumachen, und zwar unter ausdrücklicher Erwähnung Russlands; und die Hinzufügung der Ukraine bedeutet doch, eher mehr zu machen, als gefordert, nicht weniger?

Ich glaube, wir können von jetzt an ein bisschen optimistischer in die Zukunft sehen. Vielleicht ist es schon zu spät, um manches abzuwenden, vielleicht auch nicht; aber auf jeden Fall ist es eine gute Nachricht. Und hoffentlich wird es wenigstens der Ukraine bald den Frieden bringen.

Übrigens: Bischof Athanasius Schneider hat ein Novenengebet veröffentlicht, für das Anliegen, dass die Bischöfe alle mitmachen, und das Ganze auch wirkungsvoll ist – denn natürlich hängt die Wirkung auch von den Gebeten aller ab. Also ab heute jeden Tag bis zum nächsten Freitag beten:

PS: An dieser Stelle vielleicht noch eine Erklärung für nichtkatholische Mitleser, die sich fragen könnten, wieso Gott (durch seine Heiligen) Forderungen stellt, die man erst erfüllen muss, bevor er eingreift, und noch dazu Forderungen nach Gebeten an Ihn? Nun, ganz einfach: Gott will unsere Mitwirkung an allem, Er gibt uns Macht, wirklich etwas in dieser Welt zu bewirken, durch zwei Mittel, nämlich Taten und Gebet, und Er will, dass wir für die ganze Welt, besonders unsere Nächsten und unsere Feinde, beten, und sie Ihm anempfehlen. Und er fordert (in diesem Fall) nicht mal große Heldentaten, sondern wirklich bloß das Gebet und den Gehorsam bzgl. der Art dieses Gebets, und hat uns dafür viel versprochen. Allgemeines zum Bittgebet hier.

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35 Gedanken zu “Freut euch und jubelt!

  1. Ich teile den Jubel und die Freude nur bedingt und wenn dann in der Stille. Russland wurde dem unbeflecktem Herzen geweiht und der Himmel hat das anerkannt. So zumindest die Seherin. Damit ist die Sache ja abgeschlossen, (Zusammenbruch der Sowjetunion, Widervereinigung Deutschlands) Wir leben allerdings in Zeiten, die sich selbst die Seher von Fatima nicht vorstellen konnten. Fakt ist, dass Russland ihre Irrtümer in die ganze Welt verbreitet hat, angefangen in China, die nun für die Zukunft nach menschlichem Ermessen eine sehr viel größere Bedrohung für die Welt darstellen, als es Russland jemals sein wird. Die Vertreter der Neomarxisten haben ganze Arbeit geleistet. Ich (Jahrgang 1960) erinnere mich noch an meine Schulzeit, wo uns Schülern von verkappten Bolschewisten der Aufstand gegen unsere Eltern eingeimpft wurde. Das passierte genau in der Zeit wo man begann das Bollwerk des katholischen Glaubens an den Fakultäten und Hochschulen zu schleifen und letztendlich auszuradieren. Was in unserem Land an Lüge, Korruption, Menschenverachtung und Nihilimus ans Tageslicht tritt wird den Himmel zum Weinen bringen. Meine Frau und ich werden wohl bald (es sei denn der Himmel greift ein) vor den Trümmern unserer mit Fleiss aufgebauten Existenz stehen, weil wir uns nicht impfen lassen wollen. Meinen Job bin ich schon los, und meine Frau hat Betretungsverbot in einer Werkstatt für Behinderte, wo sie seid 34 Jahren aufopferungsvoll für ihre Schutzbefohlenen gearbeitet hat. Und nun geht ein Papst hin, der seine Bediensteten zur Impfung zwingt und weiht Russland dem unbefleckten Herzen Mariens? Das erinnert mich stark an den Sohn, der seinem Vater versprach im Weinberg zu arbeiten, aber es dann doch nicht tat.

    Dem Gebetsaufruf von Athanasius Schneider schliessen wir uns gerne an.

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  2. Meine erster Gedanke war auch Freude. Ich habe den Link zum Vatikan sofort verbreitet. Nach kurzer Zeit kamen die ersten kritischen Hinweise bei mir an. Wird es denn auch richtig gemacht? Mit allen Bischöfen, nur Russland, Aufruf zu Sühnesamstagen?

