Christliche Kultur am Sonntag: „Eine Weihnachtsgeschichte“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: Charles Dickens: „Eine Weihnachtsgeschichte“

Zweiter Advent, es geht auf Weihnachten zu, also heute ein passender Klassiker:

Der geizige Geschäftsmann Ebenezer Scrooge wird am Vorabend des Weihnachtstages vom Geist seines toten Partners Jacob Marley besucht, der Ketten trägt und ihm kundtut, dass er wegen seines schlechten Lebens jahrelang ruhelos durch die Welt wandern muss, und dass er für Scrooge seinerseits eine Warnung hat. Er kündigt ihm den Besuch dreier weiterer Geister an: dem der vergangenen, dem der gegenwärtigen und dem der zukünftigen Weihnacht. Die Geister kommen und führen Scrooge zu Szenen aus seinem vergangenen Leben, aus dem Weihnachtsfest anderer Menschen und dem Weihnachtsfest in zukünftigen Jahren.

(Scrooge und Marleys Geist. Gemeinfrei.)

Dickens‘ Buch ist sehr schön, wirklich schön geschrieben, nicht allzu lang und geeignet für ältere Kinder und Erwachsene; vielleicht ein Buch zum Vorlesen in den Weihnachtsferien. Den Text gibt es auch online in einer älteren deutschen Übersetzung und auf Englisch für alle, die ein bisschen hineinlesen wollen.

Screenshot (1690)

(Der berühmte Beginn des 1. Kapitels.)

Es gibt etliche Verfilmungen, die zwar nicht so gut wie das Buch sind, aber oft trotzdem nicht schlecht: ich kenne z. B. Disney’s Animationsfilm von 2009 oder „Eine Weihnachtsgeschichte“ von 1984.

Christliche Kultur am Sonntag: „Der Schatten des Bären“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: Regina Doman: „Der Schatten des Bären“

„Der Schatten des Bären“ (im englischen Original erstmals 1997 veröffentlicht) ist der erste Band der „Fairy Tale Novels“, einer Reihe von nach Märchen verfassten Jugendbüchern der amerikanischen katholischen Autorin Regina Doman, und bisher der einzige davon, der auf Deutsch übersetzt wurde. Leider ist er schriftstellerisch ein wenig schwächer als die späteren Bände, und die Übersetzung hat Schwachstellen (das Deutsch wirkt an ein paar Stellen wie aus den 80ern gefallen), aber das sind kleinere Mankos, die sich aushalten lassen.

Grundlage des Romans ist das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“, und es geht um zwei Schwestern, die 18-jährige Blanche und die 17-jährige Rose, die mit ihrer Mutter (ihr Vater ist an Krebs gestorben) in New York City leben. Eines Winterabends lernen sie einen jungen Mann kennen, der ihre Mutter vor dem Zusammenstoß mit einem Auto bewahrt hat, und den ihre Mutter (die Krankenschwester ist) hereinbittet, weil er Erfrierungen an den Füßen hat. Er hat Dreadlocks und wirkt relativ abgerissen, Blanche meint, ihn öfter bei den Drogendealern an ihrer Highschool gesehen zu haben, und er will ihnen nur seinen Spitznamen sagen – „Bär“. Außerdem gibt er offen zu, dass er diesen Spitznamen aus dem Jugendgefängnis hat, wo er und sein Bruder nach einer Verurteilung wegen Drogenbesitz waren. Blanche hat Angst vor ihm, aber Rose findet ihn sympathisch und unterhält sich mit ihm, und stellt überraschenderweise fest, dass sie, Blanche und Bär die selben Dichter mögen – G. K. Chesterton, T. S. Eliot… Bär kommt wieder, um die Stiefel, die sie ihm geliehen haben, zurückzubringen, und Rose lädt ihn dann ein, sie öfter besuchen zu kommen, was er in den Wochen und Monaten darauf auch tut. Er ist katholisch wie sie, sie mögen dieselben Dinge und führen einige tiefgreifende Unterhaltungen, und so langsam freundet sich Blanche mit Bär an, der sich als vertrauenswürdig und hilfsbereit herausstellt. Aber er hat Geheimnisse, die er nicht preisgeben will, muss schließlich den Kontakt zu den Mädchen abbrechen, und dann stellen sie fest, wer er eigentlich ist und dass er einem Verbrechen auf der Spur ist.

