Das Video ist ja wirklich sehr witzig (also sehr sehr witzig!), aber…

…in der Filmversion von Disney ist Claude Frollo kein Kleriker! Was ich übrigens gar nicht schlecht gemacht finde, da meiner Erfahrung nach Laien immer wieder die größeren Fanatiker sein können als jeder Priester oder Bischof. Wieso bitteschön halten so viele Leute einen katholischen Fanatiker in einer schwarzen Robe so automatisch für einen Priester? Noch dazu, wenn er ausdrücklich als Richter bezeichnet wird? Leute, merkt euch das: Laien können das auch.

[Spoiler alert am Ende, was die Romanversion von „Der Glöckner von Notre Dame“ angeht!]

 

Hier übrigens zum Vergleich noch das Originalvideo aus dem Disneyfilm:

Eine Entdeckung: Ja, Blockflöten können schön klingen.

Wenn man Berufsmusiker unter seinen Facebook-Bekanntschaften hat, kann man die erstaunlichsten Entdeckungen machen. Wirklich erstaunliche, meine ich. Zum Beispiel die, dass Blockflöten nicht erfunden worden sind, um die unschuldigen Besucher von Kindergottesdiensten zu quälen, die sich das anhören müssen, was das Kindergottesdienstvorbereitungsteam mit ein paar Siebenjährigen zusammen fabriziert hat, und auch nicht, um die unschuldigen Kinder selber zu quälen, die erst die Blockflöte lernen müssen, bevor ihre Eltern sie an Klavier, Schlagzeug oder Geige lassen. Nein; Blockflöten können wunderschön klingen.

Man höre sich das mal an! Gänsehaut! Man fühlt sich nicht wie in der dritten Bankreihe hinter dem Kinderchor, sondern wie in archaischen Zeiten, wie in einer anderen Welt, wie bei Pan, dem Gott der Hirten, wie bei den Elfen, wie in der Höhle eines Fauns im Lande Narnia…

Die Augen unserer lieben Frau

Ich liebe Disneys Musical-Zeichentrickfilme. In letzter Zeit habe ich immer wieder einige davon (auch solche, die ich als Kind nicht gesehen habe) im englischen Original auf Youtube angeschaut; und das lohnt sich oft allein schon, um die Musik zu genießen. „The Lion King“, „The Lion King 2“, „Anastasia“, „The Rescuers“, „101 Dalmatians“, „Beauty and the Beast“, „Prince of Egypt“, „Tangled“, „Frozen“ – die enthalten alle sehr schöne Lieder; und zudem ist es auch ganz interessant, zu beobachten, welche Assoziationen und Anspielungen, mit denen in diesen Filmen gearbeitet wird, einem auffallen, wenn man sie als Erwachsene (na ja, so-mehr-oder-weniger-Erwachsene) sieht. Man vergleiche zum Beispiel mal hier die vor dem mordlustigen bösen Löwen Scar aufmarschierenden Hyänen an einer Stelle dieses Liedes aus „Der König der Löwen“ (etwa ab 1:40)

mit, sagen wir mal, Fotos oder Videos vom Nürnberger Reichsparteitag o. Ä. Hier zum Beispiel… sogar das großflächige Karomuster auf dem Boden, das im Film durch Lichtstrahlen und Schatten erzeugt wird, ist da:

(Quelle: https://museen.nuernberg.de/fembohaus/kalender-details/vor-80-jahren-die-entmachtung-der-sa-570/)

Davon abgesehen sind es meistens natürlich einfach schöne Geschichten, und sie sind auch deshalb gut, habe ich festgestellt, weil Disneys Darstellung des Bösen und des Guten zwar oft etwas klischeehaft und gelegentlich auch etwas einseitig, aber eigentlich meistens sehr treffend (und in einzelnen Fällen sogar überraschend treffend) ist.

Als ich zum Beispiel einen anderen Disneyfilm, „Der Glöckner von Notre Dame“, den ich mich erinnerte, als Kind sehr gemocht zu haben, letztens wieder angeschaut habe (diesmal als „The hunchback of Notre Dame“), ist mir erst aufgefallen, wie katholisch korrekt dieser Film sogar eigentlich ist, theologisch wie musikalisch. (Vollständig findet er sich übrigens hier: https://www.youtube.com/playlist?list=PLVLwLXWb_ZpNXsd279Gc1_zcIa-REwCP4 ; ein Kanal, auf dem sich zahlreiche dieser Filme finden, ist hier: https://www.youtube.com/channel/UCdFiEwNLNTLmizvmisBJrHA/playlists)

Man siehe sich allein den Anfang an: In den ersten paar Minuten schon kommen an mehreren Stellen deutlich verständliche Schnipsel des Dies irae und des Kyrie Eleison vor (auch an späteren Stellen des Films tauchen vor allem diese beiden liturgischen Gesänge immer wieder auf); und dann noch der weitere Liedtext; zum Beispiel hier bei ca. 3:04:

 

 

Archdeacon:

See there the innocent blood you have spilt

On the steps of Notre Dame!