    Die Tradition sieht die Weihe eher als nicht vollzogen an. Es ist zu befürchten, dass der Papst auch jetzt nicht schlicht dem Himmel gehorchen will, sondern Russland ngo-mäßig weiter moralisch isolieren will, so dass der Great Reset nicht unnötig gebremst wird.

    Für die Weihe hatte der Vatikan jedenfalls bis 1989 Zeit und hat die Zeit nicht genutzt. Russland hat seine Irrtümer in die ganze Welt verbreitet, die heute unter der transformierten Form des Kulturkommunismus in allen westlichen Ländern grassieren.

    Ein Mehrheit der Konzilsväter von VKII wollte ein weiteres Mariendogma und wollte den Kommunismus verurteilen. Das wenigen echten Progressisten haben alles getan, das zu verhindern, und haben es tatsächlich geschafft. Es gab 1964 eine Petition von 510 Bischöfen an Paul VI., die Weihe Russlands vorzunehmen. Der Vatikan wollte aber nicht die vom Himmel angebotenen Mittel verwenden, sondern nur menschliche. Die Weihe fand in der aufgetragenen Form nicht statt, man einigte sich bei VKII mit Mühe auf ein paar Titel für Maria, man machte Ostpolitik und Aggiornamento statt Weihe und Verurteilung des Kommunismus. Das war halt der „Geist des Konzils“. Man kann heute sagen, die Sache ging schief. Das sehen und baden wir heute aus.
    Aber mitbeten muss man schon.

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    1. „Es ist zu befürchten, dass der Papst auch jetzt nicht schlicht dem Himmel gehorchen will, sondern Russland ngo-mäßig weiter moralisch isolieren will, so dass der Great Reset nicht unnötig gebremst wird.“

      Und das glauben Sie ernsthaft?

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      1. Ich würde mich da auch gar nicht so verkopfen – die Weihe ist was, was zurzeit von mehr Gläubigen, auch in der Ukraine, gefordert wurde und gerade gut ankommt, also macht er es eben, vielleicht angestupst durch den Heiligen Geist, ohne dass er es merkt. Und wir können uns darüber freuen.

        Außerdem ließe sich unsere liebe Frau wohl kaum dafür benutzen, Klaus Schwabs Kontrollpläne durchzuboxen 🙂

        (Und als moralisches Vorbild kann man Russland auch nicht hinstellen. Ganz abgesehen von diesem Krieg, die Abtreibungsraten da sind der Horror – gut, in der Ukraine ist es nicht viel anders.)

        – Crescentia.

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      2. Ich bin ja immer (teilweise zur Verwirrung mancher, die den konzessiven Konjunktiv nicht zu verstehen willens sind, aber ich schweife ab) immer gern dafür zu haben, die Was-wäre-wenn-Frage zu stellen. Wie ein Fernsehmoderator neulich in relativ seltener Subtilität gesagt hat: „Nichts gegen absurden Unsinn, aber wenigstens interne Konsistenz wird man doch verlangen dürfen.“

        In diesem Sinne: *Und wenn* genau das die Absicht des Papstes wäre, mit ganz sinistren Hintergrundabsichten usw.?

        An der Wahrheit der einfachen logischen Aussage: „Wenn der Papst Rußland dem Unbefleckten Herzen Mariens weiht, weiht der Papst Rußland dem Unbefleckten Herzen Mariens“ (so formuliert, denn noch ist es nicht geschehen… aber die Absicht ist formuliert, und selbst das ist schon was) würde das genau was ändern? Nichts. Es ist insofern in der Beziehung (nicht in anderen) schlichtweg völlig wurst, ob der Papst „schlicht“ dem Himmel gehorchen will oder auch noch was anderes und ob er ein böser NGO-Great-Reset-Schemer ist oder was anderes oder ob er das immer ist oder nur manchmal nebenbei.

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      3. „Und das glauben Sie ernsthaft?“

        Nein, ich glaube das nicht wie ich Glaubensartikel glaube. Ich habe eine Befürchtung geäußert und über die Motivation des Papstes spekuliert, die ich genauso wenig kenne wie Sie.

