Reihe: Über schwierige Bibelstellen

Anmerkung: Ich bin gerade dabei, einige Teile zu überarbeiten, um größere Klarheit, (und auch etwas mehr Kürze!) in diese Reihe hineinzubringen, und außerdem die Bibelzitate aus der alten Einheitsübersetzung durch die aus der etwas besseren revidierten Fassung zu ersetzen. Wenn sich dadurch Widersprüche zwischen schon überarbeiteten (Teil 1, Teil 2, die Nachträge zu Teil 2, die Teile 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, der Exkurs nach Teil 14, und die Teile 15, 16, 17, 18, 19, die Nachträge zu Teil 19) und noch nicht überarbeiteten Teilen ergeben, eine Entschuldigung im Voraus; das wird bald gelöst sein.

Inhalt

Teil 1: Die Problemstellung

Teil 2: Das katholische Schriftverständnis

Nachträge zu Teil 2

Exkurs: Etwas Grundsätzliches über Gottes Gutheit

Teil 3: Über Historizität, Genres und „wörtlich gemeint“

Teil 4: Schöpfung, Urknall, Evolution, Sündenfall usw. – zur Bedeutung von Genesis 1-11

Exkurs zu Teil 4: Was sagt der Katechismus zu Sündenfall und Erbsünde?

Teil 5: Was in der Bibel steht – was die Bibel lehrt

Teil 6: Das Fortschreiten der Offenbarung – Wie wir das Alte Testament lesen sollen

Teil 7: Ein Beispiel – die rachsüchtigen und selbstgerechten Psalmen

Teil 8: „Ich aber will das Herz des Pharao verhärten“

Teil 9: Gericht, Verdammnis, und: Was war so schlimm an „Götzendienst“?

Teil 10: Bestrafung für die Sünden der Eltern? Über die Erbsünde und Ähnliches

Teil 11: Über das auserwählte Volk; und: „Bereut“ Gott?

Teil 12: Das Gesetz des Mose

Teil 13: Die Landnahme

Teil 14: Die Opferung Isaaks

Exkurs: Über das Ringen mit Gott (und der Bibel) – Weisheit 12 vs. Genesis 32

Teil 15: Sklaverei (und Kindererziehung und ungerechte Regierungen) in der Bibel

Teil 16: Was in den Apostelbriefen (und in der Genesis) über (Ehe)Frauen und die Rolle der Frau in der Kirche gesagt wird

Teil 17: 1 Korinther 7 – von den ehelichen Pflichten und dem Vorrang der Jungfräulichkeit

Teil 18: Der Töpfer und der Ton – was sagt Paulus über Prädestination?

Teil 19: Irritierende Aussagen und Taten Jesu – einige gesammelte Stellen

Nachträge zu Teil 19 – weitere irritierende Aussagen Jesu

Teil 20: Die Forderungen der Bergpredigt

Teil 21: Wunder und Dämonenaustreibungen

(wird fortgesetzt)

Wiederholung: Regeln für die Interpretation der Bibel

Regel Nummer 1 Gott kann sich nicht widersprechen. Also können auch die Lehren der Bibel und die Dogmen der Kirche einander nicht widersprechen – denn beide sind vom Heiligen Geist inspiriert. Folglich: Immer wenn es so aussieht, als würde die Bibel einer klar definierten kirchlichen Lehre widersprechen, missverstehen wir die Bibel. Wenn verschiedene Bibelstellen widersprüchlich oder unklar sind, brauchen wir eine weitere Instanz zu ihrer Auslegung, und das ist die Kirche. Einzelne Stellen der Bibel müssen außerdem im Kontext der gesamten Schrift gelesen werden.

Regel Nummer 2 Nicht alles, was in der Bibel steht, sondern was in der Bibel behauptet, explizit ausgesagt wird – das ist irrtumslos (vgl. Dei Verbum). Man muss immer die Aussageabsicht des Autors herausfinden.

Regel Nummer 3 Gott spricht zu Menschen. Das heißt, alles was in der Bibel steht, auch das gesamte Neue Testament, auch die Worte Jesu selber, ist immer noch bruchstückhafte und extrem vereinfachte Information.