Das Buch ist nicht dick und schätzungsweise für Jugendliche ab 13, 14 Jahren geeignet. Schön finde ich es, wie die Autorin in ihren Romanen die Details der originalen Grimm’schen Märchen hineinbringt; das gilt auch für die folgenden Bände: „Black as night“ (nach Schneewittchen), „Waking Rose“ (nach Dornröschen), „The Midnight Dancers“ (nach Die zertanzten Schuhe) und „Alex O’Donnell and the 40 Cyberthieves“ (nach Ali Baba und die 40 Räuber). Die sind leider nur auf Englisch zu haben, aber wenn eine ihr Englisch aufbessern will, ist das eine gute Gelegenheit.

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Christliche Kultur am Sonntag: „Du selbst bist die Antwort“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Erst einmal: Entschuldigung, dass in den letzten Wochen keine Beiträge gekommen sind – manchmal ist man ein bisschen im Stress. Jetzt sollte es wieder normal weitergehen.

 

Heute: C. S. Lewis: „Du selbst bist die Antwort“ (Originaltitel: „Till we have faces“)

Dieser Roman ist meiner Meinung nach eins von Lewis‘ besten Werken (auf jeden Fall besser als die Perelandra-Trilogie, und sogar besser als Narnia), und komischerweise eins der am wenigsten bekannten. (Der deutsche Titel gibt übrigens einen falschen ersten Eindruck; er klingt sehr nach „Selbstfindung“, dabei ist es ein Satz, den die Ich-Erzählerin am Ende an jemand anderen richtet.)

Der Autor beschreibt die Geschichte vor dem Beginn des Buches so:

Lewis_Du_selbst_bist_die_Antwort_klein

Es handelt sich bei dem Roman um eine Nacherzählung der griechischen Sage von Amor und Psyche, und zwar aus der Sicht von Psyches ältester Schwester. Das Ganze spielt in der Antike, in einem kleinen Fürstentum irgendwo nördlich von Griechenland. Die Ich-Erzählerin Orual beginnt ihre Geschichte aufzuschreiben, als sie alt ist und auf ihr Leben zurückblickt, und zwar als Anklage gegen die Götter. Das erste Kapitel beginnt so:

Till_we_have_faces

Orual erzählt  zuerst von ihrer Kindheit als älteste Tochter des Königs von Glome, mit ihrem jähzornigen Vater, ihrer hübschen flatterhaften jüngeren Schwester Redival und dann ihrer jüngsten Halbschwester Istra, die auf Griechisch, das ihnen ihr Erzieher, ein griechischer Sklave und Philosoph, den alle wegen seiner roten Haare nur den Fuchs nennen, beibringt, Psyche genannt wird. Istra/Psyche (um die sich vor allem Orual und der Fuchs kümmern, da ihre Mutter schon im Kindbett gestorben ist, und ihr Vater, freundlich ausgedrückt, nicht begeistert davon ist, nur Töchter zu haben), ist von Anfang an ein besonderes Kind, und als sie älter wird, beginnen die Menschen von Glome, sie zu verehren und kommen mit Krankheiten zu ihr, damit sie ihnen die Hände auflegt. Aber als dann einiges Unglück auf einmal Glome trifft, und die Priester der Göttin Ungit ein Menschenopfer verlangen und darauf kommen, dass Psyche die Götter beleidigt haben könnte, wendet sich das Blatt. Der höchste Priester setzt tatsächlich durch, dass Psyche in ein nahes Gebirge gebracht und dort als Opfer für den Gott des Berges an einen Baum gekettet zurückgelassen wird. Orual ist völlig verzweifelt, Psyche dagegen, die immer schon eine seltsame Sehnsucht nach der Welt der Götter gespürt hat, deutlich gefasster.