        Die Bitte der Gottesmutter stammt aus dem Jahr 1929 nach der Ankündigung vom 13.07.1917 und es ging um die Verbreitung von Irrlehren aus Russland. Der wirtschaftliche Kommunismus, der Marxismus, der Bolschewismus, der Atheismus kamen damals überwiegend aus Russland. Die geforderte Weihe war auf die Überwindung des verkehrten philosophischen und „theologischen“ Systems gerichtet und nicht gegen die Russen als solche oder zur Beendigung eines Krieg im Jahr 2022.

        Russland gab ab 1989 den Kommunismus auf und kehrte zum orthodoxen Glauben zurück. Putin fördert heute den orthodoxen Glauben. Kirchen und Klöster wurden wieder aufgebaut. Der wirtschaftliche Kommunismus dürfte nur noch in Nord Korea, Kuba und etwas in China praktiziert werden. Wie Gerd gesagt hat, die Sache ist abgeschlossen. Was könnte dann der Sinn der Weihe aus der Sicht des Papstes sein?

        Die ukrainischen Bischöfe haben sich am 02.03.2022 mit der Bitte der Weihe von Ukraine und Russland an den Papst gewendet. Der Papst und die Bischöfe hatten von 1929 bis 1989 Zeit, die Weihe wie verlangt vorzunehmen. In dieser Zeit bedrohte der Ostblock die westliche Welt. Jetzt, nachdem der Kommunismus in Russland und praktisch weltweit seit 33 Jahren tot ist, kommt die Weihe.

        Was ist der Sinn? Der Papst weiht Russland, in dem der Kommunismus seit 33 Jahren tot ist, um den Kommunismus in Russland zu überwinden? Um den Kommunismus in Nord Korea, etc. zu überwinden? Um den Kulturmarxismus in der westlichen Welt zu überwinden? Was hat der Papst nach der Bitte der Bischöfe für ein Motiv, die Weihe vorzunehmen?

        Trotz nostra aetate könnte der Hl. Vater planen, die Orthodoxen mit der Fatima-Statue als „trojanischem Pferd“ heimlich katholisch zu machen und als verbrämter Befreiungstheologe zugleich versuchen, die Irrlehren des Kommunismus weltweit zu überwinden. Genial!

        Nein. Aber es gibt Staatsführer, neben denen der Papst lächelt, und solche, neben denen er grimmig schaut. Es gibt Strömungen, die er gutheißt (Klima, Impfen) oder ein breites Verständnis hat (Who am I to judge?) und solche, die er bekämpft. In dem Sinn lässt sich eine Motivation befürchten. Wenn die ukrainischen Bischöfe vor dem Kriegsbeginn die Weihe gefordert hätten, müsste man die Motivation sicher anders beurteilen.

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      4. „Und das glauben Sie ernsthaft?“

        Werter Sokleidas,

        glaubten Sie ernsthaft, dass man ein Berufsverbot ausgesprochen bekommt, weil man keine Experimente am eigenen Körper vornehmen lassen will? Willkommen in der Realität. Ich wurde gefeuert, weil ich gesund bin. Da ist der Gedanke, dass der jetzige Papst, der eine Impfpflicht im eigenen Staat durchgesetzt hat, keine lauteren Absichten verfolgen könnte naheliegend. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Genauso real ist die fehlende Bekehrung und Umkehr die die Gottesmutter in Fatima als Voraussetzung für eine Gebetserhörung genannt hat. Das Gegenteil ist geschehen. Die sog. westliche Welt hat Gott aus ihren Planungen verbannt und dem Satan, freiwillig oder nicht, das Spiel überlassen. Die Weihe an Maria ist kein Selbstläufer. Was glauben Sie denn, was nach der Weihe geschieht? Russland bekehrt sich und wir machen fröhlich so weiter? Das kann niemand ernsthaft glauben. „Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr genauso umkommen!“. So ist das! Von Umkehr ist in unserem Land nichts zu spüren. Ich werde kriminalisiert und als Terrorist bezeichnet, weil ich mich nicht „impfen“ lassen will. Ernsthaft!!