 

Judge Claude Frollo:

– I am guiltless – she ran, I pursued. –

 

Archdeacon:

Now you would add this child’s blood to your guilt

On the steps of Notre Dame.

 

Frollo:

– My conscience is clear! –

 

Archdeacon:

You can lie to yourself and your minions,

You can claim that you haven’t a qualm.

But you never can run from

Nor hide what you’ve done from

The eyes –

The very eyes of Notre Dame!

 

Vom Erzdiakon, der mit der Leiche von Quasimodos Mutter im Schoß mit ausgestrecktem Arm hoch zur Kathedrale weist, wird übergeblendet auf die Reihen von Heiligenstatuen an deren Fassade, alle mit gruseligen, weißen, richtenden, wissenden, weit aufgerissenen Augen, die auf Frollo hinunterschauen. Bärtige, strenge Apostel, Bischöfe und Könige, dann ein in weißes Mondlicht getauchter, sehr ernst dreinblickender hellgrauer kleiner Engel mit gesenktem Schwert in der Hand und geschlossenen Augen, daneben ein grinsender, im Schatten liegender dunkelgrauer Dämon, der eine Waage hält; und zuletzt die Gottesmutter, in wallendem Gewand, mit einer Krone auf dem Kopf, einem Zepter im einen Arm und dem Jesuskind auf dem anderen, flankiert von zwei Engeln – und man würde es nicht glauben, wie gruselig man eine Madonnenstatue aussehen lassen kann, wenn ein Mörder in einem Disneyfilm zu ihr hinaufstarrt. Ja, vor den Augen unserer lieben Frau („Notre Dame“) kann er sich nicht verstecken.

Und dann geht es in einem der nächsten Lieder noch ganz wunderbar weiter, wenn auch diesmal auf andere Art:

 

 

Hier singt Esmeralda, als sie Kirchenasyl in Notre Dame gesucht hat; und auch sie wendet sich an die heilige Jungfrau mit ihrem Kind. Sie beginnt ihr Lied vor einer anderen Statue im Inneren der Kathedrale, einer nicht so gruseligen, aber immer noch königlichen, erhabenen, weihrauchumhüllten:

 

I don’t know if you can hear me, or if you’re even there.

I don’t know if you would listen to a gypsy’s prayer.

Yes, I know I’m just an outcast, I shouldn’t speak to you;

Still I see your face and wonder –were you once an outcast, too?

 

God help the outcasts, hungry from birth.

Show them the mercy they don’t find on earth.

God help my people, we look to you still.

God help the outcasts, or nobody will.

 

[…]

 

Sehr schönes Lied.

Auch die Darstellung des Bösen an späterer Stelle des Films ist völlig theologisch korrekt. Hier singt wiederum Richter Frollo, auch er im Gebet zu unserer lieben Frau:

 

 

Beata Maria, you know I am a righteous man,

Of my virtue I am justly proud.

Beata Maria, you know I’m so much purer

Than the common vulgar, wicked, licentious crowd.

 

Then tell me, Maria – why I see her dancing there,

Why her smoldering eyes still scourge my soul?

I fear her, I see her, the sulfur in her raven hair

Is blazing in me out of all control.

 

Like fire, hellfire, this fire in my skin,

This burning desire is turning me to sin.

It’s not my fault – I’m not to blame!

It is the gypsy girl, the witch, who set this flame!

 

It’s not my fault, if in God’s plan

He made the devil so much stronger than a man…

Protect me, Maria! Don’t let the siren cast her spell,

Don’t let her fire sear my flesh and burn!

 

Destroy Esmeralda – and let her taste the fires of hell! –

Or else let her be mine, and mine alone…

Hellfire – dark fire – now, gypsy, it’s your turn!

Choose me or your pire, be mine or you will burn!

 

[…]

 

Das Lied beginnt damit, dass Richter Frollo sich in seinem Gebet zur seligen Jungfrau („beata Maria“ heißt einfach „selige Maria“) ganz ruhig selbst zu seiner Tugend gratuliert, geht damit weiter, dass er seine (empfundene) Schuld auf andere schiebt (die Frau, der Teufel und deren Schöpfer selbst bieten sich dazu immer an – wir erinnern uns, Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben und so habe ich gegessen; Die Schlange hat mich verführt und so habe ich gegessen), und endet damit, dass er in rasender Wut Mordpläne schmiedet.