Ihre trauernde ältere Schwester geht einige Zeit später ins Gebirge, um zu sehen, ob sie wenigstens Überreste ihrer Schwester begraben kann. Aber sie trifft Psyche sehr lebendig an, und die erzählt ihr, dass sie mit dem Gott des Berges vermählt worden sei, und will ihr ihren Palast zeigen – den Orual nicht sehen kann. Sie sagt ihr auch, ihr Gemahl käme nur nachts zu ihr und sie dürfe ihn nicht sehen und keine Lampe in ihr Schlafgemach bringen. Orual will alles nicht glauben und kehrt schließlich nach Hause zurück. Sie überzeugt sich selbst, dass etwas Finsteres dahinterstecken müsse und schließlich kommt sie ein zweites Mal zu Psyche und droht ihr, sich selbst zu töten, wenn Psyche nicht eine Lampe, die sie ihr mitgebracht hat, nachts anzündet, um den Gott anzusehen…

In dem Buch geht es um einen gewissen Konflikt zwischen dem Kult des Priesters, für den heilige Orte dunkle Orte sind und Religion im Kern irrational ist, und den rationalen Maximen des griechischen Philosophen von der göttlichen Natur, und letzten Endes darum, wo beide Unrecht haben, aber Orual will eigentlich gar nichts mit der Welt des Göttlichen zu tun haben, und darum geht es ganz zentral.

Lewis hat ja auch in seinen theologischen Werken einiges dazu geschrieben, inwiefern es in den Legenden und Kulten des Heidentums schon Ahnungen von der wahren Religion gab, und dieser Roman führt das in einer mythologischen Weise aus, was ihn teilweise etwas seltsam macht (v. a. gegen Ende), aber letztlich passt das alles zusammen. Zwischendurch ist der Roman dunkel und traurig und hart, und das Ende ist dann wahnsinnig schön. Tatsächlich ist das eins der wenigen Bücher, bei denen ich an manchen Stellen jedes Mal heulen muss.

 

Christliche Kultur am Sonntag: „Die Chroniken von Narnia“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: C. S. Lewis: „Die Chroniken von Narnia“

Lewis‘ nicht nur für Kinder geeignete Kinderbücher gehören ja zu den bekanntesten Klassikern der christlichen Literatur. Der erste Band mit dem englischen Titel „The Lion, the Witch and the Wardrobe“ (erschienen 1950), auf Deutsch unter dem etwas unscheinbareren Titel „Der König von Narnia“ herausgekommen, handelt von den vier Geschwistern Peter, Suse, Edmund und Lucy, die während des 2. Weltkriegs aufs Land ins Haus eines alten Professors geschickt werden, um vor den Bombenangriffen auf England sicher zu sein, und da einen Zugang zu einem magischen Land namens Narnia entdecken, wo eine Hexe herrscht, die macht, dass es immer Winter, aber niemals Weihnachten ist. Die Ankunft der vier Geschwister erfüllt eine Prophezeiung, und jetzt kehrt auch der Löwe Aslan zurück, mit dem zusammen sie die Hexe bekämpfen sollen. Ein Problem: Edmund ist einmal allein in Narnia gewesen, hat die Hexe getroffen, und sich von ihr einwickeln lassen.