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      5. Lieber @gerd,

        bei aller Anteilnahme an Ihrem und Ihrer Familie persönlichen Schicksal (der ich mich anschließe): das war jetzt nicht das Thema.

        Generell, noch was:

        Es ist eine spannende Frage, was „die Irrtümer Rußlands“ eigentlich heißen soll. Natürlich kann man kaum auf die Geschichte blicken und sage, es sei nicht irgendwie wenigstens *auch* der Kommunismus; aber trotzdem: Als die Allerseligste in Fatima erschien, war Rußland eine Demokratie im westlichen Stil, die gerade ihren Zaren gestürzt hatte, und der Kommunismus eigentlich im wesentlichen ein „Irrtum Deutschlands“ (von Marx und Engels; mit französischen Vorgängern), den ja auch zu unserer Schande der deutsche Generalstab dann in Rußland pflanzte in der (berechtigten) Hoffnung, daß Lenin dann einen für Deutschland günstigen Frieden machen würde. Und natürlich war auch der Nationalsozialismus ein Irrtum Deutschlands; allerdings hatte gerade die deutsche konservative Militärmacht (also das, was uns eigentlich sympathischer ist als die NS-Ideologen und Hitler) auch schon *vor* dem Hitler-Stalin-Pakt, seit Rapallo, erhebliche russische Unterstützung. Und trotzdem: die Rede ist von den Irrtümern Rußlands, nicht Deutschlands. Hm.

        Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich sage nicht, daß das *nicht* der Kommunismus ist, ich frage mich nur, ob sowas wie Phyletismus und „da der russische Mensch die Idee des Menschen ist, ist es vor allem wichtig, daß alle Menschen Russen werden“ nicht *auch* drunter fallen könnten…

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      6. Werter Nepomuk,

        Sie schreiben: „bei aller Anteilnahme an Ihrem und Ihrer Familie persönlichen Schicksal (der ich mich anschließe): das war jetzt nicht das Thema.“
        Nein, das Thema ist es nicht, jedoch die Schlussfolgerungen können hilfreich sein. Wenn die materiellen Dinge, das Verdienen ums tägliche Brot vor den Augen zusammen bricht, weil ein zunehmend totalitärer Staat in die persönlichen Dinge und Grundrechte massiv eingreift, kann man nicht umhin etwas kritischer auf die Gesamtsituation zu blicken.
        Was die Weihe angeht, könnte es auch um hektischen Aktionismus gehen, was der Sache nicht dienlich ist. Da bin ich erst mal skeptisch und schaue was in der nächsten Zeit passiert.

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  3. Amen!

    – Und: Die Allerseligste hat *nicht* gesagt, man dürfe nicht „und die Ukraine“ hinzufügen; angesichts der Tatsache, daß die damals zum Großteil, wenn auch nicht vollständig russisch war (und der Rest mal Teil des Reiches des „Königs von Polen und Großfürsten von Litauen und vieler russischer Länder“ o. ä.), also durchaus geweiht werden sollte, man aber aus Gründen, die allgemein einsichtig sein dürften, schlechterdings bei einem öffentlichen Akt nicht sagen kann „wir weihen ‚Rußland‘ und damit meinen wir auch die Ukraine“, ist die Einführung sogar obviously the thing to do. Hier brauchen wir ebenso wenig bedenken haben wie wenn einer bei der Beichte sagt „so spreche ich dich, ähm, los von deinen Sünden“, obwohl in der Formel nichts von ähm steht, und eine Weihe, selbst wenn sie vom Himmel gefordert ist, bedarf nicht einmal der Genauigkeit einer Sakramentenspendeformel.

    Wenn überhaupt Bedenken, dann ob alle Bischöfe, wenigstens so halbwegs versteht sich – ich denke nicht, daß es *besonders* schlimm ist, wenn hie und da ein einzelner Bischof, der aber vom Papst eingeladen wurde, selbst kein Weihegebet spricht, der Weihe aber auch nicht widerspricht – mitmachen. Aber ehrlich: Auf Bedenken habe ich in dem Zusammenhang, die Novene bete ich natürlich trotzdem, ehrlich gesagt keine besondere Lust. Ich war nur so: „Äh, what??“ (So klingt freuen und jubeln bei mir so ungefähr.)