Die Quelle alles Bösen ist eben immer noch der Hochmut. Frollo kommt nicht mit den ganz normalen Versuchungen der ganz normalen Leute klar, weil er entschlossen ist, über diesen ganz normalen Leuten zu stehen; er kann seine Gedanken an ein tanzendes Zigeunermädchen, das er zufällig beim Karneval, den er schon nicht ausstehen kann (das übrigens schon ein sehr schlechtes Zeichen für einen Katholiken), gesehen hat, nicht einfach ruhig beiseitelassen und sich mit etwas Sinnvollem beschäftigen – sagen wir mal, Augustinus‘ „De trinitate“ zu lesen, Salbei in seinem Garten zu pflanzen, mit dem Kommandanten seiner Soldaten Schach zu spielen, oder auch wirkliche Verbrecher in Paris zu verfolgen -, weil er beschlossen hat, dass sie zwangsläufig nur auf teuflischer Hexerei dieses Zigeunermädchens beruhen können; etwas anderes kann nicht sein, denn dann wäre er ja ein normaler Mensch. (Nebenbei sollte ihm vielleicht einmal jemand den sehr großen Unterschied zwischen Versuchung und Sünde erläutern. Im mittelalterlichen Paris müsste es dafür ja eigentlich genug gute Theologen gegeben haben. Die hatten schließlich eine weithin berühmte Universität, an der sogar Thomas von Aquin gelehrt hatte, wenn ich mich recht entsinne.)

 

Drei Lieder an Maria; an Notre Dame, Unsere Liebe Frau, der die im Mittelpunkt der Handlung stehende Kathedrale geweiht ist. Drei Lieder, drei Menschen, drei unterschiedliche Gebete; um Gerechtigkeit, um Barmherzigkeit, und um Sünde geht es hier. Die Augen unserer lieben Frau sehen Verbrechen, sehen das Blut Unschuldiger zum Himmel empor schreien; und sie sehen das Leid der Ausgestoßenen, von denen sie selbst eine war – erst unehelich schwanger, dann auf der Flucht, um ihren neugeborenen Sohn vor einem mörderischen Tyrannen zu retten, dreißig Jahre später dann auf der Hinrichtungsstätte bei ihrem Sohn – ; und sie sehen auch die Gebete von Menschen in Versuchungen, Ängsten und Zweifeln, sehen gequälte, verzerrte, in sich gekrümmte, sich selbst belügende Gewissen wie Richter Claude Frollos, und haben auch Mitleid mit ihnen; auch dann, wenn solche Menschen von Anfang an nicht wirklich ernsthaft beten, sondern sich mehr selbst gratulieren, und am Ende nur noch ihr Verlangen nach Rache und ihren Hass hinausschreien.

Frollo ist irgendwie ein trauriger Bösewicht… kein 100-prozentiger Schurke, der „absolut böse“ ist (um einmal Herrn Höcke zu zitieren), sondern ein typischer Fanatiker, der sich in seinem Hass und auch seiner Angst verrannt hat und nicht mehr daraus hinaus kann, einerseits eine Art von Konsequentialist, dem in seiner Jagd auf die Zigeuner im Allgemeinen und Esmeralda im Besonderen schließlich alle Mittel recht sind, aber gleichzeitig auch inkonsequent und innerlich zerrissen (noch als er Esmeralda später auf dem Scheiterhaufen hat (ja, sie wird dann natürlich gerettet, keine Angst), bietet er ihr grinsend an, sie zu verschonen: „Choose me – or the fire.“). Frollo ist ein einsamer, trauriger, gehetzter Bösewicht; jemand, dem man wünschen würde, dass er am Ende Frieden finden würde.

Er ist nicht ausschließlich durch Hass und Stolz getrieben, glaube ich, sondern tatsächlich auch durch, ganz platt gesagt, eine tiefe Angst vor der Hölle, und vielleicht auch durch einen, wenn auch ziemlich pervertiertem, Wunsch, gut zu sein. Vielleicht hat es bei ihm damit angefangen… und dann wurde aus dem ursprünglich ehrlichen Wunsch, gut zu sein, der Wunsch, besser zu sein als andere, und er vernachlässigte einige Seiten des Guten und verzerrte andere, und so wurde er zu dem Menschen, als der er im Film auftaucht. Und als er sich dann eben erst einmal in seiner Härte und seinem Hass verrannt hatte, wurde es für ihn (wegen seiner tiefsitzenden Furcht vor den Konsequenzen der Sünde) immer schwieriger, die unterdrückte Stimme seines wahren Gewissens noch an sich heran zu lassen, sprich, zuzugeben, dass er sich ganz und gar auf dem falschen Weg befand, dass er viele Sünden begangen hatte durch seine Brutalität; diese Vorstellung war schrecklich für ihn. Ich spekuliere hier natürlich nur über sein Seelenleben… aber ich kann mir das gut vorstellen. Claude Frollo verkörpert vielleicht eine Art von mir seelenverwandtem Bösen. Es gibt ja verschiedene Arten des Bösen, und der eine kann die eine besser nachvollziehen, der andere eine andere.