Als nächster Band der Reihe erschien „Prinz Kaspian von Narnia“, in dem die vier ein zweites Mal nach Narnia kommen, wo inzwischen hunderte von Jahren vergangen sind und das meiste aus den alten Zeiten vergessen oder nur noch Mythos ist; dann kamen „Die Reise auf der Morgenröte“ und „Der silberne Sessel“, die weitere Abenteuer in Narnia erzählen (jetzt kommen auch zwei weitere Kinder aus unserer Welt vor). Danach brachte Lewis eine Geschichte heraus, die nur in Narnia, d. h. hauptsächlich in den Nachbarländern von Narnia, spielt (mit dem sehr hübschen englischen Titel „The horse and his boy“ – dt. „Der Ritt nach Narnia“; sie beginnt mit einer Flucht von zwei sprechenden Pferden und zwei Kindern aus dem Reich der Kalormenen nach Narnia), als vorletztes eine Vorgeschichte, in der Narnia erschaffen wird (hier taucht der alte Professor Kirk als Kind auf, und man erfährt, woher die Hexe kam; engl. Titel „The Magician’s Nephew“, dt. „Das Wunder von Narnia“); und als letztes „Der letzte Kampf“ – und hier geht es um das Ende der narnianischen Welt. Meiner bescheidenen Meinung nach werden ja besonders „Der Ritt nach Narnia“, „Der silberne Sessel“ und „Der letzte Kampf“ deutlich zu wenig geschätzt.

Lewis ist für seine relativ offene Symbolik in den Büchern von manchen kritisiert worden (Aslan steht für Jesus, was nicht schwer zu erraten ist, wenn man die christliche Religion kennt); aber die Symbolik passt einfach, und Aslan und andere Figuren sind keine bloßen Nacherzählungen, sondern völlig authentische Teile dieser Geschichten.

Was die Verfilmungen angeht, die Walden Media zu den ersten drei Bänden produziert hat, ist „Der König von Narnia“ ziemlich gut geraten, „Prinz Kaspian von Narnia“ immerhin nicht schlecht, und „Die Reise auf der Morgenröte“ hat mit dem Buch nur noch wenig zu tun.

(Karte der Welt von Narnia von David Bedell.)

Christliche Kultur am Sonntag: „Die Sprache des Herzens“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: „Die Sprache des Herzens“ (Film)

Der Filmtitel ist unnötig kitschig, aber der Film selbst, der auf der Lebensgeschichte von Marie Heurtin (1885-1921) basiert, doch ziemlich gut.

Er spielt Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Die junge Schwester Marguerite lebt in einem Kloster, das taube Mädchen unterrichtet. Eines Tages kommt ein Mann aus der Umgebung zum Kloster und bittet die Oberin, sich auch um seine Tochter Marie zu kümmern, die von Geburt an taub und blind gleichzeitig ist, ziemlich verwahrlost ist und auf keine Weise kommunizieren kann. Die Oberin lehnt zuerst ab; das Kloster könnte das nicht leisten. Aber später bittet Schwester Marguerite sie, ihr doch zu erlauben, Marie ins Kloster zu holen, und sie erlaubt es schließlich. Schwester Marguerite holt Marie also und versucht, ihr beizubringen, mit Zeichensprache zu kommunizieren, wobei sie die Zeichen mit den Fingern fühlen soll. Monatelang sind ihre Versuche vergeblich; Marie versteht nichts und wehrt sich mit Händen und Füßen gegen alles, was mit ihr geschieht. Aber dann kommt der Durchbruch und Marie lernt rapide, wie sie sich verständigen kann; sie und Schwester Marguerite werden Freundinnen, und sie kann sich ihren Eltern mitteilen, die zu Besuch kommen.

Aber dann ist da noch ein Problem: Schwester Marguerite hat eine schwere Lungenkrankheit.

„Die Sprache des Herzens“ ist ein sehr ruhiger Film, der zu einem großen Teil innerhalb des Klosters spielt. Er hat ein paar kleinere Mankos (z. B. muss ganz klischeehaft die Oberin eines Klosters natürlich ein bisschen gestreng und unnahbar sein), aber insgesamt ist er doch sehr schön, und eins der wenigen Beispiele für einen Film, der in der Vergangenheit in einem Kloster spielen kann und dabei ohne plumpe Vergangenheits- und Kirchenkritik auskommt. Vor allem die zwei Hauptdarstellerinnen sind bemerkenswert.