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    1. Nebenbei, kleiner Funfact am Rande: In den Vatikanischen Museen gibt es irgendwo eine alte Karte, wo die Ukraine trotz wahrscheinlich Detailunterschieden bei den Grenzen recht deutlich zu erkennen ist und „Russia“ heißt. Rußland ist ebendort auch deutlich zu erkennen, aber als „Muscovia“.

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  4. Unsere Liebe Frau von Fatima hat am 13. Juli 1917 angekündigt, sie werde wieder kommen, um „die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen zu fordern. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein; wenn nicht, dann wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten.“

    Rein theoretisch kann man dabei an Phyletismus denken, aber der betrifft doch die gesamte Ostkirche, nicht bloß Russland und ist auch kein katholisches Problem.

    Am 13. Juni 1929 hat die Gottesmutter die angekündigte Bitte ausgesprochen: „Dann sagte die Muttergottes zu mir [Schwester Lucia]: Der Augenblick ist gekommen, in dem Gott den Heiligen Vater bittet, in Einheit mit allen Bischöfen der Welt, die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz zu vollziehen…“

    Spätestens zum diesem Zeitpunkt liegen aus katholischer Sicht die Irrtümer offen zu Tage.

    „Waren es tatsächlich russische und nicht vielmehr wegen Marx und Engels deutsche Irrtümer?“

    Ich meine, man hätte auch Trotzky, Lenin, Lassalle, Bernstein, Lastrow usw. sagen können, so dass es also eher jüdische Irrtümer waren. Dann könnte man überlegen, wer die Revolution in Russland erdacht, organisiert und bezahlt hat, und wie es in Polen, Bayern, Ungarn war. Das Zentrum der Kulturrevolution war schon Russland.

    Die Weihe hätte also damals die Motivation haben können, sich von jüdischen Irrtümern loszusagen, also das alte Motto: non sicut judaeis. Das wäre dann zeitlos.

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    1. „… so dass es also eher jüdische Irrtümer waren.“ „Non sicut judaeis“. Aber holla. Ich spreche nicht aus, was ich von Ihren Bemerkungen halte. Sonst muss ich mir ja vorwerfen lassen, die „Antisemitismuskeule“ zu ziehen. Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass Sie um die unselige historische und mörderische Tradition Ihrer „Argumente“ wissen.

      „Unsere Liebe Frau von Fatima hat am 13. Juli 1917 angekündigt, …“ Wenn sie es denn getan hat. Marienerscheinungen gehören nicht zum katholischen Glaubensgut. Ich nehme mir daher das Recht, sie unter Berufung auf Art. 67 CCC für Humbug zu halten.

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      1. Nein, ich weiß nichts von der mörderischen Tradition der katholischen Lehre von Paulus bis Pius XII. Möglicherweise verwechseln Sie diese mit der Lehre der Nationalsozialisten. Ich weiß aber von der mörderischen Lehre der Kommunisten mit 100 Millionen Toten.

        Fatima gehört thematisch zum Konzil, vielleicht als letzter Ausstieg vor der Apokalypse. Theologie statt Anthropologie – Tradition statt Moderne – Kult Gottes statt Kult des Menschen – Messopfer statt Abendmahl. Genauso wie Sie sich das Recht nehmen, Fatima für einen Humbug zu halten, nehme ich mir das Recht, VKII für den falschen Weg für die Kirche zu halten. Der Vatikan hat aktuell die Weihe nötiger als Russland.

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      2. Werter Sokleidas,

        Humbug: „Etwas, was sich bedeutsam gibt, aber nur Schwindel ist.“ Wenn Sie so über die Erscheinungen in Fatima schreiben, dann doch hoffentlich nur aus einer Regung der Empörung über den Kommentar von iamfoetet und nicht weil Sie es sorgsam überlegt haben. Denn streng genommen wäre dann die Weihe, die jetzt ansteht und teilweise schon vollzogen wurde ein Schwindel.

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  5. Unabhängig davon, was man dazu sonst vielleicht sagen oder denken wollen würde: es war jedenfalls auch nicht von „jüdischen“ Irrtümern die Rede, sondern von russischen.