Ich merke gerade, dass ich viel über den Bösewicht der Geschichte geschrieben habe und nahezu nichts über die eigentliche Hauptfigur, Quasimodo – der übrigens im zweiten der drei Lieder, die ich hier ausgesucht habe, lauscht, wie Esmeralda, die ihm zuvor geholfen hat, singt; und der ja selbst zu den Ausgestoßenen gehört, die von der Welt mit Gleichgültigkeit, Verachtung, Spott oder Furcht betrachtet werden. Hm, zu ihm vielleicht ein andermal mehr…

Ich glaube jedenfalls, ich habe alles in allem wirklich noch nie einen so katholisch korrekten Disney-Film gesehen. (Wobei „Frozen“ schon auch genial ist.)

 

[Anbei: Es ist auch ganz nett, dass die Filmindustrie hier ihren nicht allzu seltenen Antiklerikalismus vergessen hat; der Erzdiakon, auch wenn er keine allzu große Rolle spielt, gehört zu den Guten, und der Böse, der stolze brutale Fanatiker, ist ein Laie.]

 

PS: Wenn sich jemand fragt, was nun die eigentliche Aussage dieses Beitrags ist:

A) Disneyfilme sind gut, insbesondere „Der Glöckner von Notre Dame“.

B) Unsere liebe Frau ist uns eine Mutter und Königin, die uns helfen will, besonders, wenn wir uns hilflos fühlen, weil wir einsam sind, von anderen verachtet werden, uns verrannt haben, oder Schuld auf uns geladen haben. Sie will uns, ganz egal ob wir selber an unserem Unglück schuld sind oder nicht oder nur zum Teil, in unserem Unglück helfen und uns zu ihrem göttlichen Sohn führen, der uns aufrichten und trösten wird.

C) Ich spekuliere gerne über die Psyche von Figuren in Disneyfilmen.

Die wahre Liebe des Jesus von Nazareth

(Eins verrate ich gleich: Es ist nicht Maria Magdalena!)

 

Eins meiner Lieblings-Kirchenlieder ist „Tomorrow shall be my dancing day“:

Der Text dieses Liedes stammt wohl bereits aus dem England des späten Mittelalters; die Melodien, die man in den Youtube-Videos dazu hört, dagegen aus dem 19. Jahrhundert (oder von später). Aus dieser Zeit stammt wahrscheinlich auch der Brauch, das Lied zu Weihnachten zu singen und einen großen Teil der Strophen wegzulassen, damit es eben so einigermaßen als Weihnachtslied durchgehen kann, und es den Leuten nicht auffällt, dass es eigentlich zu einem Passionsspiel gehört; jedenfalls gehört es das laut Wikipedia wahrscheinlich, und so ergibt der Text, in dem übrigens Jesus in der Ich-Perspektive spricht, auch ehrlich gesagt am meisten Sinn. Vollständig lautet er:

 

Tomorrow shall be my dancing day;

I would my true love did so chance

To see the legend of my play,

To call my true love to my dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

Then was I born of a virgin pure,

Of her I took fleshly substance

Thus was I knit to man’s nature

To call my true love to my dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

In a manger laid, and wrapped I was

So very poor, this was my chance

Between an ox and a silly poor ass

To call my true love to my dance.

 

 Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

Then afterwards baptized I was;

The Holy Ghost on me did glance,

My Father’s voice heard I from above,

To call my true love to my dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

Into the desert I was led,

Where I fasted without substance;

The Devil bade me make stones my bread,

To have me break my true love’s dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

The Jews on me they made great suit,

And with me made great variance,

Because they loved darkness rather than light,

To call my true love to my dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

For thirty pence Judas me sold,

His covetousness for to advance:

Mark whom I kiss, the same do hold!

The same is he shall lead the dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

Before Pilate the Jews me brought,

Where Barabbas had deliverance;

They scourged me and set me at nought,

Judged me to die to lead the dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

Then on the cross hanged I was,

Where a spear my heart did glance;

There issued forth both water and blood,

To call my true love to my dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

Then down to hell I took my way

For my true love’s deliverance,

And rose again on the third day,

Up to my true love and the dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

Then up to heaven I did ascend,

Where now I dwell in sure substance

On the right hand of God, that man

May come unto the general dance.

 

Sing, oh! my love, oh! my love, my love, my love,

This have I done for my true love.

 

Hier wird also das Heilsgeschehen und insbesondere Jesu Tod als Tanz beschrieben.