 

Christliche Kultur am Sonntag: „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: Michael Ende: „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“

Die Handlung dieses Kinderbuchs (geeignet schätzungsweise für Kinder ab ca. 10 Jahren) setzt am Nachmittag des Silvestertages in der Villa des bösen Zauberers Beelzebub Irrwitzer ein, der unangenehmen Besuch von einem höllischen Zwangsvollstrecker erhält. Irrwitzer hat seinen Teil eines Vertrages mit dem Teufel nicht erfüllt und im vergangenen Jahr nicht genug böse Taten vollbracht, und jetzt droht ihm selbst Böses. Der Grund für seinen Rückstand: Der Rat der Tiere hat ihm einen Spion ins Haus geschickt, einen Kater, der sich Maurizio di Mauro nennt. Obwohl der böse Zauberer (der Bescheid wusste, was vor sich ging, es aber nicht wagte, die ganze Tierwelt wissen zu lassen, dass er einer von denen ist, die ihr so sehr schaden) es geschafft hat, den nicht allzu klugen Kater einzuwickeln und ihn glauben zu machen, er sei ein großer Wohltäter, hat ihn dessen Anwesenheit bei seinen bösen Geschäften doch sehr gestört.

Aber er hat noch eine Frist bis Mitternacht, und nachdem der höllische Beamte vorläufig wieder fort ist, kommt Irrwitzers Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl ins Spiel, die dasselbe Problem hat (bei ihr ist es ein Rabe namens Jakob Krakel, der allerdings nicht ganz so leichtgläubig ist wie der Kater Maurizio). Tyrannja hat eine Idee, wie sie und ihr Neffe ihren Rückstand noch aufholen können, nämlich, indem sie gemeinsam den satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch brauen, der Wünsche wahr werden lassen kann. Sie machen sich hastig ans Werk, während Jakob, der auch zu der Villa gekommen ist, Maurizio davon überzeugen kann, dass die Hexe und der Zauberer tatsächlich böse sind, und die beiden Tiere sich an den Versuch machen, das Unterfangen zu verhindern. Am Ende ist es jemand vom Himmel, der ihnen dabei zu Hilfe kommt: Der zuständige Tagesheilige Sankt Silvester persönlich.

Nicht nur die Darstellung des Bösen und Guten ist sehr gut gelungen, es gibt an einer Stelle auch eine hübsche kurze Darlegung des hl. Silvester, was Gut und Böse eigentlich ist. Außerdem sind die beiden Tiere sehr sympathische Protagonisten, und Michael Ende schreibt natürlich wie immer wunderbar. Meiner Meinung nach übertrifft der „Wunschpunsch“ die „Unendliche Geschichte“ eindeutig.

Christliche Kultur am Sonntag: Dean Koontz (Leserempfehlung)

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: Dean Koontz (Autor u. a. der „Odd Thomas“-Serie)

Diesmal eine Leserempfehung, für die ich herzlich danke: Leser Oliver hat einen neueren Autor aus dem Bereich Fantasy/Thriller zu empfehlen, der übrigens auch außerhalb christlicher Kreise ziemlich erfolgreich ist (mehrfach auf Platz 1 der New-York-Times-Bestseller-Liste):

‚Eines der katholischsten Werke der Populärkultur ist die Odd Thomas Serie von Dean Koontz.
 Koontz ist Katholik, mit einem Faible für die alte Messe, und bringt seit Ende der 90er seinen Katholizismus immer mehr in seinen Werken zur Geltung.
 In seinen Büchern ist er nur selten explizit katholisch, sondern lässt seine Helden katholische Werte verkörpern.‘

Oliver hat auch auf mehrere Interviews mit Koontz und Artikel über sein Werk (u. a. hier, hier und hier) hingewiesen, die ziemlich Lust machen, seine Bücher zu lesen (ich hab mir tatsächlich gleich mal eins bestellt und bin ziemlich gespannt darauf).