    Davon abgesehen war keiner der Genannten ein Jude (damit meine ich natürlich: dem Glauben nach), Engels (ohne den Marx unbekannt geblieben wäre) nicht einmal jüdischer Abstammung, Lenin in erster Linie ein russischer Adeliger (mit *einem* jüdischem Großvater mütterlicherseits), Trotzky wurde bekanntlich von dem Georgier (bzw. Osseten) Stalin, der auf seine alten Tage noch eine Judenverfolgung anzuzetteln versuchen würde, in mehrerlei Hinsicht beseitigt, Marx war aus einer preußischen Beamtenfamilie (wo religiös, wenn überhaupt, das Problem der Christlichen-Konversion-als-Assimilationshandlung bestand), und Lassalle war kein Kommunist, sondern Sozialdemokrat (Bernstein und Lastrow kenne ich nicht, auch nicht ihren Einfluß auf die kommunistische Macht- und Ideenwelt). Was immer man zur Gesinnung sagen will, die Fakten jedenfalls sollte man schon auf die Reihe bekommen.

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    1. Was waren denn dann nach Ihrer Meinung die russischen Irrtümer?

      Danke für Ihre Recherche. Ohne Sie würde ich glatt im Dunkeln tappen. Engels haben Sie zitiert, nicht ich. Jacob Lastrow und Eduard Bernstein mit vollem Namen.

      In der Führungsriege der ersten kommunistischen Regierung in Russland 1918 waren neben Lenin und Trotsky unter anderem noch Josiph David Djugaschwili-Kochba, Grigori Apfelbaum, Kohen Volodarsky, usw. Vielleicht sollten Sie Putin zum Rest fragen oder Maurice Pinay lesen.

      „Es war keiner der Genannten ein Jude (damit meine ich natürlich: dem Glauben nach).“

      Gibt es wohl einen jüdischen „Glauben“, ein jüdisches Glaubensbekenntnis nach der Zerstörung des Tempels, also etwas, was über die bloß irdische Gesinnung hinausgeht? Was steht eigentlich in Talmud und Kabbala? Haben Sie schon einmal in diesen Werken gelesen? Was darin über Jesus, Maria und die Christen steht?

      Auf dem VKII tobte eine Schlacht um russischem Kommunismus und jüdischer Religion. Jules Marx Isaak hatte zuvor als Ausgangspunkt die These vertreten, dass der christliche Antijudaismus, insbesondere bei Matthäus der schlimmste Antisemitismus sei. Johannes XXIII. stellte den Kontakt zu dem deutschen Kardinal Bea her. Im Kontakt mit Großrabbiner Elio Toaff kam dann Kardinal Bea auf die Idee, zur Judenfrage ein ökumenisches Konzil zu veranstalten. Um zu verhindern, dass es in der arabischen Welt zu einem Aufstand kam, hat man nostra aetate einfach auf alle Religionen erweitert.

      Mir nostra aetate waren die Juden rehabilitiert. Damit war es unmöglich, gleichzeitig den Kommunismus zu verurteilen. Man hätte besser auf die Gottesmutter gehört.

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      1. >>Was waren denn dann nach Ihrer Meinung die russischen Irrtümer?

        Das weiß ich nicht wirklich. Der Kommunismus wahrscheinlich schon irgendwie *auch*, alles andere wäre nach der Geschichte ja etwas absurd. Obwohl dieser meiner Meinung nach eher ein deutscher Irrtum ist. (Und ihrer, der ich widersprochen habe, ein jüdischer, was, hier der Punkt, *auch* etwas anderes ist.) Daß die Antwort nicht einfach ist, jedenfalls für mich nicht, macht ja gerade die Frage aus.

        >>Gibt es wohl einen jüdischen „Glauben“[…] nach der Zerstörung des Tempels, was über die bloß irdische Gesinnung hinausgeht?