„Tomorrow shall be my dancing day / I would my true love did so chance / to see the legend of my play / to call my true love to my dance“ heißt es in der ersten Strophe; etwa: Morgen soll mein Tanztag sein / ich wünschte mir, meine wahre Liebe würde die Gelegenheit ergreifen / die Geschichte meines Spiels zu sehen / ich wünschte mir, meine wahre Liebe zu meinem Tanz zu rufen. [„Legend“ konnte übrigens einfach etwas zu Lesendes, also Text oder Geschichte, bedeuten, so nämlich die wörtliche Bedeutung (legere = lesen), nicht zwangsläufig einen Mythos oder eine Sage. „Play“ würde ich mit Theaterspiel, Theaterstück oder etwas in der Richtung übersetzen, da das Leben und die Welt im Allgemeinen früher oft mit einem Theater verglichen wurden, in dem jeder seine besondere Rolle zu spielen hatte („Weltbühne“ usw.); solche Vergleiche kann man z. B. auch bei Shakespeare lesen, der ja örtlich und zeitlich nicht allzu weit von der Entstehung dieses Liedtextes entfernt ist. Außerdem ist der Text dann wieder doppeldeutig, da sich „play“ auf Jesu ursprüngliches Leben und gleichzeitig auf ein darüber aufgeführtes Theaterstück beziehen kann, was zum Sinn des Liedes passt. Bei der Übersetzung der letzten Zeile war ich mir nicht ganz sicher, worauf sie sich bezieht – ist das Spiel dazu da, zum Tanz zu rufen, oder sollte man es so übersetzen, wie ich es oben getan habe?]

Die erste Strophe heißt also jedenfalls übersetzt: Liebe Christen, kommt doch alle zum Passionsspiel, wenn es jetzt vor Ostern aufgeführt wird, und zwar, um zu sehen was euer göttlicher Bräutigam für euch getan hat.

Das Lied scheint zum Anfang eines solchen Mysterien- oder Passionsspiels zu gehören, wie sie vor allem im späten Mittelalter und auch noch in der Frühen Neuzeit oft aufgeführt wurden. (Es gibt sie natürlich auch heute noch, aber sie spielen keine so wichtige Rolle mehr in der Kirche – leider, meiner Ansicht nach.) Jesus blickt zurück auf sein irdisches Leben, seinen Tod, seine Auferstehung und seine Himmelfahrt und voraus auf den großen Tanz – den „general dance“, den allgemeinen Tanz – im Himmel, zu dem er die Menschen ruft, die noch auf der Erde leben. „Morgen“ („mein Tanztag“) bezieht sich wohl auf den Karfreitag; den jährlich wiederkehrenden Karfreitag, an dem das Passionsspiel aufgeführt wird, das die ursprüngliche Passion, den eigentlichen Beginn des Tanzes, wieder ins Leben ruft.

Für die Kirche – Kirche im Sinn aller Christen – gibt es verschiedene Titel. Einer der bekanntesten ist „Braut Christi“.

Der Apostel Paulus schreibt im Epheserbrief: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche. Denn wir sind Glieder seines Leibes. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche.“ (Epheser 5,25-32) Und im 2. Korintherbrief schreibt er: „Denn ich liebe euch mit der Eifersucht Gottes; ich habe euch einem einzigen Mann verlobt, um euch als reine Jungfrau zu Christus zu führen.“ (2 Korinther 11,2) Die Kirche als die Braut Christi zu bezeichnen, hat von daher ziemlich lange Tradition. Auch Jesus selber spricht in den Evangelien bildlich von sich als dem „Bräutigam“: In der Antwort auf die Frage der Johannesjünger, wieso Jesu Jünger, anders als sie und die Pharisäer, nicht fasteten: „Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.“ (Mt 9,15) Im Gleichnis von den zehn Jungfrauen, die als eine Art Brautjungfern dem Bräutigam entgegengehen, in Mt 25,1-13. Im Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl („Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete.“) in Mt 22,1-14. Dasselbe bezeugt Johannes der Täufer: „Ihr selbst könnt mir bezeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Messias, sondern nur ein Gesandter, der ihm vorausgeht. Wer die Braut hat, ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihn hört, freut sich über die Stimme des Bräutigams. Diese Freude ist nun für mich Wirklichkeit geworden. Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.“ (Joh 3,28-30)