Regel Nummer 4 Die historischen Bücher sind nicht zwangsläufig irrtumslos in Bezug auf jedes kleine Detail, weil das nicht bei antiken Geschichtsschreibern nicht zur Aussageabsicht gehörte.

Regel Nummer 5 Die Bibel ist keine systematische Zusammenstellung aller christlichen Glaubenslehren. Sie ist ein vielstimmiger Chor, kein Lehrbuch. Sie enthält viele verschiedene Genres.

Regel Nummer 6 Gott spricht nicht nur zu, sondern auch durch Menschen (vgl. Dei Verbum 12). Die Muslime glauben, dass der Koran wortwörtlich vom Himmel herab diktiert wurde. Die Katholiken glauben das von der Bibel nicht.

Regel Nummer 7 In Bezug auf die Historizität: Es macht nichts, wenn die Bibel die einzige Quelle zu einem Ereignis ist. Bei vielen Ereignissen, die vor so langer Zeit geschehen sind, gibt es nur eine Quelle.

Regel Nummer 8 Auch in der Geschichtswissenschaft und Archäologie gibt es immer wieder mal Fehldeutungen, voneinander abweichende Theorien und Irrtümer; abgesehen davon, dass leider nicht alle Bibelkritiker geschulte Archäologen sind, die die neuesten Erkenntnisse perfekt auf dem Schirm haben. Argumente gegen die Historizität bestimmter Stellen also erst einmal genau prüfen.

Regel Nummer 9 Unterschiedliche Beschreibungen eines historischen Ereignisses sind nicht dasselbe wie widersprüchliche Beschreibungen.

Regel Nummer 10 „Bildlich“ und „historisch“ schließen einander nicht aus.

Regel Nummer 11 Die Bibel ist kein naturwissenschaftliches Lehrbuch.

Regel Nummer 12 Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was in der Bibel steht, und dem, was die Bibel lehrt. Man muss nicht alles gut finden, was die Patriarchen oder die Propheten oder die Könige der Bibel taten. Nicht alles, was die Personen in der Bibel tun, auch nicht alles, was die „guten“ Personen in der Bibel tun, nicht einmal alles, was die guten Personen in der Bibel aus guten Motiven tun, ist von Gott als Vorbild für uns gedacht.

Regel Nummer 13: In frühen Stadien der Offenbarung sind Gottes Botschaften manchmal noch unvollständig.

Regel Nummer 14: Es gibt einen Unterschied zwischen dem direkt verursachenden und dem bloß zulassenden Willen Gottes.

Regel Nummer 15: Es macht keinen Sinn, Gott dafür zu beschuldigen, dass er einem Menschen das irdische Leben nimmt. (Das Argument ist hier nicht so sehr „beschwer dich nicht, dein Leben gehört Gott, er darf damit tun, was er will“, sondern eher „Gott, dem dein Leben gehört, wird dir dieses irdische Leben nur nehmen, wenn er einen guten Grund dafür hat, denn er will dir und allen anderen Menschen Gutes“.)

Regel Nummer 16: Das Alte Testament muss immer im Licht des Neuen interpretiert werden, weil Jesus das Wort Gottes ist.

Regel Nummer 17: Nur weil etwas in einem in der Bibel enthaltenen Gesetz reguliert wird, heißt das nicht, dass Gott es gutheißt.

Regel Nummer 18: Im Alten Testament muss man zwischen dem moralischen (Zehn Gebote etc.) und dem zeremoniellen Gesetz (Speisegesetze etc.) unterscheiden. Das zeremonielle Gesetz des Alten Bundes hat seinen Zweck erfüllt und ist jetzt nicht mehr nötig.

Regel Nummer 19: Paulus ist manchmal schwer zu verstehen, und das sagt sogar die Bibel selber. („Das hat euch auch unser geliebter Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben; es steht in allen seinen Briefen, in denen er davon spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen und die Unwissenden, die noch nicht gefestigt sind, verdrehen diese Stellen ebenso wie die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.“ (2 Petrus 3,15f.))