        Äh, ja natürlich. Es haben zum Beispiel die Hindus einen Glauben (der falsch und götzendienerisch ist), die Moslems (der falsch, aber nicht götzendienerisch ist), ebenso die Protestanten (die der richtigen Religion angehören, deren Lehre aber häretisch ist). Mit den Juden, um Facebooks Statusangabe zu zitieren, „ist es kompliziert“, aber sie gehören gewissermaßen zwischen die Protestanten und die Moslems hinein. Zu sagen, sie (oder animistische Heiden for that matter) hätten „gar keinen Glauben“ ist schlechterdings absurd. (Ich habe das Wort *offensichtlich* nicht in dem Sinn gebraucht, in dem es nur auf einen Katholiken, am besten noch im Gnadenstand, zutrifft, und irgendwelche Wortgefechtereien sind doch unter Ihrem Niveau.)

        >>Danke für Ihre Recherche. Ohne Sie würde ich glatt im Dunkeln tappen.

        Kommen Sie. Ich hab‘ den persönlichen Angriff auch unterlassen, auch wenn es mir schwer gefallen ist. Aber gut, ich korrigiere den letzten Satz: sind doch *selbst* unter Ihrem Niveau.

        Engels habe ich hinzugefügt, weil er wichtig ist. Ohne ihn hätte es keinen Marxismus gegeben; daß Sie ihn nicht erwähnen, auch nicht als „wenn auch Engels“, weil er nicht zu ihrem Gedankengebilde paßt, spricht nicht für Sie. Und Lenin, wie gesagt, war ein russischer Adeliger.

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      2. Und im übrigen war Bernstein ein Sozialdemokrat. Was die übrigen betrifft, scheinen sie einige wichtige Leute von tatsächlich jüdischer Abstammung zu übergehen (in einem Gespräch mit einem Diskussionspartner ohne Schaum vor dem Mund würde ich jetzt einen Namen nennen), im übrigen aber Gerüchten nachzugehen, die auch in gewissen Nürnberger Postillen hätten erscheinen können.

        Und das ganz ohne katholische Not, denn das Problem mit dem Kommunismus ist, daß die Lehre falsch ist (und auch, daß sie insbesondere gegen die Religion gerichtet ist); nicht die Bekenntniszugehörigkeit seiner Erfinder, geschweige denn der Großeltern seiner Erfinder.

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      3. Ich bin eigentlich kein großer Fan von solchen Diskussionen… aber ist das, was viele damals (lange vor Hitler schon und ohne irgendwelche genozidalen Neigungen) an, wie sagt man am besten, „Menschen jüdischer Abstammung“ (eben gerade nicht automatisch selbst religiösen Juden) kritisiert haben, dass sie als Minderheit zu einem gewissen Liberalismus und einer gewissen Radikalität neigten, und, na ja, dass die (irgendwo unbewusst verinnerlichte) Theologie des Judentums auch eine gewisse Feindseligkeit ggü. der Mehrheitsgesellschaft gefördert hatte, die man wahlweise (als jüdischer Gläubiger) als christlich-ketzerisch bzw. (als jüdischer Modernist/Liberaler/Sozialist) als christlich-rückständig ansehen mochte? Solche Fehler können es natürlich begünstigt haben, dass man überdurchschnittlich viele Juden (in Russland damals m. W. 10% – also auch nicht gerade eine Mehrheit) unter den Kommunisten fand, aber dezidiert *jüdische* Irrtümer waren es deswesen eben nicht – wenn man schon jüdische Irrtümer verurteilen will, würde ich eher über die wirklich schlimme Lästerung von Jesus im Talmud reden, oder die Vorstellung von der Überlegenheit jüdischer Seelen, die allerhöchstens zeitweise in der Hölle enden könnten, oder die kompromisslerische Position zum Thema Abtreibung, oder die Kabbala oder so was. Wobei das heutige Judentum da ja auch so dermaßen uneinheitlich ist und jeder irgendwie was anderes glaubst (was man auch wieder kritisieren könnte).

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      4. Und, na ja, natürlich war das 2. Vatikanum ein bisschen peinlich mit seinem Ökumenismus, aber das gilt auch gegenüber den Protestanten, dem Islam, usw., also auch anderen Gruppen, die uns teilweise locker so feindselig waren wie irgendein antiker oder mittelalterlicher Rabbi, der den Talmud studiert und 3x täglich die Nazarener im 18-Bitten-Gebet verflucht.

        – Crescentia.