Und diese allegorische Tradition hat nicht einmal erst mit dem Christentum begonnen: Im Alten Testament wird die Beziehung Gottes zu seinem Volk Israel andauernd mit einer Ehe verglichen: „Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen, ich traue dich mir an um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen.“ (Hosea 2,21-22). (Dieser Vergleich wurde übrigens dann auch dahingehend gedeutet, dass das Anbeten anderer Götter dann logischerweise mit Ehebruch gleichzusetzen war; eben etwa beim Propheten Hosea, der auf Gottes Geheiß hin eine Prostituierte heiratet, die ihm auch später noch untreu ist: „Der Herr sagte zu Hosea: Geh, nimm dir eine Kultdirne zur Frau und (zeuge) Dirnenkinder! Denn das Land hat den Herrn verlassen und ist zur Dirne geworden. Da ging Hosea und nahm Gomer, die Tochter Diblajims, zur Frau; sie wurde schwanger und gebar ihm einen Sohn.“, Hosea 1,2f.; „Der Herr sagte zu mir: Geh noch einmal hin und liebe die Frau, die einen Liebhaber hat und Ehebruch treibt. (Liebe sie) so, wie der Herr die Söhne Israels liebt, obwohl sie sich anderen Göttern zuwenden und Opferkuchen aus Rosinen lieben.“, Hosea 3,1. (Eine wunderbare Bibelstelle.) Oder in Ezechiel 16: „Ich leistete dir den Eid und ging mit dir einen Bund ein – Spruch Gottes, des Herrn – und du wurdest mein. […] Mit Gold und Silber konntest du dich schmücken, in Byssus, Seide und bunte Gewebe dich kleiden. Feinmehl, Honig und Öl war deine Nahrung. So wurdest du strahlend schön und wurdest sogar Königin. Der Ruf deiner Schönheit drang zu allen Völkern; denn mein Schmuck, den ich dir anlegte, hatte deine Schönheit vollkommen gemacht – Spruch Gottes, des Herrn. Doch dann hast du dich auf deine Schönheit verlassen, du hast deinen Ruhm missbraucht und dich zur Dirne gemacht. Jedem, der vorbeiging, hast du dich angeboten, jedem bist du zu Willen gewesen. Du hast deine bunten Gewänder genommen und dir an den Kulthöhen ein Lager bereitet und darauf Unzucht getrieben.“ (Ezechiel 16,8.13-16; Anmerkung: Diese Metapher bot sich auch deshalb an, da zu einigen der verschiedenen heidnischen Götterkulte auch Tempelprostitution gehörte (und übrigens, wie an späterer Stelle in Ezechiel 16 beschreiben, teilweise auch Menschenopfer – „Du hast deine Söhne und Töchter, die du mir geboren hast, genommen und ihnen als Schlachtopfer zum Essen vorgesetzt. War dir dein unzüchtiges Treiben noch nicht genug? Musstest du auch noch meine Söhne schlachten, um sie ihnen darzubringen und für sie durch das Feuer gehen zu lassen?“, Ezechiel 16,20f.)))

Ganz besonders wird diese Beziehung Gott – Volk Gottes auch im Hohenlied deutlich, das sich in seinen kurzen acht Kapiteln allein diesem Thema widmet. „Alles an dir ist schön, meine Freundin; kein Makel haftet dir an. Komm doch mit mir, meine Braut, vom Libanon, weg vom Libanon komm du mit mir! […] Verzaubert hast du mich, meine Schwester Braut; ja verzaubert mit einem [Blick] deiner Augen, mit einer Perle deiner Halskette.“ (Hohelied 4,7-9)

Und die Kirche ist ja schließlich das Volk Gottes des Neuen Bundes, das neue Israel, das aus Juden und Heiden zusammengesetzt ist. [Juden und Heiden hier im ethnischen Sinne. Heute besteht die Kirche zwar zum großen Teil aus Heidenchristen, aber einige Judenchristen gibt es ja auch noch (der 2007 verstorbene Pariser Kardinal Lustiger wäre ein bekanntes Beispiel); in ihrer frühesten Zeit herrschte das umgekehrte Verhältnis, aber da es auf der Welt einiges mehr an Heiden als an Juden gab und gibt, und ja auch nicht alle Juden Christen wurden bzw. sind, drehte es sich bald.]

Also ist das Verhältnis der Kirche, d. h. der Gemeinschaft aller Christen, zu Jesus wie das Verhältnis einer Braut zu ihrem Bräutigam, und dasselbe kann man auch von jedem Christen als Einzelnem sagen. Auch in der Offenbarung des Johannes steht schon wieder dasselbe: „Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem“, schreibt Johannes, „von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.“ (Offenbarung 21,2) (Jerusalem steht pars pro toto für Israel, das neue Jerusalem daher für das neue Israel.) Im selben Buch ist auch die Rede vom „Hochzeitsmahl des Lammes“. „Denn gekommen ist die Hochzeit des Lammes und seine Frau hat sich bereit gemacht. Sie durfte sich kleiden in strahlend reines Leinen. Das Leinen bedeutet die gerechten Taten der Heiligen. Jemand sagte zu mir: Schreib auf: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist.“ (Offb 19,7-9)