Regel Nummer 20: Wenn wir davon ausgehen, dass ein allmächtiger Schöpfer der Welt existiert, können wir nicht ausschließen, dass Er durch außergewöhnliche Zeichen, Wunder genannt, in die Welt eingreift.

Regel Nummer 21 Niemand hat einen Anspruch auf ein göttliches Wunder.

33 Gedanken zu “Reihe: Über schwierige Bibelstellen

  1. Vielen Dank für die vielen Einblicke. Ich kann gar nicht anfangen, aufzuzählen, was mir das alles an super Argumentationslinien aufzeigt. Und super Beispiele aus dem AT gewählt. Ich war ja so ein Kind, dass das AT nie anders als in der Lutherbibel kennengelernt hat (hatte keine Kinderbibel), und ich fand das Rumschlachten total spannend und eigentlich auch fast immer total einsichtig (aber ich bin auch heute ein großer Tarantino-Fan 😉 ). Da das für mich aber so überhaupt gar kein Widerspruch ist zu einem christlichen Leben, fehlt mir da manchmal ein gewisses…Einfühlungsvermögen.

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  2. Hallo, mir gefällt dein jugendlich-rebellischer Stil. Aber einiges müsste schon überarbeitet werden. Ich bin evangelisch, etwas freikirchlich und ein wenig katholisch von meiner Einstellung zur Bibel. Aber was du zum evangelischen Glauben schreibst, das finde ich dort nicht alles so wie beschrieben. Auch logische Fehler sind in der Argumentation enthalten. Z.B.
    „Im Zweifelsfall für die Kirche. Die Kirche hat immer Recht (wenn sie etwas mit unfehlbarer Autorität erklärt, was selten genug der Fall ist). (Wenn Protestanten über diese Aussage empört sein sollten, sollen sie mir erst einmal erklären, wie sie „Ihr seht, dass der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein“ (Jakobus 2,24) mit ihrer Römerbriefauslegung in eins bringen, oder wie sie „Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank“ (Johannes 6,55) lesen? Welche Seite verfälscht hier die Bibel?)“

    „Die Kirche hat immer recht“, kann man nicht dadurch begründen, dass jemand keine Antwort auf bestimmte Fragen hat. Im Übrigen, alle Kirchen haben den Menschen schon viel, viel, viel Leid zugefügt, wo sie nicht recht hatten. Bleibe katholisch, aber nicht erzkatholisch. Das tut dir nicht gut.

    Gott mit dir!

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    1. Das begründe ich auch nicht damit – sondern damit, dass sie von Christus begründet wurde und vom Heiligen Geist geleitet wird 😉

      Was den evanglischen Glauben angeht: Nichts, was man darüber schreibt, trifft auf jede einzelne evangelische Kirche zu; das ist ein Problem, wenn man über ihn redet, aber ich habe auch keine Lust, jedes Mal endlos zu differenzieren. Meistens, wenn ich vom Protestantismus rede, meine ich das, was die Reformatoren lehrten.

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      1. Nun ja, Luther war auch vom Hl. Geist geleitet, wer will das in Abrede stellen? Sicher nicht in jeder Frage. Die kath. Kirche auch nicht. Paulus: „Prüfet alles und das Gute behaltet.“
        Danke für die Rückmeldung, diskutieren will ich auch nicht. Sie dürfen gerne bei Ihrer Meinung bleiben. Es kommt der Tag, da werden wir über alles aufgeklärt sein.

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      2. Ich. Ich will das in Abrede stellen. Luther war am Anfang von Neurosen und am Ende von Arroganz geleitet. Wo konkret sehen Sie bei Luther den Einfluss des Heiligen Geistes?

        Ich diskutiere gerne! Eine Debatte, ein Austausch unterschiedlicher Meinungen und Argumente, ist doch was Schönes.