Christliche Kultur am Sonntag: Der Herr der Ringe, Der kleine Hobbit, Das Silmarillion

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: J. R. R. Tolkien: „Der Herr der Ringe“, „Der kleine Hobbit“ & „Das Silmarillion“

„Der Herr der Ringe ist natürlich von Grund auf ein religiöses und katholisches Werk, unbewusstermaßen zuerst, aber bewusst im Rückblick“, schrieb der katholische Autor J. R. R. Tolkien (1892-1973) in einem Brief über sein bekanntestes Buch; außerdem ist es ein sehr schönes Werk und eins, das die Bezeichnung „Epos“, die man ja inzwischen gerne Fantasyromanen, die nur ausführliche Schundliteratur plus Drachen oder Werwölfe sind, gern beilegt, tatsächlich verdient hat. Die Geschichte vom scheinbar aussichtslosen Kampf gegen Sauron, der Mittelerde bedroht, von dem einen Ring, der mächtigen Waffe, die zerstört werden muss, bevor sie Sauron wieder in die Hände fällt, die aber dazu neigt, jeden, der ihr nahekommt, in ihren Bann zu ziehen, ist wirklich spannend; und die Figuren, die hier auftauchen, vom Bösen angefochten werden, zum Teil schwanken, und sich schließlich für eine Seite entscheiden müssen, sind ebenso faszinierend.

(Die Verfilmung hat ein paar kleinere Fehler (Faramir! Aragorns Krönungsszene!), ist aber trotzdem im Ganzen sehenswert.)

Das schöne Kinderbuch „Der kleine Hobbit“ erzählt die unmittelbare Vorgeschichte dazu (und die neueste Verfilmung ruiniert es ein wenig mit unnötiger Überdramatisierung und Streckung durch dazuerfundenes Zeug ohne viel Sinn dahinter); und das „Silmarillion“, nach Tolkiens Tod veröffentlicht, dann die weitere Vorgeschichte – genau genommen ab der Erschaffung der Welt. Hier erfährt man nicht nur, wer Sauron und Gandalf eigentlich sind, sondern kann auch etliche weitere mehr oder weniger zusammenhängende Geschichten über Engel, Dämonen, Elben, Orks, Zwerge und Menschen lesen; das Silmarillion ist einfach wunderschön und viel zu wenig bekannt.

Silmarillion.png

(Erstausgabe des Silmarillions von 1977 mit einer Zeichnung von Tolkien auf dem Cover. Gemeinfrei.)

Christliche Kultur, diesmal am Montag: „Pater Brown“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute, ausnahmsweise etwas verspätet: „Pater Brown“ (Kurzgeschichten und Fernsehserie)

Die Kurzgeschichten von G. K. Chesterton um den hellsichtigen Pater Brown, der immer wieder mit Kriminalfällen konfrontiert wird und sie löst, indem er sich in den Verbrecher hineinversetzt, haben ja Kultstatus in Katholikenkreisen und dürfen in dieser Serie auf keinen Fall übergangen werden. Erschienen sind Chestertons 49 Kurzgeschichten zwischen 1910 und 1935; sprachlich und erzählerisch sehr schön, enthalten sie außerdem so einige überraschende theologische Einsichten, die aber nicht holzhammerartig präsentiert werden. Die meisten Kurzgeschichten hängen nicht zusammen, aber eine zweite Figur taucht mehrere Male auf: Der Meisterdieb Flambeau, der sich bekehrt und Pater Browns Freund wird.

Die deutschen Filme mit Heinz Rühmann („Das schwarze Schaf“ und „Er kann’s nicht lassen“) haben wenig mit den originalen Geschichten zu tun; aber die österreichische Serie mit Josef Meinrad hält sich gut an sie und ist generell relativ gut gelungen (mit vereinzelten Ausnahmen – die Folge „Der Hammer Gottes“ hat das zentrale Motiv in der entsprechenden Kurzgeschichte ziemlich verdreht). (Die in den letzten Jahren produzierte BBC-Serie mit Mark Williams ist filmisch gut gemacht, basiert aber auch oft nur lose auf Chestertons Geschichten und offensichtlich konnten die Macher die meiste Theologie nicht vertragen und mussten die Titelfigur zu einem theologisch Liberalen umdichten.)