Um wieder zu dem Lied zurückzukommen: Den Tod mit der Allegorie des Tanzes zu beschreiben, kann einen zunächst an die spätmittelalterlichen Totentanzbilder denken lassen, aber bei näherer Betrachtung wird einem schnell der Unterschied auffallen. Beim Totentanz wird die Macht des Sensenmanns gezeigt, alle Menschen unterschiedslos zu seinem Tanz zu führen (nach seiner Pfeife tanzen zu lassen, sozusagen): Arme und Reiche, Untertanen und Könige, Bettler, Bauern, Händler, Priester, Päpste. Hier dagegen wird das Bild des Tanzes einfach deshalb verwendet, weil Tanz für Liebe steht. Und weil Jesus aus Liebe gelitten hat und gestorben ist – „for my true love’s deliverance“, für die Erlösung meiner wahren Liebe. (Unter Tanzen verstand man damals offensichtlich keine vorgeführten Tänze, wie Hip-Hop oder Ballett, sondern Paartänze, insbesondere Paartänze in Gruppen – was auch dazu passt, dass vom Führen des Tanzes gesprochen wird. (Z. B. an der Stelle, wo Judas spricht: „Mark whom I kiss, the same do hold! / The same is he shall lead the dance.“ – Seht, wen ich küsse, diesen nehmt fest! Dieser ist es, der den Tanz anführen soll. Oder eine Strophe weiter: „They […] judged me to die to lead the dance.“ – Sie verurteilten mich, zu sterben, um den Tanz anzuführen.))

Deshalb wird zwar auch der Tanztag, der Karfreitag, besonders hervorgehoben, aber der große Tanz dauert eigentlich schon Jesu ganzes Leben lang an. Alles, was Gott tut und was Er leidet, tut und leidet Er aus Liebe. Und diese Liebe wird ihre Vollendung im Jenseits finden; am Ende geht der große Tanz im Himmel weiter – dort, wo es kein Leiden mehr gibt, aber Liebe in Fülle. Zu diesem Tanz ruft Jesus seine wahre Liebe, das heißt jeden einzelnen; Er ruft sie von seinem Kreuz herab; Sein Tod ist, wenn man diesen Teil des Liedes so interpretieren will, noch nicht der Tanz selbst, sondern der Ruf dazu: „Then on the cross hanged I was, / Where a spear my heart did glance; / There issued forth both water and blood, / To call my true love to my dance.“ [Dann wurde ich ans Kreuz gehängt, / Wo eine Lanze mein Herz durchbohrte; / Daraus strömten Wasser und Blut hervor, / Um meine wahre Liebe zu meinem Tanz zu rufen.] Das Wasser hier wird wohl Lungenflüssigkeit gewesen sein; jedenfalls wurde dieser Vers über Wasser und Blut immer auch als eine geheimnisvolle Vorausdeutung auf die zentralen Sakramente der Taufe und der Eucharistie gelesen, die zum Eingang in die Kirche gehören, also sozusagen zur Hochzeitsfeier mit Jesus Christus. Der Tod und die Auferstehung Jesu werden in jeder hl. Messe wieder gegenwärtig; und sie sind es, die ewiges Leben bringen. Jeder einzelne Mensch ist dazu gerufen, zu Jesus Christus zu kommen, Christ zu werden, zu seiner Braut, der Kirche, zu gehören.

Insofern sollte ich den ersten Satz dieses Artikels wohl revidieren. Die heilige Maria von Magdala ist ja ein Geschöpf Gottes, also von Christus geliebt, und sie ist ein Geschöpf, das auch auf seine Liebe geantwortet hat, sie gehört also selbstverständlich zu seiner Braut, der Kirche, seiner wahren Liebe.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/09/Brooklyn_Museum_-_Jesus_Looking_through_a_Lattice_%28J%C3%A9sus_regardant_%C3%A0_travers_le_treillis%29_-_James_Tissot_-_overall.jpg

(James Tissot, Jésus regardant à travers le treillis, Wikimedia Commons; dieses allegorische Bild ist an Hohelied 2,9 angelehnt – „er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter“)

Rum, Romanism and Rebellion!

Heute mal etwas irische Musik – „Another Irish Drinking Song“ von Da Vinci’s Notebook:

 

„Gather ‚round ye lads and lasses, set ye for a while
and harken to me mournful tale about the Emerald Isle.
Let’s all raise our glasses high to friends and family gone
and lift our voices in another Irish drinkin‘ song.

Consumption took me mother and me father got the pox
me brother drank the whiskey ‚till he wound up in a box.
Me other brother in The Troubles met with his demise
me sister has forever closed her smilin‘ Irish eyes.

Now everybody’s died, so until our tears are dried
we’ll drink and drink and drink and drink and then we’ll drink some more.
We’ll dance and sing and fight until the early mornin‘ light
then we’ll throw up, pass out, wake up and then go drinkin‘ once again!

[…]

Someday soon I’ll leave this world of pain and toil and sin
the Lord will take me by the hand to join all of me kin.
Me only wish is when the Savior comes for me and you –
He kills the cast of Riverdance and Michael Flatley too!