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      3. Na dann, ich möchte keine Fehler aufrechnen, das gibt ein Nullsummenspiel und führt zu nichts. Also Luther, so denke ich, war vom Hl.Geist geführt, als er gelobte „ich will ein Mönch werde.“ Dasselbe, als er sagte, ich kürze ab, „Hier stehe ich ich kann nicht anders“. Die Bibelübersetzung in Deutsch, konnte er nicht durchführen, ohne den Hl. Geist.
        Die von Ihnen genannten Neurosen, von denen weiß ich nichts. Ich denke es waren wirkliche Sündenängste und die Furcht unvergebener Schuld. Am Ende seines Kampfes standen seine Sola-Erkenntnisse. Auf diesem Hintergrund, ist das „Sola gratia“ und „Sola fide“ einzuordnen. Befreit vom Druck, die Gnade durch Werke erlangen zu müssen. Im evangelischen Bereich war man, natürlich mit Ausnahmen, nie für eine billige Gnade. Erst kommt die Umkehr zu Gott, dann die erfahrene Gnade, dann der Gehorsam aus Dankbarkeit, in einer gelebten Beziehung zu J. Chr. Die sog. Taufgnade, dass ein bisschen Wasser ausreicht, lehne ich ab.
        Oder sein Erlebnis im Turmzimmer der Wartburg, falls es so stattgefunden hat, war keine Neurose. Es gibt ähnliche Erlebnisse bei anderen Menschen.
        Auch wenn Luther viele Fehler hatte, arrogant oder sonstwas war, sein Lebenswerk bleibt gigantisch.

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      4. Seine Sola-Erkenntnisse waren einfach falsch; und der Katholizismus lehrt eben nicht, dass man durch Werke die Gnade erst erlangen muss.

        Bei seiner Bibelübersetzung stellte er übrigens einige Bücher (z. B. den Jakobusbrief) in einen abgetrennten Teil ans Ende und schrieb eine sie herabwürdigende Einleitung, weil er sie nicht für kanonisch hielt, und in seiner Übersetzung des Römerbriefs fügte er das Wort „allein“ ein, wo es im Original nicht dasteht… nein, diese Übersetzung war sicher nicht vom Heiligen Geist geleitet.

        In Ihrer Ansicht zur Taufgnade befinden Sie sich allerdings auch zu Luther im Gegensatz.

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      5. Tja, ich gebe weder Luther, noch der kath. Kirche, noch der Evang. Kirche oder sonstwie Kirche recht. Wie schon geschrieben: „Prüfet alles und das Gute behaltet“. Ich bezweifle auch, dass es irgend eines Gelehrten bedarf, um die Bibel zu verstehen. Wenn dies getan wurde, dann nicht weil es gesetzt war sondern hilfreich. Heute kommen Moslems zum Glauben, die nur einen Traum hatten.

        Wenn man einen Schreiber, Prediger (jedweden Titels) richtig verstehen will, muss man seine Geschichte kennen. So auch Paulus. Er litt unter Sündenangst und es war befreiend für ihn, nach Kasteiungen, die Gnade gratis zu erhalten. Wer will es ihm verdenken, zumal es eine Übersetzung war und verstanden werden sollte, dass er „allein“ einfügte oder den Jakobusbrief zurücksetzte. Andere Verkündiger können ja wieder einen anderen Schwerpunkt setzten.

        PS: Ich erlebe viele Katholiken mit großer Angst, wenn sie nicht tun was die Kirche fordert. Da werden z.T. Tränen vergossen, wenn z.B. der Sohn eine Evangelische heiratet oder ein Kind nicht getauft wird. Was das wohl Gott interessiert, ob jemand kath. oder evang. oder sonstwas ist.

        Glaube an den Herrn J.Chr. und du bist gerettet (Paulus), das reicht. Das gilt für alle Menschen mit oder ohne Konfession. Was ich unter Glaube verstehe, habe ich schon geschrieben (Glaube und Leben gehören zusammen)

        Ich wünsche Ihnen Gottes Segen, was immer Sie tun.