Soviel zu den Verfilmungen, die ich kenne (das sind nicht die einzigen, die produziert wurden); am lohnendsten sind aber natürlich die in mehreren Bänden erhältlichen Kurzgeschichten. Man findet übrigens auch zweisprachige Bände mit ein paar Erzählungen auf Deutsch und im englischen Original nebeneinander, z. B. hier.

Christliche Kultur am Sonntag: „Der Gauner und der liebe Gott“

Bei christlichen Sachbüchern findet man bekanntlich relativ leicht gute Sachen; bei Romanen, Filmen oder Kinderbüchern sieht es allerdings manchmal schwieriger aus, auch wenn einige vermutlich gern mehr davon besäßen. Dabei gibt es eigentlich auch hier viel Gutes, wenn man näher hinschaut, und weil nicht allen alles bekannt ist, dachte ich, ich stelle meinen Lesern hier mal jede Woche kurz ein Werk vor – hauptsächlich katholische Sachen, aber wenn es von guter Qualität ist, auch mal was aus anderen Konfessionen; nicht nur Hochkultur, sondern auch eher Populärkultur (aber halbwegs gut gemacht soll es sein); und sowohl solches mit explizit religiösen Inhalten (im Einzelfall auch mal, wenn es von persönlich nicht sehr frommen Menschen kommt), als auch Werke von überzeugten Christen ohne explizite Botschaft. Viele werden bestimmte Klassiker schon kennen, aber andere vielleicht noch nicht.

Und weil ich ja auch nicht alles kennen kann: Wer ein katholisches Lieblingsbuch, einen Film o. Ä. hat, von dem er schon immer mal mehr Leuten erzählen wollte, darf mir gern über die „Contact“-Seite schreiben und vielleicht ergibt sich ein Gastbeitrag.

 

Heute: „Der Gauner und der liebe Gott“ (Film)

In dieser Komödie von 1960 geht es um den Ganoven Paul Wittkowski (gespielt von Gert Fröbe), der zum wiederholten Mal wegen Einbruchs vor Gericht steht (diesmal allerdings unschuldig) und nach der Verkündung des ziemlich harten Urteils aus dem Gericht fliehen kann, durch Zufall an eine Soutane gelangt, mit der er sich als Priester verkleidet, und in dem kleinen Ort Seebrücken bei dem jungen Pfarrer Steiner landet. (Der Pfarrer wird übrigens von Karlheinz Böhm gespielt, besser bekannt als Kaiser Franz Josef aus den Sissi-Filmen; und man muss sagen, dass er als Priester eine noch bessere Figur macht als als Kaiser.) Pfarrer Steiner meint, dieser fremde Priester müsse von der Diözese geschickt worden sein, weil sich der Christbaumschmuck-Fabrikant Baumberger aus Seebrücken, der viel Geld damit macht, anderen Dorfbewohnern teure Darlehen zu gewähren, über ihn beschwert hat, nachdem er ihn (indirekt) von der Kanzel herab einen Wucherer genannt hat. Wittkowski bleibt also erst einmal im Pfarrhaus. Baumberger versucht unterdessen die junge Schlosserwitwe Holzmann, die Schulden bei ihm hat, zu erpressen und will von ihr sexuelle Gefälligkeiten. Pfarrer Steiner und Wittkowski wollen ihr helfen, und allmählich schöpft der Pfarrer auch einen Verdacht, wer sein Gast wirklich ist…

Spezieller Bonus: Vorkonziliare Kirchenszenen. ❤

Bildergebnis für der gauner und der liebe gott