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    1. Aber die Piusbruderschaft war schon immer gut darin, ihre Positionen, selbst wo sie radikal sind (und mit allen stimme ich ja nicht überein), *nicht* vom dumpfem Geraune der Bauart „Alle sind gegen uns, also sind wir gegen alle und alles“ (selbst wenn es für die *erste* Hälfte sehr nachvollziehbar ist, so zu empfinden!) aus Teilen (und zwar aus kleinen) ihrer Anhängerschaft weiter „radikalisieren“ (das Wort ist unpassend, aber wir wissen, was gemeint ist) zu lassen.

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  6. Erst einmal ganz lieben Dank für die unterstellte Niveaulosigkeit. Aber ich stimme gerne zu, wenn Sie sich nur besser fühlen. Ich hatte übrigens nicht die Absicht, Sie zu beleidigen und möchte auch mit Ihnen in Frieden leben, bin aber durchaus offen, für weitere Beleidigungen.

    Der Kommunismus passt doch überhaupt nicht zum Deutschen. Wir hatten hier als Antwort auf den Bolschewismus den Nationalsozialismus. Die Revolutionen in Deutschland verpufften. Ich meine, nicht einmal die Linken kämen auf die Idee, den Deutschen jetzt auch noch die Schuld am Kommunismus zu geben. Der Kommunismus ist eine in der Idee und im Anfangshype eine jüdische Kulturrevolution. Das wurde übrigens damals in ganz Europa so wahrgenommen. Sie müssen nur einmal Bolschewismus und die europäischen Übersetzungen dazu in die Suchmaschine eingeben und auf Bildersuche gehen.

    Sie waren es doch, der von den Juden dem Glauben nach geredet hat. Wenn ich dann frage, welcher Glaube, unterstellen Sie mir, ich hätte gesagt, sie hätten „gar keinen Glauben“ und zitieren das noch in Anführungszeichen!, und weiter, „es sei absurd“, „es sei selbst unter meinem Niveau“. Lassen Sie doch einfach die Polemik und tragen etwas zur Sache vor, wenn Sie tatsächlich etwas dazu zu sagen wissen.

    „Bernstein war ein Sozialdemokrat.“ Das mag für heutige Ohren ganz normal klingen. Wenn man das aber im Zaren- oder Kaiserreich äußert, ist es revolutionär. Nein, ich will keine Diskussion über die Nuancen von Kommunismus, Sozialismus und Sozialdemokratie, da alles im Kern nicht katholische Lehre ist. Stellen Sie sich einfach vor, Sie müssen Thomas von Aquin erklären, dass jeder vom Kaiser bis zum letzten Bauern von seinem Eigentum abgeben muss, damit eine vom Volk gewählte Partei das Geld nach eigenen Vorstellungen unter die Leute verteilen kann.

    Nein, ich vertrete nicht die Ansicht einer kleinen radikalisierten Anhängerschaft in der Piusbruderschaft. Es ist die Ansicht der katholischen Kirche während der letzten beiden Jahrtausende. Sie ist vorgezeichnet im AT, klar ausgeführt im NT, bei den Kirchenvätern, in den Konzilien und päpstlichen Verlautbarungen. Bis der Rauch Satans in die Kirche eingedrungen ist, so Paul VI. nach dem Konzil im Jahr 1972.

    Wir können über diese Probleme natürlich schweigen und ich verstehe den Wunsch von Crescentia so, es ab jetzt auch zu tun, was auch klug ist. Aber wie sollen wir die Geschichte des Gottesvolkes, vor allem die Passionsgeschichte, die Geschichte des Neuen Testaments, die Kirchengeschichte, die Apokalypse erzählen, ohne die Juden und ihre Rolle zu erwähnen? Wir können sie nicht weglassen, da sie auch Teil unserer Geschichte sind. Und wir müssen die Geschichte erzählen, weil auch das jüdische Volk auf seine Erlösung wartet.

    Die Piusbruderschaft ruft dazu auf, den Rosenkranz mit dem Fatima-Zusatz, das Gebet des Engels von Fatima, das Weihegebet und die Lauretanische Litanei zu beten. Wer es kann, möge sich anschließen.

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