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      6. Das Problem ist: Sie legen hier ein individualistisches Glaubensverständnis zugrunde, das überhaupt nicht selbstverständlich, sondern erst eine Erfindung von Leuten wie Luther ist. „Sola scriptura“ war eine neue Erfindung, kein Konzept, dem die Christen von Anfang an folgten. Gottgesandte Träume können einem natürlich helfen, zum Glauben zu kommen, sie sind aber nicht genug, ich meine, man kann nicht für sich allein glauben. Die ersten Christen wurden Christen, indem sie in die Kirche aufgenommen wurden, nicht indem sie für sich die Bibel lasen (die zunächst noch gar nicht geschrieben bzw. zusammengestellt war; erst Männer der Kirche taten das und entschieden darüber).

        Luther nannte den Jakobusbrief eine „Strohepistel“ und hätte ihn am liebsten aus der Bibel geworfe, wie er aus dem Alten Testament ja tatsächlich 7 Bücher entfernte. Sind Sie tatsächlich der Ansicht, dass einer sich dermaßen über die Heilige Schrift erheben darf?

        Würden Sie es denn nicht problematisch finden, jemanden zu heiraten, der etwas anderes glaubt als Sie? Oder wenn ein Kind nicht in den Gottesbund aufgenommen wird?

        In der Bibel gibt es auch noch andere Stellen, zum Glauben gehört auch die Taufe – s. z. B. Mk 16,16: „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet“ oder Apg 2,38: „Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung eurer Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“, und die Taufe heißt auch Aufnahme in die Kirche, in die Gemeinschaft der Gläubigen.

        Danke! Ich wünsche Ihnen auch Gottes reichen Segen.

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      7. Ich bin ja auch der Meinung, dass Luther bezüglich des Jakobusbriefes überzogen hat. Es schmälert trotzdem nicht sein Lebenswerk. Es gibt keinen Geistlichen, der nicht irgendwo, irgendwann Fehler gemacht hat. Trotzdem kann er im Segen gewirkt haben und ich darf, wegen seiner Sünden, nicht den ganzen Menschen verwerfen. Tausendee Priester müssten aus der Kirche geworfen werden.
        Luther hatte kein individualistisches Glaubensverständnis, sondern es war auf die Bibel gegründet. Ich möcht die Fehler der alten Kirche nicht aufzählen, sonst geht es ja nur um gegenseitige Aufrechnung von Fehlern. Nicht ob wir recht haben ist entscheidend, sondern ob Jesus Christus unser Herr ist.

        Bezüglich der Ehe habe ich nicht gemeint, dass die Partner ein verschiedenes Glaubensverständnis haben. Sondern, dass die Eltern es nicht akzeptieren können, wenn ihr kath. Sohn eine Evangelische heiratet. Trozdem können sie ein gleiches Glaubensverständnis haben.

        Man muß auch nicht als Kind getauft werden. In der frühesten Christenheit gab es meist nur die Erwachsenentaufe. Entsprechende Taufbecken aus dieser Zeit beweisen dies. Fragwürdig ist auch, wenn man Kinder in eine bestimmte Konfession durch Kindertaufe hineinzwingt. Eine freiwillige Taufe im Erwachsenenalter, erscheint mir glaubwürdiger. Trotzdem verneine ich nicht die Kindertaufe.

        In einem habe ich mich allerdings getäuscht, ich hatte geglaubt wir sind uns evang./kath. inzwischen näher gekommen. Das scheint ja nicht der Fall zu sein. Mich wundert jetzt nicht mehr, dass bezüglich Ökumene nichts vorangeht. Ich vermute, dass es nicht gewollt ist.

        Jesus lieb haben ist besser als alles wissen.

        Ein gesegnetes Wochenende

        Joachim Maiwald

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      8. Mit dem „individualistischen Glaubensverständnis“ meinte ich, dass laut Luther jeder die Bibel selbst auslegen soll, und es egal ist, zu welcher Kirche man gehört – das war einfach ein Bruch mit dem Glaubensverständnis, das es bisher gab (und das in der katholischen Kirche jetzt noch gilt). Die Sache ist eben einfach nicht so einfach, dass man nur sagen kann „wir lieben doch alle Jesus“. Es kommt ja auch drauf an, wer dieser Jesus ist, und was Er von uns will, usw.

        Gesegneten Sonntag!

        – Crescentia.

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