Now everybody’s died, so until our tears are dried
we’ll drink and drink and drink and drink and then we’ll drink some more.
We’ll dance and sing and fight until the early mornin‘ light
then we’ll throw up, pass out, wake up and then go drinkin‘ once again
then we’ll throw up, pass out, wake up and then go drinkin‘ once again
then we’ll throw up, pass out, wake up and then go drinkin‘ once again!“

 

PS: Der Titel dieses Beitrags stammt nicht aus dem Lied; das ist ein Zitat von einem gewissen Reverend Dr. Samuel Burchard, der im Jahr 1884 auf einem Treffen der republikanischen Partei eine Woche vor der Präsidentschaftswahl die Demokraten als die Partei von „Rum, Romanism and rebellion“ charakterisierte (sollte heißen: die werden bloß von trunksüchtigen papistischen irischen Immigranten (und rebellischen Südstaatlern) gewählt). Dieser Kommentar kostete den republikanischen Kandidaten Blaine dann im Endeffekt vor allem in New York entscheidende Stimmen in der Wahl gegen Grover Cleveland. Das hat jetzt nicht so wiiirklich was mit dem Lied zu tun, ich fand das Zitat nur gerade so passend. (Wer hat denn hier was gegen „Rum, Romanism and rebellion“?)

(Amerikanische Karikatur, 1913, Wikimedia Commons)

PPS: Zum besseren Verständnis einiger Zeilen über Tod, Kartoffeln, Engländer, Waffenschmuggel und Troubles, siehe z. B. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Hungersnot_in_Irland , http://www.irlandfan.de/geschichte/chronologie/teil-3/ , http://www.irlandfan.de/geschichte/chronologie/teil-4/ , https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Irlands , https://en.wikipedia.org/wiki/The_Troubles

PPPS: Was Riverdance und Michael Flatley angeht – das scheint den Iren meinen kurzen Recherchen zufolge ungefähr das zu sein, was uns Bayern/Österreichern Musikantenstadl und Hansi Hinterseer sind – NICHT unsere Kultur!!!

I wonder as I wander out under the sky…

Ein etwas verspätetes Weihnachtslied – aber, wie es in einem der schönsten Weihnachtsfilme* heißt, besser spät als nie:

 

 

I wonder as I wander out under the sky

How Jesus the Saviour did come for to die

For poor ornery people like you and like I

I wonder as I wander out under the sky

 

When Mary birthed Jesus, ‘twas in a cow’s stall

With wise men and farmers and shepherds and all

But high from God’s heaven a star’s light did fall

And the promise of ages it then did recall

 

If Jesus had wanted for any wee thing

A star in the sky or a bird on the wing

Or all of God’s angels in heaven to sing

He surely could have had it ‘cause He was the King

 

I wonder as I wander out under the sky

How Jesus the Saviour did come for to die

For poor ornery people like you and like I

I wonder as I wander out under the sky

 

Oh, und noch eins, weil John Rutter wirklich schöne Lieder geschrieben hat:

 

 

(3 Kings)

We three kings of Orient are

Bearing gifts we traverse afar

Field and fountain, moor and mountain

Following yonder star

 

(Chorus)

O Star of wonder, star of night

Star with royal beauty bright

Westward leading, still proceeding

Guide us to thy Perfect Light

 

(Caspar)

Born a King on Bethlehem’s plain

Gold I bring to crown Him again

King forever, ceasing never

Over us all to reign

 

O Star of wonder, star of night

Star with royal beauty bright

Westward leading, still proceeding

Guide us to Thy perfect light

 

(Melchior)

Frankincense to offer have I

Incense owns a Deity nigh

Pray’r and praising, all men raising

Worship Him, God most high

 

O Star of wonder, star of night

Star with royal beauty bright

Westward leading, still proceeding

Guide us to Thy perfect light

 

(Balthasar)

Myrrh is mine, it’s bitter perfume

Breathes a life of gathering gloom

Sorrowing, sighing, bleeding, dying

Sealed in the stone-cold tomb

 

O Star of wonder, star of night

Star with royal beauty bright

Westward leading, still proceeding

Guide us to Thy perfect light

 

(3 Kings)

Glorious now behold Him arise,

King and God and sacrifice,

Heaven sings, „Hallelujah!“

Hallejujah!“ Earth replies.

 

O Star of wonder, star of night

Star with royal beauty bright

Westward leading, still proceeding

Guide us to Thy perfect light

 

* „Der Kleine Lord“, selbstverständlich!

 

PS: Mit den schwierigen Bibelstellen geht es übrigens bald weiter, aber a) ich will gleich mal mehrere Beiträge dazu vorbereiten, damit ich das Ganze möglichst systematisch und geordnet habe, und das dauert ein bisschen, vor allem, weil ich die jeweiligen Themen auch möglichst gründlich behandeln will; und b) ich warte gerade noch auf ein kleines Buch über Biblische Archäologie, das ich auf Amazon bestellt habe und dessen Lieferung ich eigentlich schon früher erwartet hätte; ich will darüber nämlich eigentlich nicht aus dem Gedächtnis heraus schreiben, was ich noch so ungefähr weiß, oder mir meine Infos bei Wikipedia zusammensuchen, sondern ein paar Sachen noch genau nachschauen.